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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) und Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) wollen den „Standort Österreich“ absichern. Foto: APA Images/Fohringer

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) und Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) wollen den „Standort Österreich“ absichern. Foto: APA Images/Fohringer

Regierung subventioniert Industrie mit Milliarden

Günstiger Industriestrompreis und Investitionen in neun Schlüsseltechnologien.

Gute Nachrichten für den Industriebezirk Osttirol kommen aus Wien. Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Bundesregierung der schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in Milliardenhöhe unter die Arme greifen.

Details dazu präsentieren Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) und Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) am Freitag in Wien. Kern der Strategie sind neben einem staatlich subventionierten Industriestrompreis auch Investitionen in neun Schlüsseltechnologien.

Eckpunkte der eigentlich im Regierungsprogramm bis Ende 2025 anvisierten Industriestrategie sind bereits bekannt: Für die Investitionen in die neun definierten Schlüsseltechnologien sind bis 2029 2,6 Mrd. Euro aus dem Forschungs-, Technologie- und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.

Außerdem soll es vereinfachte Genehmigungsverfahren geben. Auch neue Ausbildungsberufe sind geplant, Lehrpläne werden angepasst. Investitionen in die zentralen Technologien sollen durch Garantien und Haftungen unterstützt werden. Insgesamt umfasst die Industriestrategie laut Angaben aus dem Wirtschaftsministerium 100 Maßnahmen in sieben Handlungsfeldern.

„Vernünftiger Protektionismus“

Zu den neun Schlüsseltechnologien zählen Künstliche Intelligenz und Dateninnovation, Chips und Elektronische Komponenten/Systeme, Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik, Quantentechnologie und Photonik, Fortgeschrittene Werkstoffe (Advanced Materials), Life Sciences & Biotech, Energie- und Umwelttechnologien, Mobilitätstechnologien sowie Weltraum- und Luftfahrttechnologien.

Wichtig ist für Hanke dabei die lokale Produktion. „Made in Europe oder Made in Austria“, betonte Hanke vorher in einem Gespräch mit Journalisten. Man „müsse einen vernünftigen Protektionismus in Europa leben, um mithalten zu können mit dem Wettbewerb der anderen“. Enormes Potenzial sieht der SPÖ-Minister etwa im heimischen Chips- und Halbleitersektor oder im „Bahnland“ Österreich. Im weltweiten Export-Ranking der Bahnindustrie müsse Österreich von Platz sieben wieder zurück auf Platz vier.

Laufende Überprüfung

Die Umsetzung des Maßnahmenbündels werde „anhand von messbaren Kennzahlen“ überprüft, erklärte Hattmannsdorfer laut Mitteilung im Voraus. Dazu gehört der jährliche Bericht einer neugegründeten Taskforce „Industrie“ (bestehend aus Wirtschafts-, Infrastruktur- und Außenministerium sowie Sozialpartnern, Industriellenvereinigung und drei Experten).

Zudem werde die auf zehn Jahre ausgelegte Strategie alle drei Jahre als Ganzes an ihren Zielsetzungen überprüft. „Unser Ziel ist es zu den Top 10 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt zu gehören“, so Hattmannsdorfer.

„Eine Strategie ist auf Jahre aufgelegt“, betonte Hanke in einem Gespräch mit Journalisten. Die Maßnahmen müssten regelmäßig an das reale wirtschaftliche Leben angepasst werden, fügte er hinzu. Der Anteil des Infrastrukturministeriums an der insgesamt 2,6 Mrd. Euro hohen Förderung für Schlüsseltechnologien betrage knapp über 1 Mrd. Euro.

„Neu“ an der Industriestrategie ist laut Hanke die Spezialisierung: „Weg von der Gießkanne hin zu den klaren Technologiesektoren.“ Die Investitionen darin würden auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie schlussendlich auch die Menschen spüren, so Hanke.

12 Postings

lia
vor einem Monat

hab den hajek kürzlich im fernsehen gesehen. nur gestottert. ich kann sie alle nicht mehr sehen, weder bei lanz, noch beim fellner, der sowieso keine diskussionskultur hat und dauernd unterbricht, noch sein sohn, etwas besser. der dornauer und seine eva sind o.k.

