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Simon Morzé findet keinen Anschluss in Osttirol. Sehr seltsam. Foto: ORF Pressebild

Simon Morzé findet keinen Anschluss in Osttirol. Sehr seltsam. Foto: ORF Pressebild

Wie hat euch denn der „Osttirol Krimi“ gefallen?

Ich war irgendwie negativ fasziniert von diesem seltsamen filmischen Machwerk.

Starr blickende Einfaltspinsel taumeln mehr oder weniger nüchtern durch wahllos zusammengewürfelte Szenarien und Jahreszeiten, murmeln Zusammenhangloses in seltsamen Phantasieidiomen, verfolgen oder vertuschen einen Mord an einem gesichtlosen Politiker in einem ebenso undefinierbaren wie düsteren und vollkommen leblosen Dorf, das – wie könnte es anders sein, „Inner-Ainöd“ heißt und in Osttirol angesiedelt ist, warum auch immer.

Zwecklos, hier noch einmal das zu replizieren, was als „Handlung“ in Summe einen Kriminalfall hätte ergeben sollen, oder wenigstens den Rahmen für gut gemachte Satire oder – auch das wäre ein Fluchtweg für die Regie gewesen – für surreale Kriminalfilm-Avantgarde, die ländliche Traditionalismen verarscht. 

Wie sich eine klarerweise wenig motivierte Schauspielertruppe hier zähflüssig durch eineinhalb Stunden und amateurhaft gebastelte Fake-Locations schleppt, bekleckert mit Ketchup-Blut und begleitet von eigens dazu komponierter Franui-Musik, das muss man erst einmal zusammen- und auf den Bildschirm bringen! 

Man kann den Akteuren vermutlich nichts vorwerfen, außer, dass sie diese Rollen angenommen haben, aber Simon Morzé gelang es in keiner Sekunde, Ermittler zu sein, Marlene Hauser versuchte es nicht einmal, einzig Michael Rotschopf ließ kurz professionelle Klasse aufblitzen und uns Einheimische hören, dass er das Oschttirol-SCH an den richtigen Stellen im Text platzieren kann. Wurscht!

Naja, es ist vorbei, der ORF hat seine Schuldigkeit getan und die Cine Tirol wird sich so oder so auf die Schulter klopfen, sie hat wieder einmal, so die Eigendefinition „positive Effekte im wirtschaftlichen, medialen und filmtouristischen Sinne ausgelöst und filmische Beiträge zur Steigerung der Bekanntheit und Beliebtheit der Marke Tirol geleistet.“ Danke, ich wende mich wieder den Streaming-Plattformen und echten Krimis zu. 

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

13 Postings

isnitwahr
vor 11 Minuten

Grottenschlecht, nach elendalangen 15 Minuten auf ein anderes Pogramm geschalten. Der Krimi war selbst eine Inner-Einöde...

 
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Edi1913
vor 14 Minuten

Der qualitative Unterschied, sogar zu über 20 Jahre alten Tiroler Mitterer-Tatorts könnte größer nicht sein.

 
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senf
vor 18 Minuten

Die ersten sechs Zeilen im Kommentar von Herrn Pirkner sagen alles!

 
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kritisch
vor 26 Minuten

Um es in einem Wort auszudrücken "KATASTROPHAL" !!!! Osttirol und seine Einwohner wurden wieder mal als "hochalpines Trottelvolk" dargestellt. Alleine der Ortsname „Inner-Ainöd“ - wem so etwas einfällt, der hat vermutlich Hintergedanken !? Eigenartig, dass es die bisherigen Landkrimis durchaus auf akzeptables "Kriminiveau" geschafft haben ...

 
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Karo1
vor 31 Minuten

So einen Schwachsinn habe ich selten gesehen.

 
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Bahner Bernd
vor 53 Minuten

Bereits innerhalb von 5 Minuten war zu erkennen, dass dieser Landkrimi nur anöden kann. Habe dann auf ORF 2 zum Trumpreport umgeschaltet, mit sicher größerem Gewinn.

 
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pizzi1014
vor 54 Minuten

Da hat der Drehbuchautor wohl zu viel "Piefke Saga" geschaut. Der schwächste Landkrimi seit langem (ever?).

 
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Spitzkofel
vor einer Stunde

Ich fand den Landkrimi einfach nur seltsam und befremdlich! Die Schauspieler können vermutlich noch am wenigsten dafür!

Prädikat (außer so mancher schönen Osttiroler Landschaft): nicht wirklich sehenswert!

 
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pats
vor einer Stunde

Irgendwie versuchte der Film auf merkwürdige Art und Weise lustig zu sein...ist ihm so oder so nicht gelungen. Auch die spielerische Qualität war überschaubar - gleichte eher einer Projektarbeit einer Erstsemesterklasse der Schauschpielakademie. Der einzige der gut gespielt hat war der Herr Bürgermeister ;)

 
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Winkelhaue
vor einer Stunde

Drehbuch, Handlung, schauspielerische Leistung, eigentlich alles grottenschlecht und unprofessionell. Hoffentlich ist das keine schlechte Werbung für Franui, Die Musik ist zu schade für so einen Müll.

 
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Kapatieme
vor einer Stunde

Vermutlich zuviel erwartet ! Ein Pulp Fiction ist es auf alle Fälle nicht geworden. Kann auch am Drehbuch, Regisseur ect. liegen. Ob da die Schauspieler viel dafür können weiss ich nicht. Im Kinofilm der Fuchs hat mir Simon Morze gut gefallen.

 
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ufo_99
vor einer Stunde

Da muss ich absolut zustimmen, dieser Landkrimi ist ziemlich verunglückt...

 
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    unholdenbank
    vor 52 Minuten

    Eigentlich wollte ich diesen Film gar nicht ansehen. Meine Oschttiroler Neugier hat dann doch gesiegt. Bin bitter enttäuscht über dieses zusammenhangslose Machwerk. Krampfhafte Szenen, kein stringenter Handlungsstrang - vermutlich bin ich zu altmodisch oder zu blöd. Schade um die Guck-Zeit, wie man auf Neugermanisch sagt.

     
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