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Der Fall Köll: Machtrausch und Realitätsverlust

Das Matreier Desaster hat einen zentralen Urheber und ist in dessen Persönlichkeit begründet.

Es ist verständlich, dass sich die versammelte Tiroler Opposition nach dem vernichtenden Rechnungshof-Zeugnis für die Finanzgebarung der Gemeinde Matrei am „System ÖVP“ abarbeitet. Und natürlich haben Gebi Mair, Markus Sint, Markus Abwerzger und Birgit Obermüller vollkommen recht, wenn sie die Landesregierung scharf kritisieren, unter deren Augen der Matreier Ex-Bürgermeister Andreas Köll einen finanziellen Salto Mortale nach dem anderen schlug, immer wieder hart an der Grenze der Unvereinbarkeit und weit jenseits jeder praktischen Vernunft.

Günther Platter, Hannes Tratter & Co. haben nicht nur weggesehen. Sie haben auch die damalige Bezirkshauptfrau Olga Reisner im Regen stehen lassen, als sie immer wieder versuchte, Köll in die Schranken zu weisen und dafür von ihm massivst unter Druck gesetzt wurde. Ähnlich ging es der Matreier Opposition, die jahrelang minutiös alle Versäumnisse aufzeigte, in Innsbruck meist auf taube Ohren stieß und von Köll mit Hohn und Spott überschüttet wurde.

Was es bedeutete, wenn man sich Köll in den Weg stellte, weiß ich aus eigener Erfahrung. Um ein Haar hätte er auch mein Unternehmen in den Abgrund geschubst, in einem Gerichtsprozess, für den mittlerweile der Ausdruck SLAPP geprägt wurde: „Strategic Lawsuit Against Public Participation“ – missbräuchliche Einschüchterungsklagen, meist von mächtigen Akteuren gegen deren Kritiker und vor allem gegen Journalisten.

Kölls politische Brutalität und sein Machtrausch in den Gremien, in denen er das Sagen hatte, kennt jeder, der mit ihm zu tun hatte. Wo dieser Mann am Zenit seiner Macht hintrat, wuchs politisch – und oft auch menschlich – kein Gras mehr. Nicht umsonst nannte ihn das Magazin Echo einst „König von Osttirol“, natürlich unwidersprochen, denn Köll sah sich genau in dieser Rolle. Schon damals litt er an Realitätsverlust und trug eher „des Kaisers neue Kleider“ als ihm sein Volk huldigte, obwohl er längst die finanziellen Hosen hinuntergelassen hatte.

Andreas Köll ließ sich viele seiner riskanten Projekte von Gremien wie dem Gemeinderat, dem TVBO oder dem BKH-Verbandsausschuss absegnen. Wer dort Widerstand leistete, musste allerdings mit harten Bandagen rechnen. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Die devote Haltung gegenüber diesem Ortskaiser pauschal den Matreiern vorzuwerfen, ist von außen ein Leichtes. Köll hat unglaublichen Druck auf Personen und Familien in der Gemeinde aufgebaut, die ihm die Gefolgschaft verweigerten. Das bekam auch sein einziger ernsthafter Widersacher zu spüren, der leider früh verstorbene Oswald Steiner, dessen Bruder heute die Gemeinde führt. Mit derselben Machtallüre herrschte Köll auch im BKH Lienz. Sogar Primarärzte, sonst „Götter in Weiß“, wurden da klein und kleinlaut.

Kölls Wutausbrüche in Gremien aller Art, seine süffisanten Herabwürdigungen politischer Gegner, die permanente Angeberei mit oft nur fiktiven Leistungen, die juristische Klagswut, die auch Dolomitenstadt traf, sein autoritärer Führungsstil, unverblümte Drohungen, öffentliche Diskreditierungen – Köll war und ist ein unangenehmer Zeitgenosse für alle, die nicht seiner Meinung sind und seine Ziele nicht teilen.

Wer sich ihm in den Weg zu stellen versuchte – wie die Matreier Liste als langjährige Opposition, wie die damalige Bezirkshauptfrau, wie der Virologe Gernot Walder und wie auch der Verfasser dieser Zeilen – musste mit harten Bandagen rechnen, nicht selten unter der Gürtellinie.

Gleichzeitig flutete der wuchtige Polit-Wrestler sämtliche Gremien und auch den öffentlichen Diskurs mit Wortkaskaden und Zahlenfriedhöfen, gesteuerten Schlagzeilen im Boulevard, stundenlangen Vorträgen und langatmigen, großkotzigen Beilagen in der von der ÖVP gelenkten Heimatzeitung, bis niemand mehr so richtig wusste, wo oben und unten, vorne und hinten war.

Das galt auch für den äußerst hart gespielten Finanzpoker in Osttirols Tourismusgremien. Sogar TVBO-Obmann Franz Theurl, ebenfalls machtbewusst und egozentrisch, legte sich nur sehr zögerlich und selten mit Köll an. 15 Jahre hat der Verband gebraucht, um Millionenschulden zu tilgen, die der Matreier in der von ihm geführten Nationalparkregion anhäufte und nach der Fusionierung der Verbände wie einen Mühlstein dem Gesamtbezirk um den Hals hängte.

Dennoch durfte er vor wenigen Tagen in Cortina wieder am öffentlich finanzierten Tourismusspektakel teilnehmen, an einem Tisch mit den lokalen ÖVP-Granden, mit Landesrat Mario Gerber und vielen Bürgermeister:innen des Bezirkes. Ein Menetekel?

Dass auch Günther Platter vor dem ÖAAB-Kumpel aus Osttirol auf der Hut war und es peinlich vermied, sich Köll zum Feind zu machen, mag politisch schwach gewesen sein, menschlich ist es verständlich. Niemand kämpft gern gegen jemanden, der jedes Mittel einsetzt, um Druck aufzubauen. Hinter vorgehaltener Hand wurde viel über mögliche Druckmittel gegen Platter diskutiert, offen ansprechen wollte das niemand.

Und so haben sich die einen weggeduckt und die anderen haben die Hand aufgehalten, wenn der Zampano wieder einmal Steuergeld zum Fenster hinauswarf. Irgendjemand hat den Geldregen ja auch abbekommen. Nicht selten war das Kölls Arbeitgeber Heinz Schultz, selbst ein „Kaiser“ und vielleicht der einzige, der bei faktischer Macht und taktischer Raffinesse mithalten konnte.

