Die Tiroler Landesregierung hat bei ihrer Klausur in Landeck das Jahr 2026 zum „Jahr des Ehrenamts“ erklärt und eine Reihe konkreter Unterstützungsmaßnahmen für Freiwillige beschlossen. Ziel ist es, Ehrenamtliche rechtlich besser abzusichern, Bürokratie abzubauen und mehr junge Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen.

Kernstück ist die Ehrenamtscharta, ein gemeinsames Bekenntnis von Land, Vereinen und Verbänden. Sie soll langfristige Verbesserungen der Rahmenbedingungen sichern – etwa durch die Prüfung einer landesweiten Haftpflichtversicherung, eine zentrale Rechtsberatung für Vereine sowie eine digitale Wissensplattform mit Musterdokumenten und Informationen.
„Das Ehrenamt ist uns ein besonderes Anliegen. Jeder zweite Tiroler engagiert sich in der Freizeit ehrenamtlich und leistet mehr als er muss.“
Landeshauptmann Anton Mattle
Zur Entlastung von Funktionärinnen und Funktionären werden bestehende Weiterbildungs- und Beratungsangebote gebündelt und künftig stärker online angeboten. Zudem wird ein neuer Ehrenamtsnachweis geprüft, um Engagement sichtbarer zu machen. Parallel dazu startet die landesweite Kampagne „Ehrenamt? Ehrensache!“, die neue Informationswege und Nachwuchsgewinnung ins Zentrum rückt.
Ein zentraler Baustein des Ehrenamtspakets ist eine digitale Förderplattform, die 2026 in Betrieb geht. Sie soll Förderungen für Vereine vereinfachen und transparenter gestalten, indem Anträge automatisch an die zuständigen Landesstellen weitergeleitet werden.
Auch in der Landesregierung selbst wird das Ehrenamt künftig fester verankert – es wird in die Geschäftsordnung aufgenommen und direkt beim Landeshauptmann angesiedelt. Im Frühjahr findet von 22. bis 28. April die landesweite Freiwilligenwoche statt, im Herbst werden engagierte Tirolerinnen und Tiroler mit der „Ehrenamtsnadel in Gold“ ausgezeichnet.
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