Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ) wird nach dem Ausscheiden von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) neue Landesrätin in Kärnten. Sie soll am 7. April, am selben Tag wie der neue Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ), vom Kärntner Landtag gewählt werden, sagte Fellner am Dienstag vor Journalisten. Diese Rochade ist aber nur eine von mehreren personellen Änderungen innerhalb der Kärntner SPÖ, die am Dienstag bekanntgegeben wurden.

Die 1969 geborene Lagger-Pöllinger ist aktuell Dritte Landtagspräsidentin und Bürgermeisterin von Lendorf. Deshalb trete sie auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihre neue Aufgabe an: „Denn ich bin von Herzen gerne Bürgermeisterin.“
Diese Funktion muss sie nun aber aufgeben. Als Landesrätin wird sie für die Referate Gemeinden, Frauen und Gleichstellung, Klima, Natur- und Umweltschutz sowie Schutzwasserwirtschaft zuständig sein. Lagger-Pöllinger meinte, ihre Stärke sei ihr verbindendes Auftreten, sie wolle „zum Mitmachen einladen“. Aber: „Auch wenn ich allen die Hand reiche, setze ich klare Grenzen. Ich lege großen Wert auf wertschätzenden Umgang und wehre mich gegen Hass, Hetze und Spaltung.“ Als ihre Stellvertreterin wurde Ruth Feistritzer gewählt.
„Haben etwas auf dem Kasten“
Nachdem durch die Rochade auch der Posten des Dritten Landtagspräsidenten frei wird, übernimmt diesen Günter Leikam (SPÖ). Verkündet wurde auch die Neubesetzung der Funktion des SPÖ-Klubobmannes, nachdem Herwig Seiser diese zurückgelegt hatte: Luca Burgstaller wird dieses Amt künftig innehaben, Manuela Lobnik wird als seine Stellvertreterin fungieren. Und auf den frei werdenden Platz im Landtag rückt Christina Patterer nach, die bereits von 2018 bis 2023 im Landesparlament saß.
Sämtliche Personalentscheidungen seien im Landesparteivorstand einstimmig getroffen worden, betonte Fellner, der von einem „neuen Powerteam“ sprach: „Es ist für jeden und für jede etwas dabei - jung bis erfahren, aus unterschiedlichen Regionen. Die man, wenn man sie kennt, gern haben muss und die alle etwas auf dem Kasten haben.“ Die Personalentscheidungen seien durchaus als Generationenwechsel zu sehen, um die SPÖ Kärnten „zukunftsfit zu machen“.
Neue Referatseinteilung
Mit dem Wechsel in der Landesregierung ändert sich auch die Referatseinteilung aufseiten der SPÖ-Regierungsmitglieder. So wird der künftige Landeshauptmann Fellner für die Landesamtsdirektion, internationale Angelegenheiten, Volksgruppen, Digitalisierung, Katastrophenschutz, Flüchtlingswesen, Grundversorgung und Integration sowie Arbeitsmarkt und Sport zuständig sein, die Bereiche strategische Landesentwicklung und Personal teilt er sich - wie schon Kaiser - mit Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber (ÖVP).
Weiters übernimmt Fellner künftig zusätzlich die Bereiche Arbeitsmarkt sowie Forschung und Entwicklung inklusive Beteiligungen, während Kunst und Kultur zu Landeshauptmannstellvertreterin Gabriele Schaunig wechseln. Schaunig ist weiters für Finanzen, Wohnbau, Soziales und Chancengleichheit zuständig. Landesrätin Beate Prettner führt die Referate Gesundheit und Krankenanstalten, Pflegewesen und Tierschutz während Peter Reichmann die Bereiche Bildung, Fachhochschulwesen und andere universitäre Einrichtungen, Kinder- und Jugendhilfe sowie Gesellschaft verantwortet.
Das nach dem Rücktritt von Landeshauptmann Peter Kaiser neue Team der SPÖ Kärnten mit Klubobmann Luca Burgstaller, Klubobmann-Stellvertreterin Manuela Lobnig, Ersatz-Landesrätin Ruth Feistritzer, Landesparteiobmann Daniel Fellner, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Landtagsabgeordnete Christina Patterer, Dritter Landtagspräsident Günter Leikam und Landesgeschäftsführer David Pototschnig am Dienstag, 10. März 2026 im Rahmen der Pressekonferenz nach der Sitzung des Parteivorstandes der SPÖ Kärnten zum Thema „Teamstruktur nach dem Landeshauptmannwechsel“.
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