Als Reaktion auf die Vorwürfe der vier Tiroler Oppositionsparteien, die der ÖVP eine maßgebliche Rolle beim Finanzdebakel in Matrei zuweisen, hält deren Klubobmann Jakob Wolf in einer Aussendung fest: „Die Tiroler Volkspartei hat im Tiroler Landtag die Prüfung durch den Bundesrechnungshof mitbeschlossen, um für Transparenz und Aufklärung zu sorgen. Im Rahmen der Gemeindeautonomie entscheiden die gewählten Mandatarinnen und Mandatare vor Ort selbst, wohin sich die eigene Gemeinde entwickelt.“

Dem Land obliege die Aufsicht und die Unterstützung der 277 Gemeinden in Tirol. „Deshalb unterstützen wir alles, was zur Aufklärung der Vorgänge in Matrei in Osttirol beiträgt“, erklärt Wolf und informiert, dass der damals ressortzuständige Gemeindereferent LR a.D. Johannes Tratter die Einladung zum Finanzkontrollausschuss selbstverständlich annehmen und stellvertretend für die ehemalige schwarz-grüne Landesregierung bestmöglich zur Aufarbeitung der Vorgänge in Matrei in Osttirol beitragen werde. Alt-Landeshauptmann Günther Platter sei eine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, er lasse sich durch Tratter vertreten.
Der Opposition entgegnet Wolf: „Die Tiroler Landesregierung und der aktuelle Gemeinderat der Marktgemeinde Matrei in Osttirol arbeiten an der Zukunft, anstatt sich wie die Opposition in der Vergangenheit zu verlieren. Landeshauptmann Anton Mattle und Bürgermeister Raimund Steiner haben die Marktgemeinde Matrei in Osttirol wieder in finanziell ruhiges Fahrwasser geführt. Es ist Fakt, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs wirkt und Matrei in Osttirol heute besser dasteht als noch zum Amtsantritt der Landesregierung im Jahr 2022.“
8 Postings
Unabhängig von der "Farbe" braucht es Maximalzeiten die jemand politische Ämter bekleiden darf. Wolf ist seit 1998 Bürgermeister und seit 2003 im Landtag. Viel zu lange, das schadet nur. Das gleiche bei Frau Blanik in Lienz. Auch seit 2003 im Landtag und seit 2011 Bürgermeisterin und will nach dieser Periode noch mindestens eine weitere machen...
An der Zukunft arbeiten, da lachen die Hühner. Da wird doch nur versucht den Ist-Zustand zu erhalten damit man weiter vorne am Futtertrog steht. Meiner Meinung nach.
Wie immer... ... alles richtig gemacht!
Liebe ÖVP! Sie werden sich bei den nächsten Wahlen (leider) anschauen.
Insider sprechen sogar von "Wolfabschüssen"!
Herr Klubobmann, ein Blick in die Zukunft basiert auf einer lückenlosen Aufarbeitung der Vergangenheit! Sie sollten diese Woge der gerechtfertigten Empörung ernst nehmen und beweisen, dass die Partei ein Problembewusstsein und eine Reflektionsfähigkeit besitzt. Viele Fragen sind zu beantworten: Warum reagierte man erst bei Bekanntwerden des Rechnungshofberichtes? Warum haben die Kontrollmechanismen auf lokaler Ebene (Gemeindeaufsicht) nicht reagiert oder wurde der erhobene ' Befund' schon/nicht an die LR weitergeleitet? Falls die LR in Kenntnis gesetzt wurde, warum wurden nicht unmittelbar Maßnahmen ergriffen? Ich glaube, dass man manchmal vergisst, dass die Verwaltung öffentlicher Gelder eine verantwortungsvolle Aufgabe bedeutet und dass die 'Parteiverbrüderung' nachrangig bleiben sollte. Es ist ein Fakt, dass Köll sich ein Netzwerk von ' Wir schauen auf die Unsrigen' und 'Eine Hand wäscht die andere' geschaffen hat. Dieses System Köll beschränkt sich nicht zufällig auf Familien- und ÖVP-Mitglieder. Oder ist es Zufall, dass zwei VerwaltungleiterInnen des BKH Geschwister von regionalen ÖVP- Bürgermeistern sind? Wie ist es möglich, dass im Bezirk bereits bekannt war (noch vor der öffentl. Ausschreibung) wer 'es' werden wird. Prognose 100%-ige Treffsicherheit! Ich will Sie nicht mit weiteren Beispielen langweilen. Ist es nicht möglich, Bewerbungskommissionen mit Fachleuten zu besetzen, deren Fokus auf professionelle Voraussetzungen und Eignung, unabhängig von Parteizugehörigkeit, gerichtet ist? In welchem Maße und unter welchen Voraussetzungen dürfen Führungsposten mit Familienmitgliedern oder Freunden besetzt werden? Wer erstellt bzw. überprüft Sonderverträge? Und die wohl wichtigste Frage: Wer übernimmt die politische Verantwortung für dieses Desaster und wer haftet für den gewaltigen finanziellen Schaden?
Von wegen, die ÖVP hilft mit am Weg in die Zukunft. Sie sind nimmer ausgekommen, nachdem sie AK über ein Jahrzehnt in seinem Größenwahn wüten ließen. Jetzt alles auf den (hörigen) Gemeinderat abzuschieben, ist wieder mal nur ein "sich aus der Verantwortung ziehen" zu versuchen.
Aber solange Abstimmungen nicht geheim erfolgen, sodass jeder tatsächlich so entscheiden könnte, wie er/sie es für richtig ansehen, wird sich nichts ändern. Auch nicht bei den Landtagen oder im Parlament.
Der absolut diktatorisch regierende AK hat ja alles mit seinem Auftreten untergraben, was ihm nicht passte. Da musst dich erst mal getrauen, dagegen zu stimmen, dann bist sofort "outgesourct"....
Herr Klubobmann Wolf, die ÖVP hat im TLTag den Beschluss zur Finanzprüfung Bundesrechnungshofes Matrei mitbeschlossen. Das Ergebnis ist nicht erfreulich, laut Bericht liegen Leichen im Keller. Hervorgerufen von der Matreier Mehrheitsliste, also die des ehemaligen ÖVP-Parteibezirksobmannes BM Köll. Sie sehen "keine ÖVP-Fehler, wir arbeiten an der Zukunft", so ihr Statement laut Titel. Manche erkennen darin jetzt schon einen Freibrief für ihr Parteimitglied, denn dieses Chaos in der Gemeinde Matrei wurde ja durch über Jahre durch Mehrheiten dieser Liste hervorgerufen. Mit Ihrer Behauptung "Im Rahmen der Gemeindeautonomie entscheiden die gewählten Mandatarinnen und Mandatare vor Ort selbst, wohin sich die eigene Gemeinde entwickelt“ liegen Sie falsch! Sie machen es sich mit dieser üblen Taktik zu einfach, sie zählt hier nicht. Das Ergebnis wird schmerzlich, da hilft auch keine schützende Hand!
Da bleibt einem echt die Luft weg......
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