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Der Ölpreis fällt, die Zapfsäule bleibt teuer

Der entscheidende Preistreiber sind hohe Aufschläge entlang der Lieferkette.

Während die Rohölpreise deutlich gesunken sind, bleibt die Entlastung für Autofahrende an der Zapfsäule weitgehend aus. Neue Auswertungen des Momentum Instituts zeigen: Der entscheidende Preistreiber sind weiterhin hohe Aufschläge entlang der Lieferkette. Die Bundesregierung hat eine Spritpreis-Kommission eingesetzt, die am 29. Jänner erstmals zusammentrat. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie dringend der Handlungsbedarf ist.

Hauptgrund für rasant steigende Treibstoffpreise war der russische Angriff auf die Ukraine. Die Analyse der aktuellen Preisbestandteile von Benzin und Diesel offenbaren, dass zwar die aktuellen Preise im Vergleich zum Durchschnitt nach Kriegsbeginn (Benzin: 1,61 €/Liter, Diesel: 1,72 €/Liter) bereits leicht gesunken sind, aber weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau liegen (Benzin: 1,22 €/Liter, Diesel: 1,26€/Liter).

Beim Benzin beträgt der aktuelle Preis 1,46 Euro pro Liter. Der darin enthaltene Aufschlag liegt bei 25 Cent, vor dem Krieg waren es 18 Cent. Beim Diesel liegt der Preis aktuell bei 1,49 Euro pro Liter, mit einem Aufschlag von 35 Cent – gegenüber 23 Cent vor dem Krieg.

Damit sind die Aufschläge bei Benzin um 7 Cent, bei Diesel um 12 Cent pro Liter höher als im Vorkriegszeitraum. Das Rohöl selbst liegt aber aktuell nur 0,1 Cent/Liter über dem 5-Jahres-Schnitt vor Kriegsbeginn.

„Es ist nicht das Rohöl. Die Preisaufschläge der Raffinerien machen Tanken teurer als nötig.“

Oliver Picek, Chefökonom am Momentum Institut.

In den vergangenen Monaten hat sich der Rohölpreis vom Endverbrauchspreis zunehmend entkoppelt. Während der Rohölpreis im Vergleich zu Anfang 2024 deutlich gefallen ist, reagieren die Preise für Benzin und Diesel nur schwach und verzögert.



Mit der asymmetrischen Weitergabe von Preisänderungen an der Tankstelle wirkt der Marktmechanismus zulasten der Konsument:innen. „Mehr Wettbewerb allein kann das Preisproblem nicht lösen. Kein Mineralölkonzern der Welt wird direkt neben die Raffinerie in Schwechat eine zweite Raffinerie stellen. Das wäre unwirtschaftlich. Wenn die meisten Tankstellen Ostösterreichs indirekt von einer Raffinerie beliefert werden und die ihre Marktmacht ausnützt, muss der Staat eingreifen und die Preisaufschläge regeln“, so Picek.

Bis zu 133 Euro Ersparnis mit niedrigeren Preisen

Wären die Aufschläge heute so hoch wie vor dem Kriegsausbruch, würden Autofahrende spürbar weniger zahlen: Bei Benzin wären es rund 8 Cent pro Liter weniger, was eine jährliche Ersparnis pro Benzin-Pkw von etwa 59 Euro bedeuten würde (bei durchschnittlich 6,7 l/100 km Verbrauch und 10.836 km Fahrkilometern im Durchschnitt).

Die Vorkriegspreise beim Diesel waren um rund 14 Cent pro Liter niedriger. Gäbe es diese noch heute, bedeutet das pro Diesel-Pkw und Jahr etwa 133 Euro Ersparnis (bei 6,4 l/100 km Verbrauch und 14.627 km Fahrkilometern). „Gerade in einer Phase hoher Lebenshaltungskosten ist das für viele Haushalte ein relevanter Betrag – insbesondere für jene, die auf das Auto angewiesen sind“, gibt Picek zu bedenken.

