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Marlies Raich folgt in „Land der Berge“ der Isel

In der aktuellen ORF III-Neuproduktion dreht sich alles um den größten und noch frei fließenden Gletscherfluss der Alpen.

Was für gelernte Osttiroler:innen selbstverständlich das Landschaftsbild im gleichnamigen Tal prägt, lernte die Saalfeldnerin Marlies Raich, ehemalige österreichische Skirennläuferin, für eine Ausgabe des ORF-Formats „Land der Berge“ erst kennen: Die Rede ist natürlich von der Osttiroler Isel, dem größten noch frei fließenden Gletscherfluss der Alpen.

Iseltrail in fünf Etappen

In fünf Tagesetappen erwandert Raich den Iseltrail - von Lienz bis zum Ursprung im ewigen Eis des Nationalparks Hohe Tauern. Entlang des Weges begegnet sie Menschen, deren Leben eng mit ihrem „Herzfluss“ verbunden ist: engagierten Umweltaktivisten, Sportlerinnen, Künstlern und Hüttenwirten, die von der Kraft und Unberechenbarkeit der Isel geprägt sind. 

Aktivismus, Sport und Kunst rund um den Fluss

Zu ihnen zählen Wolfgang und Erika Retter, die über vier Jahrzehnte dafür gekämpft haben, den geliebten Gletscherfluss vor Kraftwerksprojekten zu bewahren - und bis heute seinen freien Lauf sicherten.

Erika und Wolfgang Retter haben Jahrzehnte für den Gletscherfluss gekämpft. Foto: Matheafilm

Den ungezähmten Charakter der Isel schätzen auch Wildwasser-Kajaker:innen wie Lilli Prein. Die Nachwuchssportlerin verbindet ihre Leidenschaft für diese Extremsportart mit lebenslangen Freundschaften und mentaler Stärke. An ihrer Seite wagt sich Marlies Raich zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder an das Spiel mit dem sich aufbäumenden Wasser. 

Für Kajaker:innen wie Lilli Prein ist die Isel auch ein beliebtes Sportgerät. Foto: Matheafilm

Schätze, die durch die Kraft des Flusses geformt wurden, finden in der Steinbildhauerwerkstatt zu ihrer Vollendung. Unter freiem Himmel haben sich hier Künstler zusammengefunden, um etwas für die Ewigkeit zu hinterlassen – inspiriert von der umgebenden Natur in allen Facetten. 

Naturgewalten und ihre Auswirkungen

Die unberechenbare Seite der Isel hat zuletzt die idyllisch gelegene Islitzeralm zu spüren bekommen. Gleich zwei Schicksalsschläge hintereinander, verursacht durch Naturgewalten, haben die Familie schwer getroffen – doch die Liebe zur Heimat hat sie nie verloren.

Heute erfreuen sich Gäste der Alm nicht nur an der Schönheit der nahegelegenen Umbalfälle, sondern auch an Schmankerln wie der traditionellen Osttiroler Süßspeise „Ingsante Nigelen“, zubereitet aus eigener Milch. 

Wanderpapst und Hüttenwirt

Ein Genießer der landschaftlichen Juwelen der Region ist auch Wanderpapst Walter Mair. Durch seine Wanderführer hat der Autor Osttirol weithin bekannt gemacht – und sich selbst fit gehalten. Auch im stolzen Alter von 86 Jahren ist er am Iseltrail noch flott unterwegs. 

Walter Mair kennt alle Wege und Steige von Lienz bis zum Gletschertor am Umbalkees wie seine Westentasche und ist auch mit 86 Jahren noch kein bisschen müde. Foto: Matheafilm

Körperliches Durchhaltevermögen beweist auch Hüttenwirt Juraj Malek. In der Tradition der slowakischen Sherpas schleppt er mit Holzkraxen mehrmals pro Woche frische Lebensmittel zur über 2.000 Meter hoch gelegenen Clarahütte. Dabei darf auch Raich ihre Ausdauer und Muskelkraft unter Beweis stellen. So verdient sie sich schließlich die Königsetappe am Iseltrail – den letzten Abschnitt bis zum Umbalkees und dem Ursprung der Isel.

Auf ihrer letzten Etappe wird Marlies Raich von Bergretter Friedl Steiner begleitet. Foto: Matheafilm

Mit Bergretter Friedl Steiner wird die Wanderung zur Abenteuerexpedition. Am Weg über das ewige Eis folgen sie nämlich den Spuren eines Reliktes aus der Vergangenheit.


Erstausstrahlung

Die Produktion „Land der Berge - Die Isel ... mit Marlies Raich“ ist am Donnerstag, 19. März, um 20:15 Uhr in ORF III zu sehen.

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