Am 20. Jänner wird der Tristacher See zum Mordschauplatz, dann nämlich feiert der Osttirol-Landkrimi „Schnee von gestern“ Premiere. Die Dreharbeiten fanden von November bis Dezember 2023 unter anderem in Tristach, Lienz, Schlaiten und Kals statt.
Für den von David Wagner nach einem Drehbuch von Ivo Schneider inszenierten Fall rund um einen Ort auf der Suche nach einer Zukunftsperspektive und alte Schuld, standen neben den Hauptprotagonisten Simon Morzé und Marlene Hauser auch der gebürtige Lienzer Michael Rotschopf – als Bürgermeister Walter – sowie Johann Wolfgang Lampl, Fanny Krausz, Gerhard Liebmann, Kristina Sprenger, Johanna Orsini sowie Ferdinand Seebacher vor der Kamera.
Zum Inhalt: Umweltlandesrat als Mordopfer
Im Tristacher See bei Lienz in Osttirol schwimmt eine männliche Leiche. Bei dem Toten handelt es sich um den Tiroler Umweltlandesrat Konrad Schett, der allem Anschein nach ertrunken ist und laut Obduktion ziemlich wenig Blut im Alkohol hatte. Schett war nach einem Termin mit den Finanzlandesräten aller Bundesländer auf dem Weg in ein Osttiroler Seitental – nach Inner Ainöd, wo er allerdings nie angekommen ist.
Der Fall ruft Chefinspektor Martin Steiner (Simon Morzé) und Chefinspektorin Melanie Grandits (Marlene Hauser) auf den Plan, obwohl zunächst gar nicht sicher ist, ob es sich um einen Mordfall handelt. Als sich herausstellt, dass Schett nicht betrunken in den Tristacher See gefallen ist, sondern bereits tot war, als er hineingeworfen wurde, wird es für die beiden richtig mühsam. Die Ermittlungen führen zunächst Martin und später auch Melanie nach Inner Ainöd, eine verschrobene und raue Dorfgemeinde, in der die Uhren offenbar noch anders gehen. Eine Gemeinde, die seit Langem darum kämpft, dass die letzten Bewohner:innen nicht auch noch absiedeln.





Dynamisches Ermittler-Duo
Über seinen Landkrimi-Charakter äußert sich Simon Morzé wie folgt: „Martin Steiner ist ein Ermittler, der seinen Job liebt und sehr ernst nimmt. Er ist keiner, der laut auf den Tisch haut, sondern eher jemand, der genau hinschaut und hinhört. Gerade im Zusammenspiel mit Melanie Grandits entsteht da eine gute Dynamik – manchmal führt das zu Konflikten, aber genau das macht es spannend.“
Außerdem gerate seine Figur schnell „in ein Geflecht aus alten Geschichten, Geheimnissen und Spannungen innerhalb einer Dorfgemeinschaft. Je tiefer er und seine Kollegin graben, desto klarer wird, dass hier vieles schon lange unter der Oberfläche brodelt, was ihn auch persönlich ganz schön herausfordert.“ Seine Ko-Ermittlerin hingegen erwartet im Osttirol-Film „eine schlaflose Nacht in einem Wellnesshotel und das Eingeständnis, dass die Sorgen um ihren Kollegen Martin Steiner vielleicht mehr sind als rein beruflicher Natur", erläutert Marlene Hauser.
Dolomitenstadt-Podcast mit Simon Morzé – Wenige Monate vor den Krimi-Dreharbeiten in Osttirol, erklomm Hauptdarsteller Simon Morzé eine weitere Sprosse seiner schaupielerischen Karriereleiter im großartigen Weltkriegsepos „Der Fuchs“. Wir haben damals sowohl den Regisseur Adrian Goiginger als auch Morzé zu einem Gespräch eingeladen. Hier der im Frühjahr 2023 aufgezeichnete Podcast mit Simon Morzé:
„Schnee von gestern“, ORF-Landkrimi aus Osttirol, Dienstag, 20. Jänner, 20.15 Uhr in ORF 1; bereits 24 Stunden vorab auf ORF ON.
5 Postings
Schreiben kann er (Gerhard Pirkner)
Mehr ist über diesen Osttirol Landkrimi nicht zu sagen !!!! BRAVO
Nicht einmal die grandiose Musik kann dieses blamable, einfältige Werk retten. Unglaublich!
Einzelne schauspielerische Leistungen haben mir gut gefallen. Aber insgesamt hätte ich mir mehr erwartet. Schade. Vermisst habe ich v.a. mehr typische Osttiroler Dialekte. Dafür hatte das Opfer wenig Blut im Alkohol *schmunzel*
Ich muss ehrlich sagen: Diesen Landkrimi habe ich kaum ertragen. In naiver Hoffnung auf eine Qualität wie beim ersten Kärntner Landkrimi „Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist“ (Regie: Andreas Prohaska, Drehbuch: Thomas Weingartner, Exil-Osttiroler) wurde ich eines Besseren belehrt. Was hier geboten wird, ist von Anfang bis Ende enttäuschend. Selbst Gerhard Liebmann – den ich sehr schätze und der bereits im Kärnter Landkrimi den liebenswürdigen und etwas naiven Dorfpolizisten miemt– kann in seiner Nebenrolle im Osttiroler Pendant nichts mehr retten. Das Ganze wirkt wie ein lieblos zusammengestückeltes Machwerk, das über die gesamte Laufzeit hinweg vor allem eines ist: Zeitverschwendung. Schade um die vertane Chance. Osttirol hätte deutlich Besseres verdient – und eine Umsetzung, die das Potenzial der Region endlich würdig und mit erzählerischem Anspruch in einem unterhaltsamen, gehaltvollen österreichischen Film verankert.
Hab mir dieses Werk gerade auf ORF ON angetan....habe bis zum Schluss ausgehalten, haarsträubend....kopfschüttel...absolute Fassungslosigkeit....als eingefleischter Landkrimifan blutet mir das Herz.....ich werde sicherlich einige Zeit benötigen, bis ich darüber hinweg gekommen bin.
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