Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) lässt die aktuellen Preissteigerungen bei den Treibstoffen prüfen. Er habe dem Institut für Höhere Studien einen entsprechenden Prüfauftrag zur Analyse der Preisentwicklung erteilt, wie er am Freitag bekanntgab. Die Untersuchung erfolge mithilfe der Bundeswettbewerbsbehörde, um mögliche Auffälligkeiten bei der Preisbildung festzustellen. Darüber hinaus soll es verstärkte Kontrollen der zuständigen Marktbehörden geben.
„Fairness an den Tankstellen muss gegeben sein“, so Hattmannsdorfer. „Jeder Hinweis auf wettbewerbswidriges Verhalten wird konsequent verfolgt.“ Die Preise an den Zapfsäulen waren unmittelbar nach Ausbruch des Iran-Kriegs in die Höhe geschnellt. Diesel verteuerte sich zwischen Sonntag und Mittwoch laut E-Control um rund 16 Prozent, Superbenzin um mehr als 13 Prozent.
Preissteigerungen würden rasch, Senkungen hingegen spät oder kaum weitergegeben, kritisiert etwa die Arbeiterkammer. Der ÖAMTC hält die schnelle und spürbare Reaktion an den Tankstellen auf den gestiegenen Rohölpreis für „unverhältnismäßig“. Die Branche weist dies zurück. Rufe nach staatlichen Eingriffen werden indes laut, der ARBÖ fordert einen Deckel von 1,50 je Liter Treibstoff. Die Bundesregierung hatte bereits Ende Jänner eine Sonderuntersuchung der Spritpreise eingeleitet.
19 Postings
... bei den vielen Auti die da herumfahren, kann die Situation so schlimm nit sein wie die Jammerer sie darstellen ...
oh, bist a im Stau gstandn, ...
Um den Spritpreis wird immer gefeilscht, spekuliert und manipuliert. Den Preis auch über den Verbrauch zu reglementieren scheint niemanden zu interessieren. Im Moment sind die Treibstoffe viel zu billig, ja nicht einmal Kostendeckend für die Schäden, die damit in der Umwelt angerichtet werden, vor allem gibt es keine Bewertung, für was der Sprit eingesetzt wird und welchen Effekt und Nutzen er hat.
Mit 3 Liter Benzin in der Motorsäge ist man in der Lage, mindestens 3 Raummeter Brennholz aufzuarbeiten. Das kostet dann etwa 5 Euro. Man setze sich in die Lage, die drei Raummeter Muselholz mit der Handsäge offenfähig abzulängen, dann käme wahrscheinlich der Energieeinsatz für 8 Mannstunden zu je 24 Euro. Auf der Rechnung, macht das rund 200 Euro aus. Also das vierzigfache!
Oder ein SUV-Fahrer verbraucht die 5 Euro für Sprit, er fährt damit vielleicht mit vier Personen von Lienz nach Rangersdorf, das wären 30 km. Man stelle sich den Energie- und Zeitverbrauch vor, den die vier Personen zu Fuss oder mit dem Fahrradl dorthin aufwenden müssten. Geschätz werden es bei sozialversicherten Marschierer ebenso bei 200 Euro für Mühewaltung sein (Briefträger?)
Der Preisvergleich:
3 Liter Benzin = 2 Festmeter Brennholzschnitt = 5 Euro
3 Liter Benzin ist die Bewältigung von knapp 30 km Bergstrecke mit der Nobelkarosse = 5 Euro
Der Nutzen beider Verbraucher ist also höchst unterschiedlich, womit die Bewertung des Spritnutzen/Effekt doch anders gesehen werden muß.
Jaja, das ist nur eine Milchmädchenrechnung, auch im Wissen, dass die Rot_Haggler jetzt a Stamperl dieser wertvollen Energie verplempern, vielleicht aber auch mal drüber nachdenken werden.
?? der spritpreis ist seit jahren zu hoch !!! die konzerne und unsere Politiker erzählen uns seit jahren märchengeschichten. der staat profitiert am meisten von hohen spritpreisen. der hund beisst sich nicht in den eigenen schwanz. und wenn dann die mehrheit elekroautos fährt gibs die nächste erfundene steuer auf die steuer !
