Am MCI Campus Lienz trafen sich Ende Februar rund 70 Expertinnen und Experten aus vier europäischen Ländern zum Symposium „Datengetriebene Gebäudemodelle für prädiktive Regelung“. Die Veranstaltung markierte zugleich den Auftakt eines gemeinschaftlichen Forschungsprojekts von Hella, iDM und dem MCI, das vom Klima- und Energiefonds sowie dem Bundesministerium für Klimaschutz gefördert wird.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Gebäude mithilfe datenbasierter Modelle und lernender Regelungssysteme energieeffizienter betreiben lassen. Fachvorträge beleuchteten aktuelle Entwicklungen in KI-gestützter Gebäudeautomation, hybriden Modellansätzen und selbstoptimierenden Systemen. Ziel ist es, physikalische Modelle mit Algorithmen zu verbinden, die den Gebäudebetrieb in Echtzeit steuern.

Robert Weitlaner, Head of Innovation-LAB bei Hella, betonte: „Ziel des Symposiums war es, führende Forschende und Entwickler:innen zu vernetzen und einen intensiven fachlichen Austausch zu ermöglichen.“ Markus Male, Leiter Forschungsprojekte bei iDM, sieht im Osttiroler Industrieschwerpunkt großes Potenzial: „Das Potenzial, die Energieeffizienz und Energiesystemdienlichkeit von Gebäudetechnik durch vorausschauende, intelligente und gesamtheitliche Regelung zu steigern, ist riesig.“
Im Forschungsprojekt werden Betriebsdaten aus Heizung, Verschattung und Lüftung genutzt, um mathematische Modelle für die intelligente Steuerung zu entwickeln. Diese erlauben – kombiniert mit Wetterprognosen – eine vorausschauende und energieoptimierte Regelung zentraler Gebäudesysteme. „Mit den beiden Firmen Hella und iDM forschen und entwickeln wir am Puls der Zeit“, erklärte Silvia Öttl, stellvertretende Studiengangsleiterin Smart Building Technologies am MCI.
Das Symposium unterstrich die Bedeutung von angewandter Forschung und internationaler Vernetzung für nachhaltige Gebäudetechnologien – ein starkes Signal für die technologische Innovationskraft in Osttirol.
4 Postings
Gut, dass es Dolomitenstadt gibt – sonst würde man von solchen Veranstaltungen kaum etwas mitbekommen.
Der Ansatz mit datengetriebenen Modellen und Wetterprognosen ist spannend. Bei uns Hotelsoftwareentwicklern ist dieser Gedanke eigentlich schon länger ein Thema. Beim Yield- bzw. Revenue-Management werden Preise seit Jahren dynamisch angepasst – je nach Nachfrage, Auslastung, Buchungszeitpunkt und teilweise auch Wetterentwicklung.
Gerade deshalb wäre es interessant, solche Projekte künftig auch stärker mit lokalen Softwarefirmen zu vernetzen. Viele arbeiten bereits mit ähnlichen Datenmodellen. Eine Art Standard-API zwischen Gebäudetechnik, Energiedaten und touristischen Systemen könnte hier spannende Möglichkeiten eröffnen – gerade in einer Tourismusregion.
Frechheit die Preise dynamisch nach Auslastung, Wetter vielleicht noch nach Laune des Koches anzupassen 🤬
In welchem Jahr lebst du eigentlich? Revenue und Yield Management findet schon seit über 20 Jahre statt. Quer durch alle Branchen, Anbieter und Dienstleister.
Trotzdem ist es eine Frechheit 🤷♂️
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