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Mia Wendelin liest „Moritz Murmel“

Mit ihrer Geschichte sicherte sich die zehnjährige Nußdorferin den Bezirkssieg beim Tiroler Vorlesetag.

Mia Wendelin ist erst frischgebackene zehn Jahre alt - und doch erzählt sie bereits Geschichten, wie es ihr manch „Großer“ erst einmal nachmachen muss. Die Schülerin der Volksschule Nußdorf hat aber nicht nur kürzlich ihren ersten runden Geburtstag gefeiert, sondern darf sich seit kurzem außerdem Bezirkssiegerin nennen: Für ihren Text „Moritz Murmel, das mutige Murmeltier“ wurde Mia im Rahmen des Tiroler Vorlesetags 2026 von der Bezirksjury in Lienz als Nachwuchsautorin ausgezeichnet.

Geschichtenwettbewerb für vierte Klassen

An diesem Geschichtenwettbewerb nahmen Schüler:innen aus Volksschulen in ganz Tirol teil und waren unter dem Motto „Wenn Moritz Murmel träumt - Geschichten von Mut und Freundschaft" dazu eingeladen, Texte einzureichen.

Mia freut sich mit ihrer Lehrerin Sandra Praster-Trojer über ihren Bezirkssieg. Foto: Dolomitenstadt/Sint

Mias Lehrerin, Sandra Praster-Trojer, nahm den Bewerb zum Anlass, um das Schreiben von Geschichten mit ihrer vierten Klasse zu üben. Bereits im letzten Jahr hatte die Pädagogin mit ihrer damaligen vierten Klasse am Bewerb teilgenommen und einen dritten Platz erreicht.

Im Unterricht wurde das Murmeltier Moritz Murmel vorgestellt und die Eigenschaften der verschiedenen Charaktere wurden besprochen. Außerdem erklärte Praster-Trojer passende „Wie-Wörter“, die direkte Rede und die richtige Zeitform.

Herbstferien wurden zum Schreiben genutzt

Der Schreibprozess selbst fand hingegen während der Herbstferien zu Hause statt. „Wir waren zuerst in Graz. Während der Autofahrt habe ich mir bereits Stichwörter gemacht und die Geschichte überlegt. Als wir dann wieder zu Hause waren, habe ich mich an Mamas Computer gesetzt und die Geschichte geschrieben", erzählt Mia. Auch ein Bild zum Text habe sie – mit ein wenig Hilfe von ihrem Papa – selbst gemalt.

Klasse freute sich mit Mia

Die fertige Geschichte wurde dann zunächst in der Schule abgegeben und intern mit dem ersten Platz prämiert. Anschließend folgte die Einreichung bei der Bezirkshauptmannschaft und die Prüfung durch eine Bezirksjury, wo sich Mia unter allen teilnehmenden Kindern aus Osttirol durchsetzen konnte. Sobald der Sieg feststand, verkündete Lehrerin Praster-Trojer die frohe Nachricht sogleich in der Klasse, die Mia mit einem Applaus gratulierte.

Landessieger wird im März gekürt

Ob Mia auch noch auf Landesebene überzeugen kann, wird sich zeigen, wenn die Landesjury im Laufe dieser Woche die beste Geschichte Tirols kürt. Für den Gewinner bzw. die Gewinnerin winkt aber ein großes Schulfest, das am 27. März an der Gewinnerschule veranstaltet wird. Die 27 besten Nachwuchsgeschichten erscheinen zudem im neuen „Tiroler Vorlesebuch“.

Beim Vortragen hat Mia keine Scheu: Als Tänzerin und Musikerin ist sie die Bühne gewöhnt. Foto: Dolomitenstadt/Sint

Schon jetzt kann Mia aber stolz auf ihre Leistung sein. Ihre Eltern sind es jedenfalls, wie Mama Manuela Guggenberger erzählt. Ohnehin sei Mia eine motivierte und fleißige Schülerin, die auch freiwillige Übungsbeispiele aus der Schule gerne bearbeitet. Außerdem werde in der Familie viel gelesen: „Früher haben wir Eltern vorgelesen, mittlerweile liest uns Mia am Abend vor“, beschreibt die Mutter das gemeinsame Abendritual.

Vorgelesen hat Mia auch uns: Im Video hören Sie die Autorinnenlesung von „Moritz Murmel, das mutige Murmeltier“.

2 Postings

Verena
vor 51 Minuten

So eine bezaubernde Geschichte! Das hast du wirklich toll gemacht, liebe Mia! 🤩

 
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lia
vor 5 Stunden

wohltuend im vergleich zum weltwahnsinn.

 
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