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Markus Stotter (ganz rechts) in prominenter Begleitung beim Defilee in Wien vor vertrauten Gesichtern aus Oberlienz. Foto: Land Tirol/Fitsch

Markus Stotter (ganz rechts) in prominenter Begleitung beim Defilee in Wien vor vertrauten Gesichtern aus Oberlienz. Foto: Land Tirol/Fitsch

Markus Stotter zelebrierte seine Präsidentschaft

Anton Mattle half ihm dabei und beide begrüßten prominente Gäste und Oberlienzer Trachtenträger in Wien. 

Passend zur aktuellen Diskussion über Sinn und Wirkung der Länderkammer, verschaffte höchstrangige ÖVP-Prominenz dem aktuellen Präsidenten des Bundesrates, Markus Stotter, einen ebenso bodenständigen wie spektakulären Auftritt in Wien. Gemeinsam mit Tirols Landeshauptmann Anton Mattle lud Stotter zu einem als „Tirolabend“ bezeichneten Empfang in die Säulenhalle des Parlaments. 

Man wolle damit „ein sichtbares Zeichen für die Tiroler Präsidentschaft“ setzen und „die Bedeutung leistungsfähiger Regionen für die Zukunft Österreichs“ in den Mittelpunkt stellen, wurde per Aussendung schon vor dem Event betont. Zu diesem Zweck wurde mit mehreren Bussen ein beeindruckendes Trachtenträger-Kontingent aus Stotters Heimatgemeinde Oberlienz in die Bundeshauptstadt verfrachtet. 

Trachtenmusik, Schützen und Fahnenabordnungen – Osttirol präsentierte sich „landesüblich“. Foto: Land Tirol/Fitsch

Die Inszenierung folgte dem in Tirol als „landesüblich“ eingestuften Ritual mit Messe im Stephansdom, zelebriert vom Lienzer Dekan Franz Troyer, Salve, Fahnenabordnungen und Hochprozentigem. Zumindest rhetorisch wurde dann versucht, eine Brücke aus der martialischen Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft der Republik zu bauen. Man wählte für den Abend im Parlament das Motto „Starke Regionen: digital. engagiert. zukunftsorientiert.“

Wer genau hinsieht, findet auf diesem Bild viele bekannte Gesichter aus dem öffentlichen Leben Osttirols. Foto: Land Tirol/Fitsch

Der Einladung in die Säulenhalle folgten unter anderen die Landesrät:innen Josef Geisler, René Zumtobel, Mario Gerber und Eva Pawlata, Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, fast alle Osttiroler Bürgermeister, aber auch Karl Poppeller, Franz Theurl, Hansjörg Mattersberger, Charly Kashofer und andere lokale Prominente aus Osttirol, ebenso wie der Osttiroler Minister und Bauernbündler Norbert Totschnig und auch Bundeskanzler Christian Stocker, der Wegweisendes zu hören bekam.

Zunächst betonte Anton Mattle: „Die Tiroler Fahne auf dem Parlament steht nicht nur für Tirol, sondern auch für die Bedeutung der Regionen im österreichischen Staatsgefüge. Oder, alpin gesprochen: Ein Berg besteht nicht nur aus dem Gipfel – er steht auf vielen starken Flanken. Und genauso fußt auch Österreich auf seinen starken Regionen.“

Und dann warf der Kurzzeit-Präsident des Bundesrates – Stotters Amtsperiode hat im Jänner begonnen und ist in dreieinhalb Monaten wieder vorbei – einen Blick in die Zukunft: „Wenn wir über die Zukunft Österreichs sprechen, beginnt diese Zukunft nicht in abstrakten Konzepten – sie beginnt vor Ort: in unseren Gemeinden, Regionen und Bundesländern“, so Stotter, der auch Bürgermeister von Oberlienz ist. Gerade für junge Menschen müssten attraktive Lebens- und Arbeitsräume geschaffen werden. Gut entwickelte, widerstandsfähige und digital vernetzte Regionen seien entscheidend dafür, dass junge Menschen ihre Zukunft auch weiterhin in Österreich sehen.