 
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    Annalies
    vor einem Monat

    Liebe lia, es gibt viele Diskussionssendungen, die wohl auch spannend und informativ sind. Mich faszinieren die unterschiedlichen Blickwinkel, wobei ich den Hrn.K.P.Liessmann, wohl den mit Abstand spannendsten Gastgeber finde. Leider gibt es seinen Zirkel nur selten. Auch die Sendungen von P.Lendwai waren hervorragend. Die Runde der Chefredakteure im ORF lll ist interessant. Ich achte bei der Auswahl der Sendungen meistens nur darauf, dass keine Politiker aus der aktuellen Regierung dabei sind. Deren Auftritte empfinde ich überwiegend als peinlich. Falls du das Gespräch von Richard David Precht mit Beate Meinl-Reisinger gesehen hast, verstehst du mich sicher.

     
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Annalies
vor 2 Monaten

T-Z: Die Aussagen stammen von Herrn Peter Hajek in einer Diskussionssendung. Vielleicht finden Sie etwas auf seiner Website. Es ging darum, dass 70% der Befragten mit der persönlichen finanziellen Situation zufrieden/einigermaßen zufrieden sind ( er vermutet wegen immens hoher Sparguthaben in Höhe von 300 Mrd.), sich hingegen um den Staat Österreich große Sorgen machen. Hierbei hat er auch erwähnt, dass bis zu 10% der österr. Haushalte finanzielle Probleme haben. Diese Zahlen erscheinen sehr wohl koscher, da sie sich mit veröffentlichten Aussagen der OENB (Dez. 2025) decken.

 
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saguen
vor 2 Monaten

Wirtschaftswunder Politik, niemals hat Politik/er die Wirtschaft gestärkt oder gar Arbeitsplätze geschaffen. Bei all diesen Maßnahmen fehlen mir jene Köpfe, die wirklich Ahnung und Kompetenz besitzen. Es wird wieder ein Geld verschleudern wie so oft......warum kein runder Tisch mit Fachleuten aus der Wirtschaft ???.....

 
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    F_Z
    vor 2 Monaten

    Dir ist aber schon aufgefallen welchen Einfluss die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer auf die ÖVP haben? Denkst du nicht das da Leute aus der Wirtschaft drinnen sitzen?

    Und ein einfaches Beispiel für die Stärkung der Wirtschaft durch die Politik ist z.B. Der Marshallplan. Oder naheliegender: Frag mal jemanden aus der Nachkriegsgeneration nach Bruno Kreisky und Vollbeschäftigung 🙃 (https://www.youtube.com/watch?v=y9AKtiGy2Ks&t=3s). Arbeitsplätze geschaffen hat er...

    Bekommst du deine Infos eigentlich von Insta oder von TikTok? 🙄

     
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    Annalies
    vor einem Monat

    Vielleicht können die "Austrians" helfen! Die drei Nobelpreisträger 2025 haben sich mit der Thematik befasst. Ich verweise auf einen Artikel im KURIER vom 17.01.: 'EIN GRUND FÜR DEN WIRTSCHAFTLICHEN ABSTIEG EU-EUROPAS' http://share google/KNODY8h5gvpXTZVB3

     
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Bahner Bernd
vor 2 Monaten

Nun mal als Advocatus Diaboli : Wenn Industriebetriebe wie zuletzt reihenweise pleite gehen oder abwandern, weil sie zunehmend an Konkurrenzfähigkeit verlieren, wenn Massenentlassungen stattfinden, Steuereinnahmen sinken, Folgekonkurse ganze Landschaften lahmlegen dann wird der Kreis der Bedürftigen unweigerlich größer werden und die ganzen gewünschten Entlastungen und sozialen Projekte wie postuliert, immer weniger finanzierbar. Auch wenn die Gegenfinanzierung etwas fragwürdig ist, die Investition erscheint sinnvoll und kann zur wirtschaftlichen Stabilisierung beizutragen. Vermögens- und Erbschaftssteuern mit Augenmaß könnten aber angedacht werden. Nach der Weltwirtschaftskrise 1929, die die deutsche Industrielandschaft weitgend verelenden ließ, kam es zum Aufschwung des Nationalsozialismus und zur Machtübernahme durch Hitler.