Kölls Funktionenvielfalt als Bürgermeister, Tourismusfunktionär, FAG-Aufsichtsrat, BKH-Obmann, Bundesrat, Bergbahngeschäftsführer, etc., etc. bot ein weites Feld an Lobbying-Chancen und finanziellem Gestaltungsspielraum. Schultz, Pletzer, Hamacher, Knaus – bei den „Machern“ fühlte sich der nach Geltung lechzende Matreier immer in guter Gesellschaft, ihre Wertschätzung war ihm wichtig und hatte natürlich auch einen Preis.

Bis zum Schluss hatte Köll allerdings auch echte Fans und Bewunderer. Zum Beispiel die amtierende Bürgermeisterin von Lienz, Elisabeth Blanik, die mit Zähnen und Klauen versuchte, Köll in der Führungsspitze des Krankenhauses zu halten. Für sie ist auch Köll ein „Macher“, den sie immer schätzte. Er sei eben lediglich „kreativ“ gewesen, meinte Blanik unlängst in einem Zeitungsinterview. Kein Wunder, dass der Tiroler SPÖ bis dato kein Wort der Kritik über die Lippen gekommen ist.

Ich habe als Journalist Gemeinderatssitzungen mit Köll als Bürgermeister in Matrei erlebt, mit unerträglicher Überheblichkeit gegenüber der Opposition, einer kriecherischen Bewunderung in der eigenen Fraktion und einer Vizebürgermeisterin, die als politische Nullnummer Kölls Verträge mit der Bergbahn unterzeichnete, wenn er sich wieder einmal als „befangen“ erklärte. Sie wurde dafür mit einem Bundesratsmandat belohnt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Für mich ist und bleibt der „Fall Matrei“ ein „Fall Köll“. Natürlich ist es auch ein ÖVP-Sittenbild. Und klarerweise hatte der Ex-Bürgermeister jede Menge Steigbügelhalter. Doch sein Führungsstil war autoritär und Widerspruch deshalb aussichtslos oder gar gefährlich.

Und so wage ich die Prognose, dass Kölls politischer Lebensabend ruhig bleiben wird. Niemand will sich die historischen Aufräumungsarbeiten wirklich antun. Auch sein Nachfolger Raimund Steiner nicht. Er meinte nach seinem Amtsantritt: „Ich brauche Geld und keine Schuldigen“. Wichtig wäre allerdings, dem machthungrigen Andreas Köll endgültig jede Ambition auf eine Rückkehr an die Schalthebel der Macht – vor allem im BKH Lienz – zu nehmen. Neues Unheil wäre vorprogrammiert.


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Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

101 Postings

senf
vor 4 Wochen

100 Posting, man kanns sehen wie man will, köll ist damit fernab immer noch im rennen. vielleicht auch rekordhalter im bekanntheitsgrad.

 
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Edi1913
vor einem Monat

kaum Verteidiger mehr? Wohin sind die Kleinsanktpetersburger Stricherlbrigaden verschwunden?

 
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lokal
vor einem Monat

der eine oder andere Bürgermeister aus den Iseltaler Seitentälern hat Köll regelrecht angehimmelt und dessen Führungsstil kopiert, an einen konkreten mittlerweiligen Ehrenbürger kann ich mich sehr gut erinnern

 
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sonnenstadtlienz
vor einem Monat

Interessant finden ich ja, dass in Matrei sozusagen eine "Erbmonarchie" herrschte. Vor AK war bis 1989 sein Vater Florian Bürgermeister von Matrei. Das kommt in Österreich auch wahrscheinlich selten vor.

 
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    Green Miles
    vor einem Monat

    ...und wenn man sich erinnert wie viele Matreier Gemeinderäte damals zurücktreten mussten, damit der Büe nachrücken kann...

     
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      sonnenstadtlienz
      vor einem Monat

      @Green Miles: damals hat es einen sehr aufmerksamen Beobachter dieser ganzen Machenschaften gegeben - Gottfried Rainer von der TT. Auch er stand auf der Abschussliste, aber gottseidank ist es dem System "K" nicht gelungen, ihn mundtot zu machen.

       
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      Edi1913
      vor einem Monat

      @sonnenstadt an einen (ausgesprochen primitiven) Hetzartikel gegen Gottfried Rainer in Kölls hauseigener Postille kann ich mich noch erinnern - "Tatort Schreibtisch" als Bildunterschrift, wo halt Rainer vor einem sitzt usw.

       
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      sonnenstadtlienz
      vor 4 Wochen

      @Edi1913: Der Artikel war unterste Schublade, einfach nur ekelhaft!

       
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Bahner Bernd
vor einem Monat

Mir wurde einmal erklärt, dass der Vorwuf von Amtsmissbrauch und Veruntreuung von öffentlichen Geldern bei Köll letztlich keine juristischen Folgen haben wird, da eine Vorsatzbildung und eine persönliche Bereicherung nicht nachzuweisen sei. Der Rechtsstaat geht da leider nicht immer mit dem konform, was man an Verletzung des politischen Anstandes und des verantwortungsvollen Umgangs mit Steuergeldern geahndet sehen möchte. Das Ohnmachtsgefühl gegenüber einer oft schwer fassbaren politischen Camarilla mit Allmachtsansprüchen wird durch hervorragende, unbeirrbare Investigativjournalisten wie Pirkner entscheidend gemildert. Kölls infamer Versuch vor Jahren, den lästigen Schnüffler und Kritiker durch einen Prozess mit geradezu lächerlichen Vorwürfen in den finanziellen Ruin zu treiben, fand Gott sei Dank bei Gericht keine Würdigung.

 
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    Annalies
    vor einem Monat

    Ich bin jetzt ein bisserl erstaunt, dass wahrscheinlich keine Konsequenzen folgen werden. Dies öffnet 'Tür und Tor' für 'Wiederholungstaten' und präsentiert einen Freibrief für Nachahmer. Und wir Bürger bezahlen den entstandenen Schaden wie schon so oft. Der Verursacher hat, so nehme ich an, nicht einmal ein Unrechtsbewußtsein. Aber wer behauptet, dass das Leben gerecht sei.....

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Dann prognostiziere ich, dass unser nächster LH Abwerzger heißen wird......

       
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      Bahner Bernd
      vor einem Monat

      Das Ganze wird wohl vorwiegend politisch ausgetragen werden und Abwerzger kann es sich inzwischen in der ersten Reihe fußfrei bequem machen.