Die Bundesregierung muss rasch handeln

Die anhaltend erhöhten Aufschläge schlagen sich auch in beträchtlichen Zusatzerlösen nieder. Im Vergleich zum Vorkriegsniveau ergeben sich beim Benzin rund 87 Millionen Euro und beim Diesel rund 207 Millionen Euro Mehreinnahmen für die Raffinerien.

Mit dem Start der Spritpreis-Kommission am 29. Jänner liegt nun ein Instrument auf dem Tisch, um diese Entwicklung systematisch zu untersuchen. „Die Bundesregierung muss handeln und die Preise regeln, nur untersuchen reicht nicht. Seit vier Jahren verlangen die Raffinerien Extra-Preisaufschläge. Deren Zusatzgewinne gehen auf Kosten der Autofahrer:innen, der Geschäftsleute, die auf Treibstoff angewiesen sind, und verzögern die Energiewende“, so Picek abschließend.

20 Postings

wolf_C
vor 16 Stunden

Schon cool so a Pendlerpauschale komplett gratis

 
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wianui
vor 20 Stunden

Mehr als die Hälfte des Dieselpreises sind Steuern. Mineralölsteuer, CO2 Abgabe plus 20 % Mehrwertsteuer (MWSt auf alles - ja auch auf die Steuern "Steuer auf Steuer"). Wer ernsthaft glaubt, der Staat hätte ein Interesse an sinkenden Treibstoffpreisen, soll mir bitte erklären, warum er an jeder Preiserhöhung automatisch mitverdient.

Beim Strom ist es übrigens dasselbe Spiel.

 
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Ist es so
vor 2 Tagen

Kann nicht teuer genug sein, dass endlich ein weltweites Umdenken eintritt!

So kanns nicht weitergehen, auch wenn solche Trottel wie Trump glauben, er könnte Geld essen und deshalb alles tut, sich und seine Freunde mit umweltschädlichen Kraftstoffen noch weiter zu bereichern, in dem er die Öllobby forciert und alle grünen Technologien verteufelt!!! Aber auch er wird vorüber gehen und man kann echt nur hoffen, dass wieder vernünftigere Menschen die Geschicke der Völker leiten.

 
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jj.ll.
vor 2 Tagen

1% der Weltbevölkerung produziert 16% der Treibhausgase. 5 Mia produzieren andere 16%. 68% werden von den restlichen 3,2 Mia produziert. Wenn man bedenkt, wieviel die 1% Steuern auf den Energiekonsum zahlen, dass das grösste Einsparpotential wohl bei den 68% liegt und dass solche Berechnungen meistens nur die halbe Wahrheit sind, sollten wir schön ruhig unseren Treibstoffpreis akzeptieren. Wir brauchen keine Planwirtschaft, sondern politische Rahmenbedingungen, fie es der Wirtschaft und der Gesellschaft erlauben, den Co2-ausstoss zu reduzieren.

 
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unholdenbank
vor 3 Tagen

Eigentlich kann mineralischer Treibstoff gar nicht teuer genug sein. Seit 2 Jahrhunderten wird Material aus der Erde geholt, das das Sonnenlicht in Millionen von Jahren gespeichert hat. Wir Menschen verbraten das innert weniger Jahrzehnte. Da kann nicht gut gehen - wir merken das ja sehr wohl am derzeitigen Klimadesaster. So wird weiterhin die Atmospäre mit Kohlendioxid, Stickoxiden und Abwärme vollgestopft und wir tun so, als ob uns das nichts anginge. Hauptsache wir können "billig" tanken. Das wird schneller als geahnt zum Wärmetod der Erde führen. Aber egal, Hauptsache die Menschen können billig tanken. Wenn man bedenkt, wieviel energetischer Aufwand nötig ist, um einen Liter Benzin aus Rohöl zu gewinnen (Exploration, Förderung, Transport, Raffination, Verteilung), kann man sich nur wundern, dass das Zeug noch so billig ist. Dazu kommt noch, dass der Autoverkehr aus einem Liter Benzin, wenns gut geht, etwa 30% aus der beinhalteten Energie (inkl. Verlust im Getriebe, Reifen, Luftwiderstand) in Bewegung umsetzt, muss man sich fragen, ob wir noch bei Trost sind. Menschen - wirklich eine seltsame Spezies.

