Der Leiter des SOS-Kinderdorfs im Osttiroler Nußdorf-Debant darf nach „schwerwiegenden Vorwürfen“, die Anfang des Jahres im Zuge der Missbrauchscausa rund um die Organisation bekannt geworden waren, wieder in den Dienst zurückkehren. Nach einer Sonderuntersuchung sei seine Dienstfreistellung wieder aufgehoben worden, teilte das SOS-Kinderdorf am Montag mit. Zwei Personen hatten Vorwürfe erhoben bezüglich einer Zeit, als der Mann noch nicht Kinderdorf-Leiter war.
Laut der Organisation sei geprüft worden, ob ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt oder eine Kindeswohlgefährdung durch die Standortleitung vorliege. „Beide Sachverhalte konnten auf Basis der Voruntersuchung und der vorliegenden Informationen nicht bestätigt werden“, hieß es in der Stellungnahme. Die generelle Aufarbeitung war noch nicht abgeschlossen, diese werde „die Geschichte des Standorts im zeitlichen Verlauf betrachten“.
Vorwürfe um frühere berufliche Tätigkeit des Mannes
Im Jänner hatte es geheißen, dass es sich bei den Vorwürfen um die damalige berufliche Tätigkeit des nunmehrigen Leiters in den 1990er- und 2000er-Jahren drehe. Die betroffenen Personen seien mittlerweile erwachsen und nicht mehr in Betreuung. Während der Aufarbeitung wurde eine interimistische Leitung eingesetzt.
In der Osttiroler Gemeinde Nußdorf-Debant ist das zweitälteste SOS-Kinderdorf beheimatet. Auch hier hatten sich im vergangenen Jahr zwei Frauen gemeldet, die in den 1990er-Jahren dort ihre Kindheit verbrachten und von gewalttätigen Übergriffen berichteten.
13 Postings
Wie ist das mit dem Datenschutz? Müssen bei einer (firmeninternen) Maßnahme (vorübergehende Freistellung) die Medien informiert werden und vor allem, müssen diese ausführlich darüber berichten? Auch wenn kein Name genannt wird, weiß doch jeder, wer der Kinderdorfleiter ist! Welche Belastung es für ihn und seine Familie ist und welche Auswirkungen es auf seine berufliche Autorität hat, haben schon Vorposter ausgeführt! Da hätten meiner Meinung nach Journalisten auch eine große Verantwortung (Bericht erst nach Abschluss der Untersuchung), aber das wird wohl ein Wunschdenken bleiben ....
Die Art und Weise, wie auf Dolomitenstadt über die Dienstfreistellung des einen Leiters (es gibt nämlich zwei) berichtet wurde, war informativ, nicht wertend oder insinuierend. Das ist etwas, was ich an diesem Medium schätze. Ich fühle mich informiert, aber nicht gelenkt oder manipuliert. Die Aufgabe seriöser Medien ist es generell, über Fakten zu berichten, andernfalls könnte man den Vorwurf erheben, dass bestimmte Themen unter den 'Teppich gekehrt' werden. Diese Art der Berichterstattung erfüllt keinesfalls die Kriterien einer Datenschutzverletzung.
... Erwachsen und nicht mehr in Betreuung, - > nein, anscheinend nicht / und ja, leider nicht mehr in Betreuung, oder noch nicht.
Gottseidank ist alles vom Tisch, der Betroffene sollte jetzt auf Schadenersatz klagen. Denn das war/ist eine enorme Rufschädigung. Herr . ist ein anständiger und netter Mann
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Wie ticken eigentlich solche anonymen Anzeiger? Nach dem Motto: einen Versuch ist's wert zu Geld zu kommen !" Anonyme Anzeigen sollte es nicht geben bzw. zur Rechenschaft gezogen werden, aber ordentlich.
Anonym ehrenwerte Menschen ungerechtfertigt verunglimpfen, - was sind das doch für elende Figuren!
... sagt jemand, der anonym postet...
Ein anonymes Posting ist schon etwas anderes als eine anonyme Anzeige. Allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass die anonymen Postings gleich nach Bekanntwerden der Suspendierung weder objektiv noch wohlwollend waren. Welch ein Kontrast zu den jetzigen Wortmeldungen.
🤣🤣🤣 - der Vergleich war gut. Wie postet denn du ? Herr/Frau Isnit Wahr. Isnit - ein schöner Vorname, gefällt mir, noch nie gehört!
Also, ich habe den Artikel jetzt zweimal gelesen, von einer anonymen Anzeige ist mir da nichts untergekommen. Die zwei Personen die die Sache angezettelt haben, werden wohl bekannt sein, sonst könnte man der Sache nicht auf den Grund gehen.
Ich hatte mit dem ungerechtfertig Verunglimpften beruflich oft zu tun, und konnte dabei erleben wie sehr er sich für seine Pfleglinge einsetzt. Ein grossartiger Mensch, der sich das nicht verdient hat.
Wer den Leiter des Kinderdorfs persönlich kennt, hat sowieso nie geglaubt, dass die Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen. Wünschenswert wäre, dass die mediale Berichterstattung jetzt gleich ausführlich erfolgt, wie sie die angeblichen Verfehlungen verbreitet haben... die Familie hatte sicher keine leichte Zeit!!
Bin ganz Ihrer Meinung @interessant. Für normal müsste nun wohl der Unschuldige so entschädigt werden wie es umgekehrt gewesen wäre. Solch wie sich herausstellte unbegründete Anschuldigungen sind wohl kaum gut zu machen. Wäre ich der Betroffene würde ich jetzt "einen Gang" zulegen.
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