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      senf, Wenn man den 'Fall Wöginger' mit dem Treiben Kölls vergleicht, erscheint der 'Gust' als 'Waisenknabe'. Wenn man, durch einen einzigen Anruf, der Verlobten eines damals noch Schifahrers eine Stelle verschafft und sich in der Folge auf dem Hochzeitsfoto mit verewigen lässt, ... Wenn auf den Gehaltslisten des BKH vier Personen aufschienen (vielleicht noch aufscheinen), für die es kein Bewerbungsverfahren gab, drei einer einzigen Familie zugehörig und eine die Gattin eines Funktionärs (alle ÖVP). Während der Sommermonate waren sie, über viele Jahre hinweg, nur fallweise am Arbeitsplatz anwesend.... Ich bin keine Juristin, die wahrscheinlich dieses Agieren als Rechtsverletzung ja/ nein zuordnen könnte. Wenn man als Hauptverantwortlicher ( samt GR) eine Gemeinde dermaßen überschuldet und Konstruktionen schafft um weiterhin Kredite zu erhalten..... Einem Grundbesitzer für die Übereignung eines Grundstückes einen Ersatz verspricht, der dann offensichtlich 'nicht verfügbar' ist.... Die Staatsanwaltschaft muss beurteilen, was rechtlich relevant ist oder auch nicht. Aber auch welches Sittenbild präsentiert sich hier? Kann die ÖVP, die seit Jahren wegen möglicher Korruptionsanwürfen unter Beschuss steht, sich leisten, hier Köll 'die Mauer zu machen'? Und alle Bürgermeister, in der Mehrzahl ÖVP, die mit Köll im GVA saßen und eifrig seine Linie unterstützt haben, sind für mich mitverantwortlich. Nun erhoffe ich mir von ihnen, dass sie aus dem Geschehenen gelernt haben und ein 'Revival' verhindern. Das ist das Mindeste, was man sich von ihnen erwarten kann!

       
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    Green Miles
    vor einem Monat

    Ja, so dürfte das laufen. Er war ja immer befangen, unterschrieben hat die Stellvertreterin. Wenn, dann erwischt es diese. Und AK, von allen Vorwürfen reingewaschen, übernimmt auf Vorschlag von EB in zwei Jahren wieder den Vorsitz im Gemeindeverband BKH.

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Dann ist EB nach den nächsten Wahlen Geschichte. Da kann die Oberlehrer-Reiterstaffel wieder ausrücken, so manche Schreiberlinge auf ihre Tastaturen hämmern, es wird ihr nicht helfen.

       
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      senf
      vor einem Monat

      @GM: Wie schon Annalies angemerkt hat, "in der Politik gibt es keine Freundschaften, nur Interessen" daher war es logisch, dass der Anda von den BM der Landgemeinden und der Stadt periodisch zum GV-Obmann des Bezirkskrankenhaus gekürt wurde. Im Gegenzug wurde die Lisl der Stadt Lienz mit Volldampf zur GV-Obfrau der Bezirks-Altersheime. Man schadet sich nicht, man nutzt sich. Das ist eben auch Politik.

      Nicht so im einstigen Fall mit dem rührigen BM Idl Anda, der auch Abg. zum Tiroler Landtag war. Er leitete in der Wiederaufbauzeit die aufstrebende Gemeinde Nussdorf-Debant. Dennoch, dieser letzte "Rote Fleck" sollte endlich aus der Landkarte Osttirols verschwinden, meinten die Talbodner Amtskollegen und der Parteiobmann der Regierenden. Kastenweise Flaschen Roten aus Südtirol, genannt "Meier-Wein" bewirkte das "Wunder", Anda musste abdanken, Meiers Zaubertrunk hat gewirkt, er war allerdings nur drei Jahre BM bis er von Altenweisl abgelöst wurde.

      Die Methoden haben sich kaum geändert, der raue Wind weht leider immer noch. Wahrscheinlich sind die Leute an diesem politischem Machtgehabe, dem Postenschacher und indirekten Parteizwang nicht mehr interessiert.

      Vielleicht ist es ein wenig die Ursache, dass so viele junge Osttiroler den Bezirk dauerhaft verlassen?

       
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Annalies
vor einem Monat

Jedoch sollten wir darüber nachdenken, wie weit ' Bürgeranliegen' gehen sollten/dürfen. Wo liegen die Grenzen? Was ist noch zulässig, was nicht mehr? Wie hält man parteipolitische Einflüsse aus Bewerbungsabläufen? Wie schafft man mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher (nicht an eine Wahl gebundener) Ämter?

 
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    Annalies
    vor einem Monat

    Amtsmissbrauch ja/nein? Postenschacher ja/nein?

     
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Detektor
vor einem Monat

Ganz, ganz genauso war und ist es. Hervorragend dargestellt - danke!!!

 
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beobachter52
vor einem Monat

Kein einziges Köll-verteidigendes Posting, kein einziges Minus bei dem allgemeinen Bürgermeister-, Franz Theurl-, Elisabeth Blanik-Bashing ......? So stelle ich mir Nordkorea vor!

 
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    Annalies
    vor einem Monat

    Sie lesen nicht aufmerksam. Und der Nordkorea-Vergleich zeugt ist schlichtweg DUMM!

     
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    Annalies
    vor einem Monat

    Bitte korrigieren Sie: Und der Nordkorea-Vergleich zeugt von mangelnder politischer Bildung und ist schlichtweg dumm!

     
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    Franz Brugger
    vor einem Monat

    DA verwechseln Sie wohl die Seite - in Nordkorea würden nur verteidigende Postings kommen....

     
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    Village Pizza
    vor einem Monat

    gerimesser vor 4 Tagen:

    "wenn man sich erinnert, wie sich bei früheren "köllkritischen" Berichten die DISLIKES auf wundersamte Art und Weise in wenigen Minuten vervielfacht haben, darf man aktuell davon ausgehen, dass sich etwas geändert hat, oder es kommt ja doch noch die Vermehrung?"

     
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Annalies
vor einem Monat

Die Fahrt nach Cortina erfolgte durch Gemeinschaften. Dort wurde lt. OB im Österreicher-Haus gefeiert. Ob Köll dort anwesend war oder nicht werden wir wohl nächste Woche im OB ( Fotos) sehen. Seine Tochter soll einen Auftritt gehabt haben, vielleicht war er auch ihretwegen dort. Dass wir alle politikverdrossen, enttäuscht und wütend sind ( mich selbst miteingeschlossen ), no na nit. Aber wir sollten in Ruhe abwarten, ob nun Konsequenzen folgen oder nicht. Ich erwarte mir von den lokalen Politiker/innen, dass sorgfältig und verantwortungsvoll mit den Steuergeldern umgegangen wird. Sonst helfen Blümchen, Kugelschreiber und Seifenherzchen auch nicht mehr!

 
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Foschtgiehner
vor einem Monat

Dass hier die WKStA noch nicht tätig geworden ist, verwundert sehr. Jedenfalls gilt die Unmutsverschuldung, äh die Unschulzvermutung.