 
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    DSK
    vor 3 Tagen

    Immer locker bleiben! Zu Tode gefürchtet, ist auch gestorben. Der Verkehr wird eh zunehmend elektrifiziert. Dauert halt noch bis ausreichend Strom vorhanden ist. Was die Klima/Umweltschützer seltsamerweise nie erwähnen, sind die katastrophalen Auswirkungen der massiven Überbevölkerung, vorallem im globalen Süden. Aber gut, dass regelt sich durch die Erwärmung mittelfristig von selbst. Bis dahin bin ich klar bei den Postern weiter unten....Fantasiepreise/Luftsteuern, Planwirtschaftsunsinn, usw. sind klar abzulehnen. In einer Industriewüste ist gar nichts grün, da blüht nur der Faschismus!

     
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      TW-WU
      vor 3 Tagen

      "Der extreme Konsum der Reichen und Superreichen beschleunigt laut Datenanalysen der Entwicklungsorganisation Oxfam die Erderwärmung in geradezu obszöner Weise. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung verursachte so viele klimaschädliche Treibhausgase wie die fünf Milliarden Menschen, die die ärmeren zwei Drittel ausmachen,... "

      https://www.derstandard.at/story/3000000195900/oxfam-bericht-reiche-leben-extrem-klimasch228dlicher-als-arme-menschen

      https://www.theguardian.com/environment/2026/jan/10/world-richest-used-fair-share-emissions-2026-oxfam

       
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      defi
      vor 2 Tagen

      🌍 Vor etwa 100 Jahren Um 1920–1927 lebten auf der Erde etwa ~2 Milliarden Menschen. Das war nicht genau 1920, sondern ungefähr Mitte der 1920er-Jahre, als die Marke von 2 Milliarden überschritten wurde.

      ➡ Also: Ja — vor ~100 Jahren waren es in etwa 2 Milliarden Menschen.

      🌍 Heute (2025/2026) Die aktuellsten Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer demografischer Daten zeigen, dass die Weltbevölkerung über 8 Milliarden liegt (meist etwa 8,1–8,3 Milliarden).

      Krass, wie gehts weiter? Kein Ende der Überbevölkerung in Sicht.

      🌍 Beispiel aus dem UN-Mittelszenario: Peak ca. Mitte der 2080er: ~10,3 Milliarden Menschen

      Danach beginnt die Zahl allmählich zu fallen gegen Ende des Jahrhunderts (~2100 ca. 10,2 Milliarden) Die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb dieses Jahrhunderts einen globalen Bevölkerungs­höhepunkt gibt, wird mit etwa 80 % eingeschätzt.

       
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      chiller336
      vor 2 Tagen

      da müssen wir ja quasi froh sein, denn wenn die restlichen zwei drittel nicht ärmer wären, würden wir wohl alle schon verkocht sein .... oder?

       
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    DSK
    gestern

    Kontext zur Berechnung der linken oxfam? 24% leben mit weniger als 5$/Tag, 52% mit weniger als 10 und 81% mit weniger als 30$. Global gesehen gilt man schnell einmal als "Superreich". Schäme ich mich für meinen Wohlstand? Nein. Bin ich bereit auf vieles zu verzichten? Nein! Warum sollte ich?

     
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NurMeineMeinung
vor 3 Tagen

Und hätte der böse Trump nicht ‚Drill, baby, drill‘ gesagt, hätten wir heute ganz andere Preise. Außerdem wirken sich die Ölpreise auch auf andere Produkte aus.

 
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PlusPol
vor 3 Tagen

Die Bundesregierung braucht keine Sonderkommission einzusetzen. Die soll die Steuern senken. Zirka 15 cent macht schon einmal die Co2-Steuer aus, die seit 2022 ständig steigt. Dann kommt erst die Mineralölsteuer mit über 50cent pro Liter.

