Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

Grüne nach RH-Bericht: Land soll Köll in die Pflicht nehmen

„Wer finanziellen Schaden verursacht, kann ihn nicht einfach allen Steuerzahler:innen überantworten.“

Die Tiroler Grünen, deren Dringlichkeitsantrag an den Landtag den nun vorliegenden Prüfbericht des Bundesrechnungshofes zur Finanzgebarung der Gemeinde Matrei ins Rollen brachte, sehen sich durch das Ergebnis der Prüfung bestätigt und fordern jetzt Konsequenzen.

Der Grüne Klubobmann Gebi Mair hält eine Schadenersatz-Forderung an den ehemaligen Bürgermeister Andreas Köll für denkbar: „Bei der GemNova mussten die Tiroler Steuerzahlerinnen und Steuerzahler tief für das Millionendebakel in die Tasche greifen. Dabei wurden die ehemaligen ÖVP-Funktionäre von SPÖ und ÖVP explizit aus der Haftung genommen. Dieser Fehler darf sich in Matrei nicht wiederholen.“

Ende Jänner 2022 gab Andreas Köll seinen Rücktritt aus der Gemeindepolitik bekannt, nicht ohne minutiös aufzuzählen, wie viele Euro-Millionen sein Wirken für Matrei gebracht habe. Der Rechnungshof sieht das offenbar nicht so. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Mair fordert, entsprechend den Empfehlungen des Rechnungshofes, Schadenersatz gegen Altbürgermeister Andreas Köll (ÖVP) zu prüfen. Der Rechnungshof stelle jedenfalls fest, dass zu prüfen sei, ob vorsätzliche oder fahrlässige Rechtsverletzungen bei Grundstücksgeschäften durch Köll vorgenommen wurden.

„Wer finanziellen Schaden verursacht, kann ihn nicht einfach allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern überantworten. Vor allem wenn es möglicherweise sogar vorsätzliche Rechtsverletzungen gab. Wir verlangen, dass die schwarz-rote Landesregierung hier Gerechtigkeit walten lässt und nicht schon wieder die schützende Hand über Millionenschäden ihrer Funktionäre hält“, sagt Mair in einer ersten Aussendung zum RH-Bericht.

„Transparenz schützt vor neuerlichen Fehlern. Wir wollen, dass die Gemeinde Matrei endlich wieder handlungsfähig wird. Dafür müssen die damaligen Verantwortlichen auch zu ihrer Verantwortung stehen. Diese Verantwortung muss die schwarz-rote Landesregierung einfordern.“

4 Postings

Annalies
vor einer Stunde

Macht zu ge(miss)brauchen ist das Eine, aber die Möglichkeit dazu bietet das System, die sogenannten Nutznießer und Mitläufer. Dass der finanzielle Schaden in Matrei enorm werden konnte, resultiert aus dem jahrzehntelangen 'Treiben' Kölls, aber auch seiner, teilweise 'familiären' Gefolgschaft, dem System Köll. Niemand schien dem Ganzen Einhalt gebieten zu können/dürfen. Ich unterstelle ihm dabei keinesfalls Böswilligkeit oder bewußtes ' Schaden anrichten' wollen. Ich glaube, dass er anfangs gute Intentionen hatte, es jedoch im Laufe der vielen Jahre völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Worin bestand die Aufsichtspflicht der Landesregierung? Wie Banken, trotz dem Wissen um eine enorme Schuldenmasse, wieder Kredite gewähren konnten, ist mir schleierhaft. Falls Köll zu einer Haftung herangezogen wird, wie schaut's dann bei den Banken aus? Wie ist es erklärbar, dass man sich auch in Osttirol über den vermeintlichen Postenschacher Wögingers empören und rigoros seinen Rücktritt fordern kann, obwohl Viele ( Dunkelziffer unbek.) von Köll Jobs bekamen, für die sie nachweislich nicht die nötigen Qualifikationen aufweisen konnten? Mit unkündbaren Sonderverträgen genossen sie bei voller Bezahlung ihr Dasein als "weiße Elefanten". Ein System, dass viele Schäden im finanziellen, aber auch zwischenmenschlichen Bereich zur Folge hatte. Was die GEMNOVA betrifft, da kenne ich nur einzelne Berichte aus den Medien. Dass BM Schöpf noch stets sein Amt innehat, wundert mich sehr. Und dass der Steuerzahler letztendlich alle finanziellen Schäden aus der ( Fehl)politik aller Ebenen bezahlen muss, da wird sich auch in Hinkunft nichts ändern. Ich tendiere aus diesem Grunde stets mehr in Richtung Expertenregierung, denn ich weiss nicht, wie lange wir uns solche Auswüchse an Missmanagement noch leisten können.

 
0
5
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    senf
    vor 26 Minuten

    Dass keiner aus der Familie ausgeschlossen wird, wissen wir, dass aber keiner von ihnen auf die Idee kommt und sich mal fragt, ob er dort doch fehl am Platz ist, verwundert schon. Trotz "ehrbarer" christlicher Grundsätze. Traurig aber irgendwie doch nicht verwunderlich ist das Verhalten ihrer Wähler, sie werden ja bei guter Laune gehalten, wie die Geschichte um Gemnova ja deutet. Noch!

     
    0
    0
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
blubla
vor 5 Stunden

Es fragt sich in Matrei ja ohnehin jeder, warum hier keiner zur Verantwortung gezogen wird/wurde... mehr kann man dazu auch nicht mehr sagen..

 
0
12
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    MVP
    vor 3 Stunden

    Teflon-Anda... da perlt alles ab

     
    0
    9
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren