Jadranko Hodzic ist erst seit Mai 2025 Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin im Bezirkskrankenhaus Lienz und doch schon mit vielen Anliegen und auch Ansichten der Menschen in Osttirol vertraut.
Der Arzt, der sechs Sprachen spricht und in Tuzla und Innsbruck promoviert hat, hat sich sehr schnell den Ruf erworben, ein guter Zuhörer mit viel Empathie zu sein. Die soziale Nähe und Überschaubarkeit des ländlichen Raumes sieht er meist als Stärke und Vorteil, manchmal aber auch als Hindernis wenn es darum geht, offen mit psychischen Problemen umzugehen.
Hier ortet Hodzic noch immer falsche Vorurteile, Angst vor Gerede und die verbreitete Meinung, psychische Probleme müsse man selbst in den Griff bekommen. „Depression ist keine Charakterschwäche,“ unterstreicht er. Seine Vortragsreihen sieht der neue Psychiatrie-Primar als „Entstigmatisierungs-Kampagne“.
Im Podcast-Gespräch mit Gerhard Pirkner spricht Jadranko Hodzic über Warnsignale, die einer Depression vorausgehen. Er skizziert den unterschiedlichen Umgang von Männern und Frauen mit psychischen Erkrankungen und warnt vor der Gefährlichkeit von Depressionen im Alter.
Auch Demenz wird zum Thema und die Situation vor Ort im Krankenhaus Lienz, dessen psychiatrische Abteilung aus allen Nähten platzt.
Ein Posting
Sehr interessanter Podcast. Warum nur 30 Minuten Gespräch? Es gab schon längere Podcasts auf Dolomitenstadt.
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