 
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    Green Miles
    vor einem Monat

    Genial!

     
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lia
vor einem Monat

niemand äußert sich positiv zu köll. auch komisch.

 
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    heli52
    vor einem Monat

    Könnte es sein, dass Köll-positive Postings nicht veröffentlicht werden?

     
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Cogitat
vor einem Monat

Sehr geehrter Herr Pirkner. Sie haben mir und vielen meiner Bekannten aus dem ❤ gesprochen/geschrieben. Dankeschön🙏. Das Feedback gibt Ihnen Recht.

 
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    Ist es so
    vor einem Monat

    Absolut meine Meinung, mutiger Berichterstatter, schon seit Jahren, weiter so!!!

    Er war halt ein kleiner Trump, deshalb lasst ihn NIE mehr auch nur irgendwo wieder an die Macht!!! Ansonsten würd er wahrlich noch ärger wüten, der Obernarzist Trump lebt es gerade vor.

    Alles gefährliche Machtmenschen, die irgendwann den Bezug zur Realität verlieren und nur noch nach eigenen "kaiserlichen" Vorstellungen herrschen (wollen). Aber irgendwann fallen sie alle, wenn sie es völlig überziehen, auch bei einem Trump, Putin, Orban, Kickl und Co. wird sichs wiederholen, irgendwann kommt der Ego-Boomerang wieder zurück und wirft sie alle vom Thron!

     
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      Cogitat
      vor einem Monat

      Da haben Sie Recht, es gibt von dieser Sorte doch einige. Bedenklich sind der Machthunger und die Impertinenz einiger Konsorten.

       
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claste
vor einem Monat

Stimme dem Kommentar absolut zu. Der „Fall Köll“ zeigt nur wieder, was passiert, wenn jemand viel zu lange auf einem Sessel pickt. Eine Amtszeitbegrenzung auf 2–3 Perioden wäre längst überfällig – schon allein, um solche politischen Alpen-Monarchien etwas einzudämmen. Aber gut… Österreich, und besonders Tirol, liebt halt seine kleinen Bananenrepubliken im Trachtenlook.

 
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    steuerzahler
    vor einem Monat

    Zwei Amtsperioden mit einer Pause dazwischen.

     
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      steuerzahler
      vor einem Monat

      4 Rotstrichler = 4 Bürgermeister?

       
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      beobachter52
      vor einem Monat

      Sehr realitätsnah! Da werden sich die Kandidaten nur so anstellen! 6 Jahre Bürgermeister und vom ursprünglichen Beruf weg, dann 6 Jahre wieder zum ursprünglichen Beruf (sofern man irgendwo genommen wird), dann wieder 6 Jahre Bürgermeister .... Toll!

       
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Bobby
vor einem Monat

Welche Osttiroler BGM's haben sich in Cortina mit dem Hr. Köll ablichten lassen? bzw. waren da vor Ort ?

 
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    ruhigblut
    vor einem Monat

    Bobby...du kannst eine offizielle Anfrage stellen, und auf Anwort hoffen....Veranstaltung wurde vom Tourismusverband bezahlt und da handelt sich schließlich um Steuergeld/Zwangsgebühren....dauert halt...ansonsten wird es tunlichst vermieden Fotos von diversen Seilschaften/Netzwerken zu veröffentlichen um jede auch noch so kleine Angriffsfläche zu vermeiden...tja..transparenz in Österreich :-)

     
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      Bobby
      vor einem Monat

      Gerade selber gefunden: ....Etwa die Bürgermeister Raimund Steiner (Matrei), Erika Rogl (Kals), Andreas Pfurner (Nußdorf-Debant), Franz Schneider (Sillian) oder Andreas Schett (Innervillgraten). Mit Markus Stotter (Präsident des Bundesrates), Elisabeth Blanik (Stellvertretende Präsidentin des Landtages) und Wirtschaftslandesrat Mario Gerber kam auch politische Prominenz nach Cortina d’Ampezzo.

       
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      ruhigblut
      vor einem Monat

      @Bobby ....danke ;-)

       
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      senf
      vor einem Monat

      Ob die Damen und Herren samt Begleiter eine Fahrgemeinschaft gebildet haben oder ob sie gar auf die Reisespesen verzichten? Es ist kaum zu glauben, dass diese "Repräsentanten" im Auftrag oder gar im Interesse irgendeiner Gemeinde dorthin gefahren sind. Ihre Budgets sind ja allesamt pleite, wie man das ständig aus den Medien entnehmen kann. Dass sie bei irgendeiner Olympiadisziplin anwesend waren pfeifen nicht mal die Spatzen. Ja, so läuft es im Südosten Tirols. Leider!

       
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      Stadtner
      vor einem Monat

      @Bobby: Im Print in OB ist ein wenig mehr. Oskar Schatz, der Peer, Ruggenthaler Dietmar, dann noch einige mit Anhang wie Stotter, Ruggenthaler,.....

      Die Politik und der Franz feiern sich, wenn viele Leute nicht wissen wie sie sich alles leisten können und die Sozialdemokratie mittendrin. Erinnert an die Dekadenz in den 20 ern. Das interessante ist, es war kein ÖVP ler der Stadt dabei, auch wie diese nicht nach JH fahren werden.

       
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      Village Pizza
      vor einem Monat

      @Bobby Was sagt es über die politische Landschaft eines Landes aus, wenn schon sehr kleine Politiker:innen zur "politischen Prominenz" gehören?

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      Wie kann man herausfinden wer das bezahlt hat?

       
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      beobachter52
      vor einem Monat

      Toll, werden wieder einmal alle niedrigen Neidinstinkte angesprochen!

       
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      senf
      vor einem Monat

      @stadtner, du merkst oben an: "... wie sie sich alles leisten können und die Sozialdemokratie mittendrin", du hast aber auf die innige umarmungen der christlich-sozialen und die angeblich überparteilichen aussenrum vergessen. wenn schon, dennschon! nicht halbe Sachen schreiben! bitte nicht zu böse sein :-)

       
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      senf
      vor einem Monat

      @Annalies: Wenn die Anwesenheit in Cortina (Tirolerhaus) im Interesse der Gemeinde war, kann eine Spesenrechnung gelegt werden (Busfahrt, ÖBB, + Tagessatz/begründete Mehrkosten gegen Rechnung- so TGO) - außer die Unkosten werden von Dritten getragen (TVB, Olympiakomitee :-). Wer dorthin eingeladen hat wäre interessant zu wissen.

