Das abgelaufene Jahr 2025 ist das drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. „2025 war nur geringfügig kühler als 2023, und 2024 bleibt das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen“, erklärte Samantha Burgess, Vize-Direktorin des EU-Programms Copernicus, in einem Briefing zur Veröffentlichung der „Global Climate Highlights“. 2025 war demnach 0,01 Grad weniger warm als 2023 und 0,13 Grad kühler als 2024. Die weltweite Durchschnittstemperatur lag bei 14,97 Grad.
Die vergangenen elf Jahre waren die elf wärmsten jemals. „2025 war ein weiteres außergewöhnliches Jahr für den Planeten“, hielt Burgess fest.
Erster Drei-Jahres-Zeitraum über 1,5 Grad
An den Daten, die der Klimawandeldienst Copernicus in Kooperation mit anderen europäischen und US-amerikanischen Organisationen veröffentlicht, lässt sich ablesen, wie sich die Klimakrise weiter zuspitzt: Die weltweiten Temperaturen der Jahre 2023 bis 2025 waren im dreijährigen Durchschnitt mehr als 1,5 Grad höher als im vorindustriellen Zeitalter. „Das ist das erste Mal, dass ein Drei-Jahres-Zeitraum diese Grenze überschreitet“, heißt es in dem Bericht.
Die Autoren weisen darauf hin, dass es hierbei Abweichungen bei den Berechnungen anderer Organisationen geben kann, da nicht exakt die gleichen Datensätze verwendet würden. Auch die Weltwetterorganisation wollte am Mittwoch Daten zu den weltweiten Temperaturen im Jahr 2025 veröffentlichen.
Pariser Klimaziel in akuter Gefahr
Das Pariser Klimaziel, mit dem die Weltgemeinschaft die verheerendsten Folgen der Klimakrise abwenden will, gilt zwar trotz der mehrjährigen Überschreitung offiziell noch nicht als verfehlt, da dafür die 1,5-Grad-Grenze noch langfristiger überschritten werden muss. Experten gehen aber weit überwiegend davon aus, dass es nicht gehalten werden kann - und dass es selbst für die 2 Grad knapp wird.
Gehe die Erderwärmung im aktuellen Tempo weiter, werde die 1,5-Grad-Grenze gegen Ende des Jahrzehnts als überschritten gelten – etwa zehn Jahre früher als lange angenommen, hieß es von Copernicus. „Die Emissionen sind nicht so schnell gesunken wie erwartet“, erklärte Burgess.
Erderwärmung entwickelt sich nicht linear
Dass 2025 nicht noch heißer gewesen sei als 2024, es also Schwankungen gebe, widerspreche nicht der Tatsache, dass sich die Erde langfristig weiter erwärme, betonten die Copernicus-Experten. Das gelte sogar dann, wenn ab morgen keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen würden, da sich diese lange in der Atmosphäre hielten. „Bei CO2 reden wir über Jahrhunderte“, betonte Laurence Rouil vom Copernicus-Atmosphärendienst.
Dass es an manchen Orten auch unterdurchschnittliche Temperaturen gegeben habe oder es auch derzeit in vielen Regionen sehr kalt sei, gehöre zur normalen Variabilität des Wetters. „Eine kalte Region heißt nicht, dass der Klimawandel nicht real ist. Der globale Kontext zählt“, so Burgess. Copernicus-Direktor Carlo Buontempo ergänzte: „Wenn man herauszoomt und sich das große Ganze anschaut, ist das Bild sehr eindeutig.“
Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre
Die ungewöhnlich hohe Durchschnittstemperatur liege am Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre – durch weitere Emissionen und weniger Aufnahme von CO2 durch natürliche Senken, zu denen etwa Wälder gehören. Darüber hinaus seien die Temperaturen an der Oberfläche der Ozeane außergewöhnlich hoch gewesen, was unter anderem am sogenannten El-Niño-Phänomen liege.
Mit einer El-Niño-Phase sind höhere globale Temperaturen an der Meeresoberfläche verbunden. Das alle paar Jahre auftretende Phänomen El Niño wird von wärmeren Wassertemperaturen im tropischen Pazifik ausgelöst, was durch veränderte Luft- und Meeresströmungen die Wetterbedingungen weltweit beeinflusst. Im Laufe des Jahres schwächte sich das Phänomen ab.
Extremwetterereignisse häufen sich
Menschen spürten den Klimawandel nicht vorrangig durch die graduellen Veränderungen, sondern durch Extremwetterereignisse, erklärte Burgess. 2025 habe die Hälfte der weltweiten Landfläche mehr Tage mit starkem Hitzestress erlebt als im Durchschnitt. Dazu zählen die Autoren des Berichts Tage, die sich wie 32 Grad oder mehr anfühlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Hitzestress als Hauptursache für Todesfälle im Zusammenhang mit Wetterereignissen ein. Zudem habe Hitze in trockenen und windigen Gebieten oft zur Ausbreitung von Waldbränden beigetragen. In Europa haben die Emissionen durch Waldbrände dem Copernicus-Bericht zufolge 2025 einen Höchststand erreicht.