Offen blieb die Frage, was der Bundesrat als parlamentarisches Gremium ohne Gesetzgebungskompetenz konkret zur Realisierung dieser Ziele beitragen kann? Eine weitere Frage – gestellt von dolomitenstadt.at – wurde knapp und nur teilweise beantwortet. Was hat die Folklore in Wien gekostet? Die Landespresseabteilung schwieg sich dazu aus und verwies auf die Parlamentsdirektion. Deren Sprecher Thomas Neuhauser erklärte: „Die Kosten für den Tirolabend tragen gemeinsam das Land Tirol und die Parlamentsdirektion.“ Zur Summe machte er keine Angaben. 

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

12 Postings

Oschtirola10
vor 6 Minuten

Vielleicht ein bisschen bei Trump abgeschaut. Große Inszenierung, viel heiße Luft und Weihrauch vernebeln die wirklichen Probleme. In Zeiten wie diesen gäbe es wichtigere Dinge das Steuergeld zu verwenden.

 
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Haberg21
vor 51 Minuten

Man kann alles kritisieren und es wird auch alles kritisiert! Aber ich sag immer: Selber in die Politik gehen und "besser machen"! Aber das wird niemandem mehr gelingen, weil eben "alles kritisiert" wird!

 
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    as
    vor 11 Minuten

    gott sei dank dürfen wir unsere meinung noch kund tun und in zeiten in denen vieles in den gemeinden dem sparstift zum opfer fällt, kann man sich doch fragen ob öffentliche gelder (wenn es denn so wäre) nicht für wichtigere dinge verwendet werden sollten? wie hat der gemeindebundobmann gesagt:"dann muss halt die eine oder andere feier ausfallen."........

     
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    Koal
    vor 4 Minuten

    Warst wohl dabei ... beim "Kasperltheater" in Wien ? Super Politik !?!

     
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hinter dem vorhang
vor einer Stunde

sparen wäre mal angesagt . kein bundesrat halbierung der nationalabgeordneten einheitliche gesetze für ganz österreich

 
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Ofentschtsche
vor einer Stunde

Ein schwarzes Kasperlebumsdings was total unnoetig ist und nur zur Selbstinszenierung beitraegt.Schwarz ist nur mehr die Nacht zu akzeptieren......

 
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as
vor 2 Stunden

mich würde interessieren wer die kosten für solche veranstaltungen trägt? wahrscheinlich der steuerzahler?

 
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Franz Brugger
vor 4 Stunden

Ist es dieses "Gewade" (Procedere), welches bei vielen das Tiroler Heimatgefühl, die vielfach besungene Liebe zu Tirol begründet?

Würde mich interessieren, worauf Mann/Frau heute auf Tirol stolz sind.

 
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    karlheinz
    vor 3 Stunden

    Für ein kurzfristiges Amt ein derart kostspieliges "Gewade" zu veranstalten ist für mich unverständlich. Auch für eine ÖVP-Parteipräsentation dürfte dieses Procedere nicht geeignet gewesen sein. Gegenwärtig geht es nicht um "Prunk", sondern um Taten! Solche und nicht übliche Sprüche werden goutiert.

     
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      webe
      vor 2 Stunden

      ein "gewade" muss man(n) nur machen, wenn man sonst nichts zustande bringt. völlig unnötiges gehabe dieser selbstdarsteller, und damit sind alle genannten gemeint.

      ..... mir wäre lieber, sie würden was arbeiten. für das hat man sie letztendlich gewählt ...

       
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webe
vor 4 Stunden

... einfach nur zum kotzzzen ..... man würde weder die tiroler präsidentschaft im bundesrat noch hrn. stotter wahrnehmen, wenn man(n) sich nicht so inszenieren würde. die diskussion um die berechtigung des bundesrates ist nach solchen events berechtigt. habe von hrn stotter noch nichts wesentliches gehört.

 
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    aktuell
    vor einer Stunde

    Gehalt 19 689 Euro pro Monat.

     
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