      Im Falle des TVB-Osttirol zahlen den Ausflug unsere Gäste + Unternehmen, wahrscheinlich übers Werbebudget, das müsste aber im Auftrag des Aufsichtsrates planmäßig erfolgt sein - außer die Unkostensumme passt noch in de Rahmen der frei verfügbaren Mittel des Obmannes. Was i persönlich gar ned glaub.

      Dass jemand sein Privatbörserl geöffnet hat, ist fraglich. Das herauszufinden wäre wohl Sisyphusarbeit, was die Gäste diese Hauses ja sicher wissen.

      Vielleicht ist aber das Land spendabel, in guter Nachbarschaft, wie es oft heißt.

       
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      Ofentschtsche
      vor einem Monat

      Gerade in Osttirol gibt es einige die leben wie die Made im Speck......

       
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klardenker
vor einem Monat

Besser hätte man es nicht formulieren können! Er wird wohl nie zur Rechenschaft gezogen werden, was aber ein Muss wäre, denn sonst haben alle anderen Bürgermeister auch einen Freibrief. Sie wissen dass die Aufsichtsbehörde (BH Lienz) gar nichts machen kann. Sie ist kein komplett leerer Posten. Die Gemeinden und deren Bürgermeister können machen was sie wollen. Sie nützen ihre Macht aus, wenn jemand im Gemeinderat nicht ihrer Meinung ist, wird er mundtod gemacht oder wenn er ein bisschen Hausverstand hat dann verlässt er das Gremium. Traurig aber wahr, Korruption steht an erster Stelle. Gemeinderatswahlen udg. sollten anders ablaufen, zum Beispiel wie in Kartitsch mit Vorwahlen, dann kommen für die Bevölkerung die interresantesten Personen an die Macht und nicht die machtgeilen selbsternannten Diktatoren.

 
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Stadtner
vor einem Monat

Dass Bürgermeister in Cortina mit Andreas Köll posieren – finanziert durch die Tourismusabgaben hart arbeitender Unternehmer – spricht Bände über das moralische Kompass-System in Politik und Tourismus. Dass für private Vergnügungen nicht selbst in die Tasche gegriffen wird, zeugt von einer Distanz zum Anstand dieser Personen.

Das „System Köll“ florierte in einem Biotop aus Gefälligkeiten und öffentlicher Selbstdarstellung. In der Bergrettungshütte wurden auch Netzwerke gebildet, die als loyale Netze dienten, als das finanzielle Kartenhaus der Gemeinde zu wanken begann. Währenddessen vergaßen die lokalen Medien ihre Kontrollfunktion und agierten eher als Sprachrohr denn als kritische Beobachter.

Wir müssen verstehen: Wer Ämter hortet, verliert den Fokus. Qualität und Sorgfalt leiden zwangsläufig unter der Gier nach Machtpositionen. Wir brauchen keine egozentrischen Selbstdarsteller am Rednerpult, sondern echte Volksvertreter. Transparente Vergabesysteme, eine strikte Begrenzung von Mehrfachfunktionen und klare Haftungsregeln sind keine bloßen Wünsche, sondern eine Notwendigkeit, um das „System der Postenschacherei“ endlich zu beenden.

Im Bezirk gibt es jedoch weiterhin einige, die dieses System aufrechterhalten und sogar verteidigen. Zudem ist zu beobachten, dass insbesondere im Umfeld der ÖVP erneut versucht wird, eine Art „Wunderwuzzi“ aufzubauen, der zahlreiche Funktionen bündelt und als unersetzlich dargestellt wird. Wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik wieder gestärkt werden soll, müssen solche Entwicklungen bereits im Ansatz kritisch hinterfragt und konsequent unterbunden werden. Nur durch Transparenz, klare Regeln und echte Kontrolle kann verhindert werden, dass sich ein Muster Köll wiederholt.

 
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    Pilz
    vor einem Monat

    @Stadtner leider ist es so :( Es ist beruhigend, dass auch andere Leute merken: ein neuer AK ist bereits im Rennen: "Wunderwuzzi" ober Lienz.

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Gemach, Gemach. 'Butter bei die Fische'. Ihn jetzt schon mit Köll zu vergleichen..... Er ist jung, aufstrebend und sitzt im Bundesrat. Dass Kölls Persönlichkeit primär und das begünstigende Umfeld sekundär zu diesem Desaster geführt haben ist wohl unbestritten. Jedoch jeden ambitionierten Jungpolitiker unter Generalverdacht zu stellen, wäre unfair. Ich komme mir zunehmend vor wie im Tierreich, umgeben von Silberrücken- und Platzhirschphänomenen!

       
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      Pilz
      vor einem Monat

      @Annalies Ich durfte in den 1980ern einen Anda jung und aufstrebend kennen lernen, der mit dem Andreas von heute so gar nichts mehr gemein hat. Es hat klein angefangen mit wichtigen Treffen und Parties der Wichtigen. Im Gegenzug wurden Wichtige und Freunderl eingeladen auf Kosten der Ämter in denen man tätig war. Abwesenheit in der Ortschaft, da hat inzwischen die "Vize" gebuggelt und zu den Fototerminen war man da. All dies ist bereits jetzt Realität ober Lienz. Es kommt nicht nur auf die Persönlichkeit an, sondern auch auf das System, dass dies zulässt und die Personen auch zu solchen Persönlichkeiten macht.

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      @pilz Ich kenne den BM nicht persönlich. Da ich seit einigen Monaten poste, ist mir aufgefallen, dass junge, selbstbewußte Männer öfters heftiger Kritik ausgesetzt sind. Generell finde ich es entscheidend, wie die Causa Köll weiter verfolgt wird. Rechtlich, aber auch hinsichtlich der nicht reagierenden Kontrollinstanzen. Wie wird die ÖVP damit umgehen? Herrscht ein Unrechtsbewußtsein? Ist man von Seiten der LR aufrichtig um eine Aufklärung bemüht? Welche Maßnahmen resultieren daraus? Mein Eindruck ist, dass sich, innerhalb der Partei, durch die vielen Jahre hindurch ' Verhaberung', 'Arroganz' und 'Ignoranz' in der DNA festgesetzt haben, ähnlich der ' Großmannssucht' Kölls. Nun wieder, wie üblich, ein kurzes Statement und den Blick nach vorne richten, ist inakzeptabel. Das wird Konsequenzen haben und auf das Konto der FPÖ einzahlen. Nicht, dass ich dies möchte. Ich würde Kickl lieber als Redenschreiber für den Villacher Fasching sehen als in der Bundespolitik! Aber die Anzahl der enttäuschten Protestwähler (innerhalb beider Großparteien) steigt kontinuierlich. Und falls, wie von Vielen befürchtet, alles so weitergeht wie bisher, sollte das Bürgermeister-Amt auf zwei Perioden beschränkt werden.

