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AK warnt vor „Gewinn-Preis-Spirale“ an der Zapfsäule

Erwin Zangerl lässt krisenbedingt gestiegene Großhandelspreise als Argument nicht gelten.

Die Arbeiterkammer Tirol warnt davor, internationale Krisen vorschnell als Rechtfertigung für kurzfristige Preissprünge an den Zapfsäulen zu verwenden. AK Präsident Erwin Zangerl fordert: „In der aktuellen Lage braucht es Preis-Transparenz statt Spekulation. Kurzfristige Preissprünge sind nicht automatisch durch gestiegene Rohöl- oder Großhandelspreise erklärbar – Kraftstoffe werden entlang der Lieferkette typischerweise mit Vorlauf beschafft und gelagert.“

Österreich verfügt bereits über ein Transparenzsystem: Tankstellen müssen Preisänderungen an die Preistransparenzdatenbank der E-Control melden. Preiserhöhungen sind nur einmal täglich, um 12:00 Uhr, zulässig, Preissenkungen können jederzeit vorgenommen werden. Die Preisgestaltung erfolgt im Tankstellenmarkt je nach Modell unterschiedlich. Bei vielen Markentankstellen spielen zentrale Preissteuerungssysteme und Vorgaben der Mineralölunternehmen eine große Rolle, während freie Tankstellenpreise stärker von den jeweiligen Betreibern gesetzt werden.

„Regeln sind wichtig. Sie ersetzen aber keine konsequente Kontrolle, ob Preisaufschläge sachlich begründet sind und wie sie entlang der Lieferkette zustande kommen“, betont Zangerl und verweist auf die Konsequenzen: „Preissprünge bei Treibstoff wirken sich direkt auf die Haushalte aus, in weiterer Folge auch auf Transportkosten, Dienstleistungen und viele Güter. Steigende Energiepreise können damit rasch zu einem neuen Inflationsdruck führen.“

Gerade deshalb dürfe es keine vorschnellen Preisaufschläge geben, die eine neue Teuerungswelle anstoßen. „Preiserhöhungen noch vor dem Eintreffen der Kostensteigerungen in der Lieferkette zielen rein auf Gewinnmaximierung. Dies ist ein Beweis dafür, dass die Gier der Unternehmen die Inflation treibt und nicht die Löhne daran schuld sind, wie gerne von wirtschaftsnahen Instituten und Organisationen propagiert wird. Ich warne daher ausdrücklich vor einer Gewinn-Preis-Spirale!“

4 Postings

TW-WU
vor 2 Stunden

Der wievielte preisschock ist das eigentlich in den letzten 50 jahren? Wenn man sich die weltlage anschaut, es werden nicht weniger krisenherde werden. In europa sind gerade mal 1,5% der weltweiten fossilen rohstoffvorkommen. Um so wichtiger wäre es, so weit wie möglich unabhängig zu sein von einer branche die für ihre gier bekannt ist und von deren profiten hauptsächlich superreiche oligarchen profitieren.

Um so unverständlicher das ausgerechnet jene, die von sich selbst behaupten, die grössten patrioten zu sein kein problem damit haben, dass österrech jedes jahr 10mrd euro ans ausland überweist. An konzerne und staaten, die von kriegsverbrechern massenmördern, diktatoren und psychopathischen narrzisten regiert werden, die bei jeder gelegenheit stolz darauf hinweisen europa schaden zu wollen.

Ein kleingliedrige energie-versorgung bedeutet unabhängigkeit und wettbewerb. Um so unverständlicher, das ausgerechnet jene, die von sich selbst behaupten, der vertreter des "kleinen mannes" zu sein, jede pv-anlage, jede wärmepumpe und jedes windrad bekämpfen...

 
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steuerzahler
vor 9 Stunden

Interessant wäre eine genaue Auflistung der einzelnen Posten, die zum Endverbraucherpreis führen.

Bis 15.9.1981 gab es übrigens eine Benzinpreisfestlegung durch eine paritätische Kommission. Es kann durchaus sein , daß ein freier Markt besser wäre, aber die derzeitige schamlose Ausnützung des Monopols spricht dagegen. Die heutige Praxis ist jedenfalls abzulehnen. Beim geringsten Anlass wird der Preis sofort erhöht und niemals wieder zur Gänze und viel später zurückgenommen.

 
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    Hannes Schwarzer
    vor 4 Stunden

    Die Photovoltaik am Dach erhöht jedenfalls die Preise nicht 'beim geringsten Anlass!'.....

     
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    wolf_C
    vor 3 Stunden

    ... tja, die Verbrennerfans kommen unter Druck, müssens halt zukunftsorientiert trumpen ...

     
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