Das Gegenteil ist der Fall. Der Spritpreis ist viel zu niedrig, und Energie ist generell viel zu billig. Sonst würde nicht so verschwenderisch damit umgegangen. In Österreich hat das 3-Liter-Auto 3 Liter Hubraum und mindestens 250 PS. So lang die Leute das brauchen kann der Spritpreis gar nicht hoch genug sein.
Sie haben recht. Energie aus Erdöl ist für die Verwendung für andere Produkte zu wertvoll, aber leider wird auch hiefür Raubbau und Verschwendung betrieben. Man denke an den Nutzen für Kunststoffe (Plastik ...) und viele andere Petrochemikalien oder auch den Einsatz für Maschinen als Ersatz menschlicher Arbeitskraft.
Zur Fortbewegung und für den Wärmeeinsatz ist Öl zu schade, also zu billig! Darüber denken die wenigsten nach und vergeuden weiter. Vorne rein, hinten raus, Heizung auf, wozu also sparen? Zum Alkolock (Italien) im Auto sollte ein Blockiermechanismus vor jeder Fahrt nach der Sinnhaftigkeit beabsichtigten Fahrt fragen, weil der Mensch selber anscheindend zu dumm ist, sich die Frage zu stellen und das objektiv zu entscheiden. Da würden sogar die Kreisfahrer der Formel 1 blöd aus dem Cockpit schauen. Vielleicht machts irgendwann KI ? :-)
Es wird rote Haggalen schneien!
Grundsätzlich stimme ich zu, dass man mit Erdöl verantwortungsvoll umgehen sollte. Es ist ein wertvoller Rohstoff, der auch für viele andere Produkte benötigt wird. Verschwendung ist daher sicher der falsche Weg.
Eine pauschale Erhöhung der Spritpreise halte ich allerdings für problematisch, solange es keine wirklich gleichwertigen Alternativen gibt. Elektroautos werden politisch gerne als Allheilmittel dargestellt, in der Praxis haben sie aber weiterhin klare Nachteile: hohe Anschaffungskosten, begrenzte Reichweite, lange Ladezeiten und gerade im ländlichen Raum oft eine unzureichende Infrastruktur. Ein moderner Diesel ist für viele Menschen schlicht noch immer das deutlich praktischere und leistungsfähigere Fahrzeug.
Interessant ist auch, dass selbst im Motorsport bereits an Alternativen gearbeitet wird. Die Formel 1 fährt seit 2026 mit 100 % nachhaltigem Kraftstoff (E-Fuels bzw. aus Bio-Abfällen hergestelltem Treibstoff), der kein zusätzliches CO₂ in die Atmosphäre bringen soll.
Das zeigt: Technologien für klimafreundlichere Kraftstoffe existieren bereits, sind aber derzeit noch sehr aufwendig und teuer in der Herstellung. Bevor man einfach nur die Preise erhöht, sollte man daher stärker in solche Lösungen investieren und Alternativen bieten.
Ob die Formel 1 nun tatsächlich CO² freien Sprit einsetzt würd i ned wetten. Die können mit ihren Gratalan noch so umweltschonend tanken und im Kreisverkehr fahren, die benötigte Energie, die die Karossen samt Teams von einem zum anderen Grand Prix rund um die Welt verplempern ist eigentlich mit nichts zu rechtfertigen. Das ist aber auch ein Problem vieler Sportarten. Ob Sport denn wirklich für alle so gesund ist, mag ich zu bezweifeln. Die Ernüchterung wird wohl irgendwann zuschlagen, dann aber erbarmungslos!
Natürlich müssen wir alle die Erhöhungen mittragen, aber ist ein Mehrpreis, gerechnet auf den Verbrauch des KFZ von etwa 20,- Euro auf 1000 Kilometer wirklich so extrem ausschlaggebend? Woanders fallen Bomben, sterben Menschen und es herrscht Krieg! Das einzige was uns dazu einfällt ist den Benzinpreis anzuprangern....Sind das tatsächlich die wahren Probleme die wir alle haben?