       
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      Cogitat
      vor einem Monat

      Das stimmt - einer, der fast überall anwesend ist, nur nicht vorwiegend in seiner Gemeinde, wo ein Bürgermeister sein sollte.

       
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    Joe B. Tolliver
    vor einem Monat

    Ich habe noch nirgends gehört bzw gelesen dass AK Wahlen gefälscht hätte; die Menschen dürften sich also wohl von ihm vertreten gefühlt haben.

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Das ist nicht schwer zu erklären. So wie auch andere Menschen hat Köll nicht nur 'Schlechtes' getan. In Sachen Sozialpolitik hatte er ein offenes Ohr und unterstützte 'seine' Sozialrefentin. Z.B. Beim Stellenabbau der Fa. Anita brachte er einige gekündigte Mitarbeiterinnen im BKH unter. Köll hat zwei Gesichter, wobei das machtbesessene, arrogante und manipulative stets mehr in den Vordergrund rückte und letztendlich seine Performance dominierte. Wahrscheinlich ein Drama für ihn persönlich, jedoch sicher auch für sein Umfeld. Niemand will auf diese Weise seine Laufbahn beenden. Und der Schaden für das Image der Politik ist enorm.

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      Um Missverständnisse zu vermeiden: Die Miarbeiterinnen der Fa. Anita bekamen im BKH bereits ausgeschriebene, noch nicht besetzte Stellen in den Wirtschaftsbereichen. Für ÖVP- Funktionäre und/oder deren Angehörige wurden Stellen geschaffen oder Bewerbungsabläufe manipuliert oder auch vertragliche Sonderkonstruktionen gewährt. Man denke an den 'Selbsthilfe-Familienbetrieb'.

       
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Oggu84
vor einem Monat

Eine großartige Analyse des Köllischen Alleinherrschers ... wirft auch ein äußert schlechtes Bild auf EB ... ich hoffe, bei der nächsten Gemeinderatswahl gibt es die Quittung für die Frau Bürgermeisterin! Aus der Liebburg hört man auch nichts Gutes🙈!

 
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    Oggu84
    vor einem Monat

    Aha, die braven Verteidiger der EB, eben brave und gehorsame Untergebene aus der Kaderschmiede, melden sich mit orangen Gesten. Man will es einfach nicht wahrhaben.

     
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      uggo1984
      vor einem Monat

      Lieber Nutzer Oggu84, ich möchte höflich um etwas Rücksicht bitten.

      Mein Name ist Rene Uggowitzer, und ich bin in Lienz seit vielen Jahren unter dem Spitznamen „Uggo“ bekannt. Da ich beruflich bei der Stadtgemeinde Lienz tätig bin, kommt es leider immer wieder zu Verwechslungen zwischen deinem Benutzernamen und meiner Person – insbesondere im Zusammenhang mit Kommentaren auf Dolomitstadt.at

      Diese Verwechslungen sind für mich persönlich und beruflich sehr unangenehm, da ich nicht der Nutzer „Oggu84“ bin.

      Ich würde dich daher freundlich ersuchen, darüber nachzudenken, deinen Benutzernamen so zu ändern, dass künftig keine Missverständnisse mehr entstehen.

      Vielen Dank für dein Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen Rene Uggowitzer

       
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      senf
      vor einem Monat

      @uggo1984, da scheint ja ein ganz durchtriebener seine spielchen zu betreiben. Anschwärzen, Gerüchte verbreiten. Vielleicht war er beim Zipfelbobfahren einmal der unterlegene? Sowas beschäftigt manche Leute Jahrzehnte.

      Aber du hast recht, er sollte den Nic ändern, wenn er den nötigen Anstand zambringt. Aber solange er Schwarzers Fragen nicht beantworten kann, bleibt es wohl bei der Hoffnung :-)

      Schönen Sonntag, Rene!

       
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      Oggu84
      vor einem Monat

      Sry, dann werde ich meinen Account löschen und mir einen neuen Benutzernamen suchen, wenn ich dir Schwierigkeiten gemacht habe. Zu meiner Meinung stehe ich aber nach wie vor ... unsere Politiker*innen richten es sich halt, das ist traurige Realität ... deren Arroganz uns gegenüber ist nicht zu überbieten.

       
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      uggo1984
      vor einem Monat

      @Oggu84 Vielen Dank!

       
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    Hannes Schwarzer
    vor einem Monat

    Ach der 'Insider' Oggu wieder! Wie wär's mit dem einen oder anderen konkreten Beispiel, das 'man so aus der Lieburg hört' ?? Ein, zwei täten reichen!

     
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      Oggu84
      vor einem Monat

      Besser ein Insider als ein Outsider😉.

       
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      Hannes Schwarzer
      vor einem Monat

      @Oggu: also doch keine Beispiele!! Schwach !!!! Genau deswegen bin ich für eine Klarnamenpflicht, dann hört sich das anonyme, gehässige Anpatzen auf! Von wegen Insider.....gell?

       
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      Kurgan
      vor einem Monat

      Hallo Herr Schwarzer, wir warten immer noch auf Ihre Antwort bzgl. Jackson-Besuche. Die Frage war: Was waren die wichtigen Erkentnisse und die Wertschöpfung für Lienz? Wo ist die Leistung? 😉

       
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    Annalies
    vor einem Monat

    Man denke an das Märchen: 'Rotkäppchen und der böse Wolf'. Letztendlich hat es den Wolf besiegt. Innerhalb des GVA war Köll schon einige Zeit wegen seiner diktatorischen Haltung und seiner unkontrollierten Cholerik unbeliebt. Da die Wahl bevorstand, wurde heftig diskutiert. Scheinbar niemand war bereit gegen Köll anzutreten. Und wer brachte wohl Zanon ins Spiel?

     
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      r.ingruber
      vor einem Monat

      Das, verehrter Herr/Frau glaube ich nicht! Da wüsste die unlängst zu siner Stellvertreterin Vorgeschlagene mehr als der Chefredakteur und auch mehr als der Senf, der Frau Blanik allenfalls ein von der kolportierten Linie abweichendes Verhalten bei der geheimen Abstimmung zugetraut hat.

      https://www.dolomitenstadt.at/2022/04/08/bkh-lienz-bernhard-zanon-ist-neuer-obmann/

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      Herr Ingruber, in der Politik gibt es keine Freundschaften, nur Interessen. Und selbst 'offensichtliche' Unterstützer wissen, wann die Reißleine zu ziehen ist. Das unterscheidet sie essentiell von Privatpersonen. Nochmals, ich agiere ohne parteipolitischen Hintergrund!