„Die Welt nähert sich rasch der im Pariser Abkommen festgelegten langfristigen Temperaturgrenze“, warnte Buontempo. „Wir werden sie zwangsläufig überschreiten. Nun müssen wir entscheiden, wie wir mit dieser unvermeidlichen Überschreitung und ihren Folgen für Gesellschaft und Ökosysteme am besten umgehen.“
16 Postings
Ich persönlich hab es aufgegeben mit Menschen zu diskutieren, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Als ob das eine Glaubensfrage wäre! Die Zeit zum Diskutieren, ob es den Klimawandel gibt ist lange vorbei, die Zeit die Erwärmung auf 1.5° einzudämmen ist auch vorbei. Jetzt braucht es Maßnahmen um die Folgen möglichst meistern zu können und vielleicht unterhalb 2° Erwärmung zu bleiben. Aber wirklich zuversichtlich bin ich auch hier nicht, aber lass mich immer gerne positiv überraschen:). Allerdings werde ich und wohl die meisten anderen Posterinnen hier nicht mehr so stark betroffen sein, unsere Kinder und Enkelkinder sehr wohl. Und das Argument, dass Klimaschutz die Wirtschaft schädigt ist wohl das blödeste überhaupt. Man sieht an der deutschen Automobilindustrie wohin es führt, wenn man mit aller Kraft versucht in der Vergangenheit weiterzuleben. Das hat gar nichts mit Klimaschutz zu tun, sondern mit veraltetem, korrupten, stocksteifen Management und wirtschaftlichem Versagen auf ganzer Linie.
ich kann mich kaum erinnern, dass es den sonnenbadenden mal zu heiss war in unseren breiten - jedoch in kalten winterzeiten wie kürzlich sehr wohl. das klima auf unserer kugel wird niemand niemals ändern können, das klima ist im ständiger wandel und nach kaltzeiten kommen eben warmzeiten - wie schon seit zig jahrtausenden
Wann werden die Menschen endlich aufwachen ???
Lass dich nicht verarschen, denke selbst !!!
Führen Sie oft Selbstgespräche?
"Crashkurs in Strahlungsbilanz und Treibhausgas-Heizung Woher die gewaltige Energie des Klimawandels stammt...
In jedem Liter eingeatmeter Luft stecken 3.432.000.000.000.000.000 CO2-Moleküle fossiler Brennstoffe. Gesundheitsschädlich ist das zwar nicht - aber man muss es wissen, um den Klimawandel zu verstehen...."
Bevor wieder die klimaverwirrten schwurbelköpfe hier ihren bullshit absondern und meinen ihre dummheit unbedingt unter beweis stellen zu müssen, indem sie glauben vulkanen, die sonnenaktivität oder sonst was wäre die ursache bzw. glauben, dass die messungen manipuliert sind:
Im anhang ein guter und verständlicher artikel der die grundlagen erklärt... zum zausendsten mal. Achtung enthält physik!
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-woher-die-gewaltige-energie-der-erderhitzung-stammt-a-692ebf01-faf1-4ffe-828a-16493d24715b
dem "Spiegel" darf man skeptisch gegenüber stehen .
interessant wäre einmal zu erfahren, wann denn der Beginn der Aufzeichnungen ist.
Vereinzelt ab ca. 1760 (zB 1762 Kremsmünster), +/- flächendeckend ab ca. 1860 (Österreich) bzw. 1881 (Deutschland). Könnte man googeln! Ist aber irrelevant, die Kernaussage dass die letzten 11 Jahre auch die wärmsten seit ca. 150/160 Jahren sind, beweisen die Existenz des Klimawandels!!
die Existenz des Klimawandels bezweifelt ohnehin niemand (ist ja ständig im Wandel), aber wenn man am Ende der kleinen Eiszeit am Tiefpunkt zu messen beginnt, erscheint natürlich alles viel dramatischer. Zu bezweifeln hingegen sind die Maßnahmen gegen den Klimawandel, die insbesondere von EU-Seite total übertrieben und zugleich nahezu ohne Wirkung sind, dafür aber die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ruinieren bzw. schon ruiniert haben.
@Colombo: wie definierst du denn die kleine Eiszeit? Also von wann bis wann, un mit welchem Temperaturunterschied (in Österreich)?
@F_Z.......https://geomorphologie-montagne.ch/de/4-6-die-kleine-eiszeit-und-die-darauffolgende-globale-erwaermung/
Super Zahlen in dem Artikel. Ein "durchschnittliche mittlere Temperaturrückgang von 0,5 °C" ergeben also eine kleine Eiszeit
. Da steht jetzt nicht, ob global oder wo anders..., aber ist vom Prinzip her auch egal.
Wenn -0,5° eine kleine Eiszeit ergeben, was passiert denn deiner Meinung nach dann bei +1,5°? Mit Potenzial auf +4,5°? Sieht nicht gut aus...
Die Zeitpunkte zum Vergleich werden so gewählt, daß es zum gewünschten Ergebnis passt.
Die bösen wissenschafter,... und die bösen systemmedien. Alle stecken unter einer decke. Sogar die wissenschafter der mineralölkonzerne machen damit....
"Wie Exxon den Klimawandel entdeckte - und leugnete... Interne Dokumente zeigen, Exxon-Wissenschafter warnten seit 1977 vor den Gefahren des Klimawandels..."
Aber der @steuerzahler kennt natürlich die WAHRHEIT... was interessieren ihn schon jahrzehntelange forschung und meteorologische messreihen. Was interessieren ihn schon physikalische prozesse wie der treibhauseffekt. Er hat da auf facebook schliesslich was gelesen,was genau in seine ideologie passt...
https://www.spektrum.de/news/wie-exxon-den-klimawandel-entdeckte-und-leugnete/1374674
Ja, genau. Mitte des 18. Jahrhunderts haben sinistre Wissenschaftler gesagt "Jetzt scheint es gerade recht kalt zu sein, beginnen wir doch jetzt die Temperaturen zu messen, damit dann andere sinistre Wissenschaftler nach 2000 einen Klimawandel herbeischwurbeln können, den es dann in Wahrheit gar nicht geben wird, weil Veränderungen hat es immer schon gegeben und wird es immer geben. Das Klima kann zwar niemand verändern, aber wenn wir jetzt zu messen und zu dokumentieren beginnen, wirkt in Zukunft alles viel dramatischer. Harharhar!"
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