Nach einer intensiven Modernisierungs- und Instandhaltungsphase wird die Pustertalbahn am Dienstag, 27. Jänner, wieder in Betrieb genommen. Bereits heute, 20. Jänner, wurde die Rampe Sonneck an der Pustertaler Staatsstraße (SS49) in Schabs wieder für den Verkehr freigegeben. Sie war im Sommer für die Arbeiten am neuen Bahnhof Schabs gesperrt worden.
Die Erneuerung der Bahnstrecke wurde von der italienischen Infrastrukturgesellschaft RFI gemeinsam mit dem Land Südtirol und dem Ministerium für Infrastrukturen und Verkehr koordiniert. Ziel sei gewesen, Sicherheit, Effizienz und Zugänglichkeit zu verbessern, die Fahrzeiten zu verkürzen und die Anbindung an das nationale Netz zu optimieren, wird in einer Aussendung erklärt.
Mit der Wiedereröffnung soll die Bahn ihre Rolle als zentrale Achse des öffentlichen Nahverkehrs stärken und nachhaltiges Pendeln fördern. Landesrat Daniel Alfreider betont, die Arbeiten hätten vor allem die Zuverlässigkeit und Nutzerfreundlichkeit der Infrastruktur erhöht.

Auf der 27 Kilometer langen Strecke zwischen Mühlbach und Bruneck wurde die Oberleitung vollständig erneuert, auf weiteren 20 Kilometern bis Innichen der Fahrdraht ausgetauscht. Insgesamt wurden 500 neue Masten, Leitungen und Ausleger installiert. In Vintl ist die Kreuzungsstelle mit Bahnsteigen, Unterführung und Aufzügen wieder in Betrieb, in Mühlbach wurde das zweite Gleis erneuert.
Weitere Maßnahmen umfassten Hang- und Sicherungsarbeiten in Franzensfeste, Percha, Olang und anderen Abschnitten, die Wartung von Brücken und Tunneln sowie die Reinigung und Aufwertung der Gleisanlagen. Die Kosten für diese Arbeiten, getragen von RFI, betragen über 10 Millionen Euro.
RFI und das Land investierten zudem mehr als 7,5 Millionen Euro in die Sanierung von 13 Bahnhöfen entlang der Strecke – darunter Mühlbach, Bruneck und Innichen. Dabei wurden Bahnsteige, Überdachungen, Gehsteige und taktile Leitsysteme erneuert, 18 Aufzüge installiert oder modernisiert sowie Beleuchtung, Videoüberwachung und Lautsprechersysteme verbessert. Auch die öffentlichen Räume und Parkplätze wurden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden aufgewertet.
Als Schlüsselprojekt der künftigen Bahnmobilität gilt die im Bau befindliche Riggertalschleife mit 3,8 Kilometern Länge, einer 190 Meter langen Brücke und einem 800 Meter langen Tunnel. Das Bauvolumen beträgt 251 Millionen Euro, finanziert aus nationalen und europäischen Mitteln.
2 Postings
Wie kommst du denn auf die Idee? Richtung Kärnten funktioniert das ja ganz gut. Und wenn du einen Direktzug nach Innbruck willst, nutzt dir ein Ausbau bei uns gar nix -solange Südtirol eingleisig ist und einen so dichten Takt fährt...
Jetzt fehlt nur noch bei uns eine Zweigleisigkeit, dann könnte die Bahn wesentlich effizienter genutzt werden!
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