       
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gewa
vor einem Monat

Die Basis unseres Demokratiebewusstseins hat eine Basis mit sehr dünnen und flachen Wurzeln. Im "Heiligen Land Tirol" ist man immer verpflichtet, päpstlicher als der Papst zu sein, KATHOLISCH vor allem: das heißt "allumfassend", also nicht relativierbar. Hände falten, Goschen halten! Und wer sich diesem System anpasst, wird ebenso unantastbar und bleibt es. Das einzige Gericht ist das himmlische.

 
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defi
vor einem Monat

Ein kleiner Trump, nur eine andere Größenordnung!

Der Rest ist gesagt!

 
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    Joe B. Tolliver
    vor einem Monat

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

     
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rokovi
vor einem Monat

perfekte,realistische Darstellung-danke,Gerhard!🧨🤪

 
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gerimesser
vor einem Monat

wenn man sich erinnert, wie sich bei früheren "köllkritischen" Berichten die DISLIKES auf wundersamte Art und Weise in wenigen Minuten vervielfacht haben, darf man aktuell davon ausgehen, dass sich etwas geändert hat, oder es kommt ja doch noch die Vermehrung?

 
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lucky 04
vor einem Monat

Vielen Dank Herr Pirkner, für diesen so perfekten Artikel!! Chapeau, und nochmals Chapeau!!!!

 
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r.ingruber
vor einem Monat

Erinnert sich eigentlich noch jemand der erbosten Reaktionen im Forum von Dolomitenstadt, vorgetragen im perfekten Juristenjargon und von abenteuerlichen Nicknames signiert, die eine auch nur gehauchte Kritik an Matreis Bürgermeister auslösen konnte? "stick" war einer davon, mit dem ich mich nie hätte anlegen wollen, um keinen SLAPP-Stick zu provozieren.

 
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Pilz
vor einem Monat

Der/die Bürgermeister:in einer Gemeinde erhält jene Macht, die ihm der Gemeinderat erteilt. Alle jene Gemeinderät:innen, die dieses Desaster in Matrei ermöglicht haben sind ebenfalls zur Verantwortung zu ziehen! Ein Präzedenzfall wo zukünftig in Gemeindestuben vieles aufhören würde. (Mir ist bewusst, dass dies in Matrei nicht so einfach war.)

 
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    Pichlerj
    vor einem Monat

    ....genau so ist es!

     
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    BettinaHuber
    vor einem Monat

    Und gleichzeitig zoll ich all jenen meinen ganzen Respekt, die trotz der o.g. Drohungen und Einschüchterugen den Mut hatten, sich öffentlich und privat gegen A. Köll zu stellen.

     
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      isnitwahr
      vor einem Monat

      @Frau Huber, Einer von denen war Ihr hoch geschätzter Gatte, er und wenige Andere hatten Rückgrat bewiesen.

       
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wolfgangwien
vor einem Monat

Wurde von irgendeiner Seite schon eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch eingebracht?

 
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Shusha
vor einem Monat

Wer das BKH nur vom Hörensagen kennt, sollte mit vorschnellen Urteilen vorsichtig sein. In den vergangenen Jahren wurden Menschen öffentlich bewertet, ohne dass deren tatsächliche Arbeit oder die Hintergründe bekannt waren. Ein Primar, der im Interesse seiner Abteilung und der Patienten handelte – einer Abteilung, die im Vergleich zu anderen bemerkenswert stabil blieb und wenig Personalfluktuation aufwies. Er sollte den Platz räumen um einem anderen Platz zu machen. Als sich seine Position letztlich als berechtigt herausstellte, trotzdem gehen musste, wurde er dennoch als „schwierig“ oder „böse“ dargestellt.

Ähnlich erging es der vorigen Verwaltungsleitung: fachlich kompetent, strukturiert und mit klaren Handeln, das BKH finanziell für die Zukunft zu sichern. Einzelne Führungskräfte sahen sich in gewohnten Abläufen plötzlich eingeschränkt, weil nicht mehr jeder Anspruch automatisch erfüllt wurde. Es kam zu Widerstand – und diejenige, die Veränderungen mittrug, wurde zunehmend zur Projektionsfläche für Kritik.

Darf man sich nicht mehr sachlich zur Wehr setzen, wenn Entscheidungen oder Entwicklungen aus fachlicher Sicht problematisch sind? Ist es wirklich ein Zeichen von „Bösartigkeit“, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Grenzen aufzeigen? Besonders bedenklich ist, wie rasch sich Teile der Öffentlichkeit an Bewertungen beteiligen, ohne die Hintergründe zu kennen. Wer keine Einblicke in interne Abläufe hat, sollte mit Schuldzuweisungen vorsichtig sein. Denn am Ende entsteht ein verzerrtes Bild – zulasten jener, die schlicht ihre Arbeit gemacht und den Mut hatten, für ihre Position einzustehen. Im Kern geht es in all diesen Fällen um Entscheidungen und Handlungen des damaligen Obmanns. Verantwortung ist keine abstrakte Größe – sie entsteht dort, wo Macht ausgeübt und Weichen gestellt werden. Wer entscheidet, trägt auch die Konsequenzen. Und wer in leitender Funktion handelt, kann sich nicht dauerhaft hinter Strukturen, Gremien oder nachträglichen Interpretationen verstecken. Die eigentliche Frage ist daher nicht, wer heute was relativiert, sondern wer damals entschieden hat – und ob daraus Verantwortung übernommen wird. Genau daran misst sich politische Glaubwürdigkeit.

 
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Laurel
vor einem Monat

nichts mit Aufgaben erfüllt … aufarbeiten und verantwortliche zur Rechenschaft ziehen … hoffentlich lässt die Opposition nicht locker

 
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Neutral
vor einem Monat

Andrew Windsor-Mountbatten, immerhin Mitglied des britischen Königshauses hätte sich wohl auch nie gedacht, dass er je verhaftet werden würde. Nachdem Österreich ebenso wie Großbritannien zum Glück eine funktionierende Justiz hat, kann man davon ausgehen, dass diese Mühlen nun langsam oder sicher zu mahlen beginnen.

