Pünktlich zur Halbzeit der Wintersaison 2025/26 zieht der Tourismusverband Osttirol eine erste Zwischenbilanz, die für den bisherigen Winter einen positiven Verlauf ausweist: In den drei vergangenen Wintermonaten (November bis Jänner) wurden insgesamt 411.035 an kumulierten Nächtigungen registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von vier Prozent entspricht.
Deutliche Steigerungen waren in der ersten Winterhälfte bei den einheimischen Gästen zu verzeichnen, das Plus liegt hier verglichen mit dem Vorjahr bei 14,2 Prozent im Bereich der Ankunftszahlen. Doch Österreicher:innen reisten nicht nur häufiger nach Osttirol, sondern übernachteten auch öfter hier: Die Nächtigungsdauer der inländischen Gäste nahm um 10,5 Prozent zu.
Zuwächse bei Gästen aus Slowenien und Kroatien
Bei den Gästen aus Deutschland konnte zwar die Ankunftszahl um 9,3 Prozent erhöht werden, die Nächtigungen blieben gegenüber dem letzten Jahr jedoch gleich. Stark sind auch die Zuwächse aus Slowenien und Kroatien, diese liegen bei Ankünften und Nächtigungen bei knapp 20 Prozent. In diesen Trend reiht sich der Jänner ein, in dem mit einem Plus von 3,8 Prozent oder 8.514 Nächtigungen der bisher höchste Wert seit Aufzeichnung erreicht wurde. Insgesamt wurden im ersten Monat des Jahres rund 228.186 Übernachtungen gezählt.
Qualitätsbetten als treibender Motor?
Die positive Nächtigungsbilanz ist laut Tourismusverband in erster Linie auf die stetig steigende Auslastung von Qualitätsbetten zurückzuführen. Aus Sicht von TVBO-Obmann Franz Theurl sei es demnach „ein unbedingtes Erfordernis für die Zukunft, neue Qualitätsbetten im Bezirk zu schaffen.“

EU-Förderung momentan nicht abrufbar
Zudem will der Tourismusverband die Förderlandschaft in nächster Zeit besser aufgestellt wissen. Osttirol ist in Tirol das einzige Sonderfördergebiet, welches Anspruch auf EFRE-Mittel hat. Dabei handelt es sich um Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, mithilfe derer Regionen in den Bereichen Innovation, Wohlstand und Klimaschutz unterstützt werden sollen. Diese Mittel können aber im Moment nicht abgerufen werden, da es keine entsprechende Abwicklungsstelle gibt.
In der letzten EFRE-Periode 2014-2020 wurde diese Aufgabe von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OEHT) als Treuhänder übernommen. Für die aktuelle Periode 2021-2027 steht die Bank jedoch nicht mehr als Abwicklungsstelle zur Verfügung. „Hier muss unbedingt eine Lösung gefunden werden, um die Förderquoten für Qualitätsbetten wieder auf das ursprüngliche Niveau von bis zu 20 Prozent zu heben“, fordert Theurl abschließend.
4 Postings
Ich kann bestätigen, ein Qualitätsbett ist für mich (nicht nur im Urlaub) essenziell. Vor allem seit ich ein wenig älter bin, bin ich diesbezüglich empfindlicher geworden, und an einen Urlaubsort wo mir ständig das Kreuz weh tut fahre ich bestimmt nicht mehr.
Würden alle Wintergäste an einem einzigen Tag zu Fuß anreisen und hintereinander gehen, reichte die Schlange von Lienz bis München hinaus.
Hinter jeder dieser Personen steht konkrete Arbeit vor Ort: Unterbringung, Verpflegung, Organisation, Infrastruktur und Service. Diese Dimension zeigt, welche wirtschaftliche und arbeitsintensive Bedeutung der Wintertourismus für Osttirol hat.
Nein nein . Manche sind der Meinung Lienz braucht den Tourismus nicht ....
sind dann aber sicher Staatsbedienstete...usw.
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