@schnuffi, wie rasch hat ein Pendler diese 1000KM-Grenze erreicht. Gibt geung, welche täglich 80KM und mehr zur Arbeit fahren müssen. Wenn wenigstens der Staat für diese Menschen das Pendlerpauschale anpassen würde. Wäre in meinen Augen eine gerechte und notwendige Sache.
Parteichef Herbert Kickl kritisiert die Bundesregierung scharf dafür, dem Treiben seiner engsten politischen Geistesbrüder Donald Trump und Wladimir Putin völlig tatenlos zuzusehen...
"Ohne diese verbrecherische Verlierer-Ampel wäre es doch nie zum Ukraine-Krieg gekommen, das ist ein Fakt, Moment!“ Sein Handy läutet. „Ah, der Wladimir, da muss ich kurz abheben. Wladi, mein lieber Freund… was? Nein, nein, ich hab natürlich nicht Ukraine-Krieg gesagt, sondern militärische Spezialoperation, ich schwöre auf den Hafenecker... Hinter Trumps und Putins Handlungen vermutet Kickl ein erpresserisches Komplott, bestehend aus der globalistischen Öko-Lobby und den Grünen. „Man munkelt, Leonore Gewessler ist als einzige im Besitz der unzensierten Epstein-Files und hat Trump zum Krieg im Iran gezwungen... "
https://dietagespresse.com/fpoe-kritisiert-regierung-fuer-handlungen-von-fpoe-freunden/
Natürlich kritisiert die Verliereropposition - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen - die Regierung scharf. Sonst können sie ja nichts.
Einen Preisdeckel, den wir uns über Umwegen ohnehin selbst bezahlen, lehne ich ab. Früher gab es eine paritätische Kommission, die den Benzinpreis festgelegt hat. Das hat so leidlich funktioniert. Dann war man der Ansicht, der freie Markt würde das besser regeln. Es hat sich erwiesen, daß das nur ein Irrglaube ist. Einen wirklichen Wettbewerb gibt es nicht. Das defacto Monopol wird schamlos ausgenutzt. Dazu noch der grüne Wahn mit der CO2 Bepreisung. Nachdem der Klimabonus gestrichen wurde, gehört selbstverständlich auch die CO2 Steuer gestrichen. Schließlich wurde beides gemeinsam eingeführt. Der größte Nutznießer ist ohnehin der Staat. Ich vermisse immer noch eine genaue Aufstellung aller Preiskomponenten.
die Regierung sagt wir müssen uns die Sache einmal ansehen … passieren tut gar nichts … wie so bei vielem
Herr Minister, welche wettbewerbswidrigen Verhalten soll man denn sanktionieren wenn es bis dato keine Richtlinien gibt? Oder wann gibt es welche? War dieses Szenario nicht vor Tagen schon vorhersehbar? Beim Stammtisch schon, aber......!
die feinen herrn haben keinen streß damit ... spült doch jeder tag mit erhöhten preisen zusätzliche millionen in die desolate steuerkasse .... und wie im beitrag bereits ende jänner eine sondersitzung einberufen ... die mühlen mahlen langsam in österreich und ich bin mir sicher, dass es evtl keine erhöhung mehr gibt, aber senkung genauso wenig. in diesem sinne ist das wort kriegstreiber ebenso unserer regierung aufzudrücken
Wie kommen Sie auf die unzutreffende Idee dass es keine Richtlinien gibt?
.... und dann bekommen wir alle wieder etwas vergütet! So ein Schwachsinn! Auch die Autofahrerclubs schauen dem Spiel der "Kriegsgewinner" zu. Einfach armselig.
Und was bitte soll ein Autofahrerclub dagegen unternehmen, wenn schon die Regierung nichts unternehmen kann bzw. unternimmt? Dass man da erst nachforschen muss, dass hier Kriegsgewinnler am Werk sind, ist vollkommen unverständlich, da brauchts keine Sonderuntersuchung. Leonore Gewessler hats in der ZIB 2 vor ein paar Tgen auf den Punkt gebracht.
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