 
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ruhigblut
vor einem Monat

....genauso schauts aus...Hut ab vor ihrem Mut Herr Pirkner

 
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Shusha
vor einem Monat

Seit Jahren wurden Entwicklungen kritisiert, Probleme benannt und Warnungen ausgesprochen. Dass heute noch so getan wird, als müsse man „erst alles prüfen“, wirkt zunehmend wie ein Ausweichen. Verantwortung zeigt sich nicht in immer neuen Analysen, sondern im Handeln. Politische Verantwortung bedeutet auch, Fehler einzugestehen, Konsequenzen zu ziehen und Vertrauen aktiv wieder aufzubauen. Genau das erwarten sich Bürgerinnen und Bürger – nicht weitere Erklärungen, sondern klare Entscheidungen. Viele Entwicklungen rund um den „Fall Köll“ wurden offenbar lange kritisiert, ohne dass ausreichend reagiert wurde. Wer heute überrascht tut, macht es sich zu einfach. Entscheidend ist nicht Empörung im Nachhinein, sondern die ehrliche Frage: Warum konnten Warnsignale über Jahre hinweg ignoriert werden – und wer trägt dafür politisch Verantwortung? Denn eines ist offensichtlich: Wenn Verantwortung dauerhaft vertagt wird, entsteht der Eindruck, dass politische Konsequenzen in manchen Fällen weniger greifen als in anderen. Und dieser Eindruck ist für das Vertrauen in die Politik weit schädlicher. Zurück bleibt bei vielen vor allem ein Gefühl der Ohnmacht: die Erfahrung, keine echte Möglichkeit zu haben, sich zu wehren oder gehört zu werden, wenn Missstände benannt werden. Genau dort beginnt der Vertrauensverlust – nicht erst bei Fehlern, sondern beim Eindruck, dass Wahrheit und Kritik folgenlos bleiben.

 
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isnitwahr
vor einem Monat

Was für ein brillant geschriebener Artikel, herzliche Gratulation zu dieser Treffsicherheit! Und danke für die Offenheit und den Mut, das alles zu schreiben. Der Herr Brugger wird, wo immer er jetzt ist, Lambada tanzen...

 
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senf
vor einem Monat

Im Kommentar hat sich ein wenig Licht auf die Ursache Dr. Olga Reisners "Abgang" aufgetan.

 
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    Oggu84
    vor einem Monat

    Da muss man aber feststellen: GSD ist die Dame weg. Dr. Heinricher macht einen guten Job.

     
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      senf
      vor einem Monat

      Was macht sie anders? In der Hoheitsverwaltung hat sich ein Beamter nun mal nach dem Gesetz zu halten und objektiv zu entscheiden. Hättest du da eine handfeste Beweis dass bei der einen oder anderen nicht geschehen ist? Wenn ja, bitteschön, tob dich aus!

       
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      isnitwahr
      vor einem Monat

      @senf - MITARBEITERFÜHRUNG

       
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      Joe B. Tolliver
      vor einem Monat

      Es stimmt, Dr. Heinricher scheint bis jetzt einen guten Job zu machen. Ich empfinde es aber nicht als großes Glück, wenn jemand aus dem Amt gemobbt wird. Und bei Gott würde ich mich dafür auch nicht bedanken.

       
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Ombudsman
vor einem Monat

Besser kann man es nicht beschreiben

 
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Seifenstein
vor einem Monat

"Und so wage ich die Prognose, dass Kölls politischer Lebensabend ruhig bleiben wird. Niemand will sich die historischen Aufräumungsarbeiten wirklich antun." Ein trauriger Befund. Wo leben wir eigentlich ? Ich glaube immer noch an den Rechtsstaat. Das Wollen muss durch ein Müssen ersetzt werden. Die oben angeführten Verfehlungen müssen aufgeklärt werden, vorallem um sie zukünftig zu verhindern.

 
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Annalies
vor einem Monat

Geschätzter Herr Pirkner, Ihre Darstellung und Problemanalyse decken sich vollständig mit meinen Beobachtungen und persönlich Erlebtem. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie Köll über einen so langen Zeitraum und dermaßen 'grenzüberschreitend' ( möglichweise gesetzlich, sicher menschlich, ethisch) agieren konnte/durfte. Vielleicht wäre es teilweise dadurch erklärbar, dass er ganz gezielt sein Netzwerk auf- und ausgebaut hat, innerhalb dessen mit Belohnung und Bestrafung gearbeitet wurde. Er scheint manipuliert und vor allem gelogen zu haben. Köll hat Menschen benützt und für seine Zwecke instrumentalisiert. Ein Anruf von ihm genügte um z.B. eine 'neue' Stelle für eine(n) Prote ge'(e) zu schaffen oder Bewerbungsabläufe zu beeinflussen. Personen, die in seinem Sinne agierten, wurden z.B. mit einem Skiwochenende in Matrei 'belohnt'. Und zu den Primarärzten: Einige erlagen ihren eigenen narzistisch gefärbten Bedürfnissen und Eitelkeiten, die Köll gekonnt zu bespielen wusste. Andere sind ausgewichen, oft müde und überzeugt, dass man gegen Köll nicht im Ansatz eine realistische Chance habe. Diese 'innerliche Emigration' hatte natürlich Auswirkungen auf den gesamten Betrieb. Wie kann man ein Comeback Kölls verhindern? Zuerst wird wohl die event. strafrechtliche Komponente zu klären sein. Ein Untersuchungsausschuss könnte mögliche politische Verwebungen ans Tageslicht bringen und beleuchten, warum die Kontrollinstanzen sich dermaßen insuffizient präsentiert haben. Und wir Bürger sollten achtsam bleiben und uns auch unserer Mitverantwortung an der Entstehung und dem Erhalt solcher 'erosiven' Systeme bewußt sein!

 
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    senf
    vor einem Monat

    ...mit einem Skiwochenende in Matrei 'belohnt' ... und nach "Marktlengerücht" bei der Bergerettungshütte magenfüllend abgefertigt und geformt.

    Ob die Lisl den Anda wirklich bewundert hat, mag man bezweifeln, aber das gegenseitige Steigbügelhalten für sie als Gemeindeverbandsobfrau der Bezirksaltersheime und ihn als Gemeindeverbandsobmann für das Bezirkskrankenhaus mag die beidseitige Annäherung über "Amtsperioden" gefestigt haben. Vielleicht untertänig!

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Es kann auch der/die Wähler/in regulieren, wie das Beispiel in Sillian beweist. Dort wurde das Ausleben niedriger Instinkte (Schimpftiraden, Impulsdurchbrüche) aus der Amtsstube entfernt.

       
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denker
vor einem Monat

und was passiert jetzt??? gar nix!!! oder glaubt wirklich jemand daran dass der herr auch nur einen fehler eingesteht oder einen euro des verursachten schadens bezahlt??? ausser zigtausende anfallende euros zur Aufarbeitung passiert nichts. wer bezahlt es,natürlich wir steuerzahler.

 
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dolo
vor einem Monat

Gratuliere Herr Pirkner. Auf den Punkt gebracht. 👍👍👍

 
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