 
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Ich meine, dass ...
vor 2 Monaten

... wir enormes Potential im Chipssektor haben 😂, dann kann auch die enorme Überproduktion an Kartoffeln sinnvoll verwendet werden ...

 
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    F_Z
    vor 2 Monaten

    Nja, mal ein Zahlenspiel: In Österreich werden pro Jahr 700.000 bis 800.000t Kartoffel produziert. 2025 war ein gutes Jahr - nehmen wir 1.000.000t Kartoffel zu je ca. 150g (ein Durchschnittswert) - dann ergibt das 6,67 Milliarden Kartoffel. Gegenüber stellen wir den größten heimischen Chip-Produzent mit über 8 Milliarden Chips pro Jahr (in Österrreich). So um die 280 Unternehmen in Österreich mit ca. 72.000 Mitarbeitern gehören zur Halbleiterindustrie - und die wachsen ganz gut...

    Bitte nicht immer nur jammern

     
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Shusha
vor 2 Monaten

Meiner Meinung nach ist das ein weiterer Beweis dafür, dass Politiker nicht für die Bevölkerung, sondern zumeist für andere Interessen arbeiten. Nun sollen also Milliarden an die Industrie fließen, inkl. subventioniertem Industriestrompreis und massiven Investitionen in Schlüsseltechnologien. Natürlich kann es wirtschaftspolitisch verstanden werden, dass man „international konkurrenzfähig“ bleiben will – aber was heißt das konkret für den Normalbürger? Günstiger Strom für Großbetriebe wird damit begründet, dass so Arbeitsplätze gesichert werden. Gleichzeitig steigen Mieten, Energiepreise und Lebenshaltungskosten für uns Bürger*innen weiter an, während unser Steuergeld dafür herhält, Profite zu stabilisieren statt echte Entlastung zu schaffen. Und wo bleibt der soziale Ausgleich? Wo sind langfristige Entlastungen bei alltäglichen Belastungen – bei Wohnkosten, Pflege, Gesundheit, Bildung, Mobilität? Dass zeitgleich über eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel verhandelt wird, wirkt wie ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn auf der anderen Seite Milliarden in Großindustrie fließen. Meiner Meinung nach ist genau das symptomatisch für unsere politische Realität: -Wir wählen -Versprechen werden gemacht -Und am Ende fühlen wir uns hintergangen und für dumm verkauft Es ist schwer, da noch Vertrauen zu behalten, wenn die politisch Verantwortlichen so handeln, als seien Wählerstimmen austauschbar – unterm Strich geht es um Macht und um das Wohl der Wirtschaftseliten, nicht um das Wohl der Menschen.

 
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    Annalies
    vor 2 Monaten

    Was glauben Sie, woraus u.a. unser teures' Sozialsystem finanziert wird? Geht es der Wirtschaft gut, dann geht's auch uns gut. Ich hoffe, dass die staatlichen Investionen und die Senkung der Strompreise ausreichen um den Standort Österreich zu stärken und ihn wieder wettbewerbsfähig zu machen. 'Die Eliten versus das Volk', diese Klassenkampfparolen kann man sich sparen. Ich verstehe, dass der ultralinke Flügel in der SPÖ eine Daseinsberechtigung braucht, aber...... Fakt ist, dass ca. 300000 Haushalte in Österreich finanziell schwer über die Runden kommen. Für sie hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Zuschüsse gegeben. Im Übrigen wurde ein Sozialtarif bei den Strompreisen für einkommensschwache Haushalte bereits bechlossen. Der Rest der Bevölkerung sieht wirtschaftlich, laut jüngsten Umfragen, positiv in die Zukunft (lt. Hajek-Institut).

     
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      F_Z
      vor 2 Monaten

      verlink mir doch ma bitte die Umfrage vom Hajek-Institut - die zitierten Zahlen scheinen mir nicht ganz koscher...

       
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