 
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lia
vor 3 Tagen

falsch, am meisten, ca. 70%, kassiert der staat, also wir alle.

 
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    karlheinz
    gestern

    @lia.... und wieviel von den von Ihnen angeführten Prozenten vergibt der Staat fast unbegründet ins Ausland?? Das sind nicht "wir alle"! Diesbezüglich will ich nicht konkreter werden.

     
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      Ist es so
      gestern

      Ach Sie typischer FPÖ'ler, immer gegen alles "ausländische"...

       
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    karlheinz
    gestern

    @Ist es so: Kann jemand anderer sonst nicht auch eine persönliche Meinung haben? Ihre Ansichten sind mir aber egal.

     
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      nachdenken
      vor 21 Stunden

      karlheinz ist wahrscheinlich gegen (vieles) ausländische, aber für Hausverstand ! 👍🏻

       
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steuerzahler
vor 3 Tagen

Und wieder eine Nebelgranate vom Momentum Institut. Die Aussagen geben nur die halbe Wahrheit wieder. Nicht nur die Raffinerien verdienen ein wenig mehr. Es gibt ja auch noch die gestiegene CO2 Bepreisung, die Mineralölsteuer, die Mehrwertsteuer usw. Der größte Anteil geht zum Staat, der Raffinerieabgabepreis ist wesentlich kleiner.

 
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    unholdenbank
    vor 2 Tagen

    ====>@Steuerzahler, Ihr Zitat: " Der größte Anteil geht zum Staat, der Raffinerieabgabepreis ist wesentlich kleiner." Das ist eh gut so. Der "Staat" muss ja auch für die Kosten dieses exorbitanten Ölkonsums geradestehen: Straßenbau, Kosten der Unfallfolgen, Kosten der Vergiftung mit Abgasen, Reifenabrieb, Schadstoffe aus der Autoproduktion samt deren Umweltprobleme, Umweltverschmutzug bei der Förderung und dem Transport des Erdöls, Kosten bei Explorationsunfällen (Bohrinseln, Tankerunfälle) usw. - oder glauben Sie, dass das die Ölfirmen aus der eigenen Tasche bezahlen? Selbst wenn Versicherungen einen Teil übernehmen, bleibt doch der Großteil an den Staaten hängen. Wir Menschen haben uns halt schon so sehr an diese Bequemlichkeiten gewöhnt, dass wir gar nicht mehr klar denken und handeln können, ja und auch nicht wollen. Denkende Mitbürger, die mahnende Worte sprechen, werden dann gleich ins Fach der Spaßbremser und Nörgler gesteckt und manchmal sogar als Irre diffamiert.

     
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      kritisch_gesehen
      gestern

      @unholdenbank : "Der Staat muss ja auch für die Kosten diesee exorbinanten Ölkonsums geradestehen: ...." Nicht korrekt: es sollte eine Zweckbindung der div. fahrzeugbezogenen Steuern geben. Statt dessen werden Unsummen für unnötige Projekte - wie überbreite Radwege, unnötige Zusatztafeln an Verkehrszeichen, usw. - ausgegeben. Woanders fehlen die Mittel. Die Gemeinde Wien brüstete sich im vergang. Jahr 20 Km Radwege gebaut zu haben und somit tausende Parkplätze "vernichtet" zu haben. Und die vielgepriesene Begrünung besteht aus lediglich Schotterflächen wo die Vierbeiner gassi gehen, der Kot vertrocknet und der Wind bläst es "fröhlich" durch die ganze Stadt. Der Handel wandert aus der Stadt, die Einnahmen stagnieren, die Schulden steigen. Ist das normal? Die Einsicht kommt bis alles zugesperrt ist - dann wird man wieder neue Steuern/Abgaben einführen wollen. Lienz u. Osttirol sollte diesen Irrweg nicht gehen, es wäre schade!

       
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