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Vorsitz-Frage in der SPÖ wieder einmal Thema

Altkanzler Kern scheint Ambitionen zu haben. Doch ein Duell mit Andreas Babler ist unwahrscheinlich.

Die SPÖ stellt diese Woche die Weichen für ihren Parteitag am 7. März. In einer Sitzung des Bundesparteivorstandes wird am Freitag der Leitantrag abgesegnet. Dazu werden die Kandidatenlisten für die Spitzengremien fixiert. Über allem steht im Vorfeld jedoch die Frage, ob es dabei bleibt, dass Andreas Babler als einziger Kandidat für den Vorsitz antritt. Teile der Partei ersehnen noch immer ein Ja von Altkanzler Christian Kern zu einer Gegenkandidatur.

Will er, oder will er nicht? Christian Kern hält sich bedeckt und strapaziert damit die Nerven der SPÖ. Foto: APA/Hochmuth

Konkret sind es vor allem die Landesorganisationen entlang der Südbahn, denen nachgesagt wird, unbedingt einen Wechsel an der Parteispitze erwirken zu wollen. Als deren Hoffnungsträger gilt Kern, der sich seit Wochen diesbezüglich nicht öffentlich äußert und damit die Nerven beider Seiten strapaziert. Soweit zu erfahren ist, wäre er bereit ein Comeback zu wagen, sollten alle relevanten Teile der Partei dafür sein.

Vorbehalte gegen Kern

Das zeichnet sich jedoch nicht ab, gibt es doch vor allem in der Wiener Landesorganisation und weiten Teilen der Gewerkschaft gröbere Vorbehalte. Einerseits erinnert man sich an den überstürzten Abgang Kerns von der Parteispitze, der die Partei zunächst in Chaos und dann in die glücklose Ära von Pamela Rendi-Wagner gestürzt hat. Andererseits sieht man wenig Sinn darin, gerade jetzt, wo die Regierung bei der Bekämpfung von Budgetkrise und Teuerung erste Erfolge vorweisen kann, eine Vorsitzenden-Debatte anzuzetteln. Ob ein kolportiertes Gespräch Kerns mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) diese Woche da noch viel ändern kann, ist eher fraglich.

Sollte sich Kern dennoch dazu entscheiden, antreten zu wollen, ist das gemäß Parteistatut gar nicht so einfach bzw. müsste man dieses ordentlich dehnen, um ein Duell zu ermöglichen. Denn eigentlich ist klar festgelegt, dass bei mehreren Kandidaten eine Mitgliederbefragung stattzufinden hat. Für diese hat sich freilich nach der Nominierung Bablers durch den Vorstand innerhalb der vorgegebenen Frist im Herbst niemand beworben. Käme es nun dennoch am Parteitag in Wien zu einem Duell, wäre das angesichts der viel beschworenen Mitglieder-Einbindung eher kurios. Derzeit ist es angesichts dessen noch nicht einmal klar, ob der Vorstand eine Zweier-Wahl am Parteitag ermöglichen würde.

Neuerungen im Präsidium

Fix ist, dass am Freitag die Personalia hinter der Spitze geklärt werden sollen und auch da gibt es Neuerungen. Denn Niederösterreichs Landesvorsitzender Sven Hergovich wird nicht mehr für Präsidium und Vorstand kandidieren. Damit folgt er dem Beispiel des steirischen Landeschefs Max Lercher sowie des burgenländischen Landeshauptmanns Hans Peter Doskozil, der künftig sein Bundesland nicht mehr durch Verena Dunst sondern durch seinen konfrontativen Klubobmann Roland Fürst vertreten lässt.

Auch Wiens Bürgermeister Ludwig wird wie in der vergangenen Periode nicht in den Gremien vertreten sein. Freilich können die Landesvorsitzenden, auch wenn sie nicht am Parteitag gewählt sind, an Sitzungen teilnehmen, so es ihnen wichtig erscheint. Für die Koalitionspartner im Bund auch nicht uninteressant ist, welche Forderungen sich die SPÖ in ihren Leitantrag schreibt. Dieser ist aktuell noch in Feinabstimmung.

3 Postings

TW-WU
vor einer Stunde

Man vergleiche mal wie sehr der rechte boulevard ex-kanzler kurz bejubelt und dem gegenüber welche brutale kampagne gegen babler gefahren wird...

Sebastian kurz, der demnächst wegen inseratenbestechung vor gericht steht und der in jede korrupte schweinerei der jüngeren geschichte dieses landes verwickelt ist, von firtasch - wirecard, von omv-chef seele bis siegfried wolf, benko signa,.... mit äusserst fragwürdigen kontakten zu europa- und demokratiefeinden wie dem trumpclan, thiel, orban, vucic,... der sich an seinen politischen kontakten einerseits schamlos bereichert hat (ceo einer arabischen wasserstoffirma) und äusserst fragwürdige geschäftsmodelle verfolgt (überwachungssoftware palantir, pegasus)... dennoch wird er von dichand- und fellnermedien immer noch hofiert...

Babler ist sicher einiges vorzuwerfen. Aber politische kritik ist nicht der grund für die kampagne, die krone & co. derzeit gegen ihn fahren. Da geht es nur ums geld...

"Nicht nur Die Presse 11.1.2026, auch andere Kommentatoren wie Falter-Herausgeber Armin Thurnher erklären die Vorwürfe der Unfähigkeit gegen Babler mit seinem Vorhaben, die Förderung dieser Blätter mit Steuergeld zu reduzieren...

https://www.derstandard.at/story/3000000303741/das-ziel-des-babler-bashings

"Nehmen wir vorsichtig einen Schnitt von 10 Millionen Euro jährlich an (20 sind realistischer), hat allein die Krone seit der Jahrtausendwende von Bund und Ländern eine Viertelmilliarde Euro kassiert..."

https://www.falter.at/zeitung/20251104/medienfoerderung-neu-zuerst-ein-schutzgeldfonds

 
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    Annalies
    vor 22 Minuten

    Ich finde es infam, mit was und wem sie S. Kurz in Verbindung bringen. Sie stellen Behauptungen auf ('korrupte Schweinereien'), die absurd sind. Es ist nicht lange her, dass der Standard sich bei Kurz entschuldigen und eine Strafe zahlen musste. Der Unterschied zwischen Babler und Kurz präsentiert sich deutlich im Intellekt. Sämtliche Auftritte Bablers waren bisher peinlich. Sehen Sie sich die Umfragewerte an. Wohltuend war es, gestern im ORF ( Im Gespräch) verfolgen zu können, dass sich innerhalb der SPÖ der Kurs wieder in Richtung Mitte bewegt. Ich hoffe inständig, dass Kern sich aufstellen lässt und gewinnen wird. Das wäre die einzige Chance, die Partei vor dem völligen Absturz zu retten.

     
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LaraLektora
vor 6 Stunden

Die Überschrift sollte den Zusatz "... (wieder einmal Thema) in den Medien" erhalten.

 
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