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Leitstelle Tirol zieht Jahresbilanz für 2025

Weniger Krankentransporte wurden angefordert. Die Hotline 1450 ist dagegen wieder gefragter.

Auch in Zeiten, in denen sich kaum noch jemand Telefonnummern auswendig merkt, sind sie allseits bekannt und im Ernstfall sofort präsent: die Notfallnummern. Wählt man beispielsweise in Osttirol die 122 (Feuerwehr), 140 (Bergrettung) oder die 144 (Rettung), so gelangt man in die Leitstelle Tirol. Im abgelaufenen Jahr 2025 gingen dort rund 191.000 Notrufe ein.

Bei etwa 60 Prozent der Notrufe gelang es nach durchschnittlich 20 Sekunden, GPS-Daten zu übermitteln und somit die Erfassung des Einsatzortes technisch zu unterstützen. Der mit Abstand größte Teil aller Notrufe entfiel auf die Rettung (fast 140.000), deutlich seltener mussten Bergrettung und Feuerwehr alarmiert werden. Die Zahl der angenommenen Notrufe blieb im Vergleich zum Jahr 2024 nahezu unverändert.

Weniger Krankentransporte, mehr Anrufe bei 1450

Augenscheinliche Veränderungen verglichen mit 2024 gab es hingegen im Bereich der Nicht-Notrufe, die ebenfalls von der Leitstelle Tirol angenommen werden: So nahmen die Anrufe bei der Krankentransport-Hotline 14844 um 11,24 Prozent ab. Dieser deutliche Rückgang kann auf Neuerungen im Gesamtangebot der ÖGK zurückgeführt werden, da mittlerweile Taxifahrten direkt abgerechnet werden können. Auf diese Weise wird der qualifizierte Krankentransport entlastet und die Pünktlichkeit von Terminfahrten verbessert.

Die Jahresbilanz der Leitstelle Tirol für 2025 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Foto: Leitstelle Tirol/Robert Grüner

Gleichzeitig stiegen die Anrufe bei der Gesundheitsberatung 1450 massiv an, wurde die Hotline verglichen mit dem Vorjahr doch um ein Drittel häufiger angewählt. Pro Tag wurden damit rund 60 Beratungen durchgeführt. Die während der Corona-Pandemie omnipräsente Nummer gibt es bereits seit 2017, damals wurde mit einer Pilotphase gestartet. Seit November 2019 ist die Hotline österreichweit verfügbar und soll als Wegweiser durch das Gesundheitssystem fungieren. Am anderen Ende der Leitung befindet sich medizinisch geschultes Krankenpflegepersonal, das telefonisch eine passende Empfehlung für die individuelle Situation liefert und zur Entlastung von Notrufdiensten und Spitalsambulanzen beitragen soll. Zusätzlich steht seit dem letzten Jahr ein Nachtarzt telefonisch zur Verfügung, dem die Beratungsergebnisse ausgehändigt werden und der im Bedarfsfall direkt mit den Anrufer:innen medizinische Punkte abklären kann. Dennoch wurde die Kritik laut, dass es in vielen Teilen Tirols keine Notfall-Anlaufstellen gäbe und die Berater:innen der Hotline nicht wüssten, wohin sie die Anrufer:innen schicken sollten.

Einsätze im Bezirk Lienz

Nicht jeder Anruf, der in der Leitstelle eingeht, erfordert auch tatsächlich einen Einsatz. Doch auch zu den durchgeführten Aktivitäten liegen Daten vor, in diesem Fall sind sie sogar nach Bezirken differenziert. Demnach waren der Rettungsdienst 8.314 Mal, der Krankentransport 10.535 Mal, der Notarzthubschrauber 542 Mal und die Feuerwehr 663 Mal im Einsatz. 187 Mal musste die Bergrettung ausrücken, 15 Einsätze wurden durch die Wasserrettung durchgeführt.

An welchem Tag passierten die meisten Einsätze?

Der einsatzstärkste Tag über alle Bereiche war der 3. März 2025, ein Schitag mit tirolweit 1.710 Dispositionen.

Wie oft wurde der Notarzthubschrauber angefordert?

Fast 11.000 Mal war der Notarzthubschrauber in Tirol unterwegs, am häufigsten für Bergungen im alpinen Bereich. 1.525 Einsätze waren außerhalb von Tirol zu verzeichnen.

Welche Einsätze waren 2025 besonders erwähnenswert?

Die Leitstelle Tirol listet einige Unwetterereignisse im Sommer 2025 (u.a. in Gschnitz), die Großbrände in Recyclinganlagen (u.A. in Nußdorf-Debant und Pill) sowie mehrere Waldbrände, wie etwa zu Weihnachten in Innsbruck, als besonders erwähnenswert auf.

4 Postings

Nichtwisser
vor 11 Stunden

Wir in Osttirol brauchen weder die Leitstelle noch die 1450. Man ruft einfach die Handynummer des Notarztes an (hat ja 24 Stunden Dienst!) der untersucht einen von Kopf bis Fuß und verschreibt dann auch noch aus seiner Hausapotheke die richtigen Medikamente, nimmt Blut ab und wertet sie im Labor aus. Das ist ein Sevice an unserer Gesundheit. "Koste es was es wolle!" Einfach perfekt!

 
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kommentar123
vor 17 Stunden

Leider ist diese Hotline ziemlich überflüssig, denn bei ihr bekommt auch nicht mehr Informationen als aus dem Internet. Sinnlose Geldverschwendung.

 
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    wolfgangwien
    vor 14 Stunden

    da stimme ich dir voll zu. Der Sinn von 1450 erschließt sich mir nicht. Dort sitzt kein einziger Arzt. Und zu welchem Arzt ich gehen soll, dass sagt mir mein Hausverstand noch.

    Aber ja, vielleicht gibt es wirklich Leute die überhaupt nichts wissen.

     
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      Ellot
      vor 10 Stunden

      Um Hilfestellungen bei Husten - Schnupfen - Heiserkeit zu bekommen muss man nicht zwingend mit einem Arzt sprechen ;) Das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal kann damit auch sehr gut umgehen. Zudem gibts Menschen die mit Recherche im Internet nicht so gut umgehen können und denen daher eine telefonische Unterstützung gerade recht kommt. Wichtige Einrichtungen wie Notaufnahme und Rettungsdienst werden durch die 1450 ebenso entlastet - so kommt nicht jede Bagatelle in Kontakt mit Krankenhaus und Rettungsdienst. Ich kann die Kritik also nicht nachvollziehen.

       
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