Olga Reisner lebt in Oberösterreich und arbeitet nach wie vor für das Land Tirol, nicht mehr an der Front, sondern in den Tiefen des Innsbrucker Verwaltungsapparats. Umso bemerkenswerter war ihr Auftritt im Finanzkontrollausschuss des Tiroler Landtags am 12. März, der medial für einigen Wirbel sorgte.
Eigentlicher „Star“ war natürlich Andreas Köll, der sich – wie immer – keiner Schuld bewusst zeigte, mit viel Kleingedrucktem bewaffnet war und keine Zweifel darüber aufkommen ließ, was seine Exit-Strategie aus jener Misere ist, die er der Gemeinde Matrei eingebrockt hat.
Köll behauptet im Ernst, dass nicht sein Drang nach dem Großen und Größten die „Motinga“ zu bettelarmen Bittstellern machte, sondern die Unfähigkeit seines Nachfolgers Raimund Steiner, all seine teuren Bälle in der Luft aufzufangen und damit einfach virtuos weiter zu jonglieren. Bevorzugte Waffe im Arsenal des Altbürgermeisters ist die Drohung. Und so droht er auch dem Rechnungshof mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde.
Womit wir beim Thema Aufsicht und Olga Reisner wären. Die ehemalige Bezirkshauptfrau lieferte nach übereinstimmender Einschätzung der anwesenden Oppositionspolitiker eine gute Performance ab, war penibel vorbereitet und inhaltlich klar, erläuterte die Chronologie ihrer Prüfungen, Warnungen und Weigerungen, weiteren Kontokorrentkrediten und Darlehensaufnahmen zuzustimmen, was allerdings weder beim Land noch bei zwei maßgeblich beteiligten Osttiroler Banken sonderlich ernst genommen wurde.
„Erhellend“ fand das Grünpolitiker Gebi Mair. Ihn ließ vor allem eine atmosphärische Schilderung Reisners aufhorchen. Sie habe unter Günther Platter und dem damals zuständigen Landesrat Johannes Tratter als Aufsichts- und Prüfinstanz grundsätzlich freie Hand gehabt und durfte nach eigenem Gutdünken prüfen, wenngleich die Bereitschaft der Landespolitik zu ernsthaften Konsequenzen fehlte.
2022 ändert sich dieser Arbeitsmodus. Köll hatte sich aus der Gemeindepolitik vertschüsst und im Land trat Anton Mattle in Platters Fußstapfen. Er wollte höchstpersönlich gemeinsam mit seinem stellvertretenden Büroleiter, dem Bauernbündler Magnus Gratl, die Sanierung Matreis in Angriff nehmen. Gratl war schon vor seiner Übersiedlung ins LH-Büro Gemeindeberater und zwar ausgerechnet bei der später insolventen GemNova.

14.Februar 2023, Tauerncenter Matrei. Bei einer öffentlichen Gemeindeversammlung zum Thema „Status Quo der Finanzlage, Haushaltskonsolidierung“ auf dem Podium v.l.: Berater Hannes Oberschmid, Landesbeamter Magnus Gratl, Bezirkshauptfrau Olga Reisner und der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner. Foto: Expa/Lukas Huter
Plötzlich war nicht mehr die Gemeindeabteilung fachlich zuständig, sondern das Büro des Landeshauptmanns. Reisner erhielt zwar keine direkten Weisungen aber doch Vorgaben von Gratl und Mattle.
So ging es beispielsweise Mitte 2023 um die Frage, ob – wie von einem Beratungsunternehmen empfohlen – von fix verzinsten auf variabel verzinste Kredite umgeschuldet werden sollte. Die Bezirkshauptfrau war dagegen, das Land dafür. Die Umschuldung wurde genehmigt. Ein Fehler, denn die Zinsen stiegen. Statt der erwarteten Vorteile von rund 50.000 Euro summierte sich nach Berechnungen des Rechnungshofes der Zinsnachteil bis Mitte 2024 auf rund 250.000 Euro.
Was ebenfalls stieg, waren die Beratungskosten. Laut Rechnungshof kassierten Berater, die Matrei aus dem Schlamassel helfen sollten, unglaubliche 439.900 Euro – mit Zustimmung der Landesregierung, aber auf Kosten der Gemeinde.
So wurde auch nach dem Abgang von Andreas Köll die Lage nicht besser. Eher wurde mit seinen bewährten Methoden weitergewurschtelt. Längere Zahlungsziele, Beitragsstundungen und vor allem enorme Bedarfszuweisungen des Landes halten Matrei einigermaßen liquid und damit finanztechnisch am Leben. Sanierung ist das freilich keine.
Umso absurder scheint es, dass ein Teil des dringend benötigten Geldes aus öffentlichen Töpfen ausgerechnet an Andreas Kölls ehemaligen Arbeitgeber Heinz Schultz fließt, der ein Großhotel in Matrei baut und nur die Hälfte der Erschließungskosten berappen muss. Für Matrei-Unkundige: Andreas Köll war zugleich Matreier Bürgermeister, Bergbahn-Geschäftsführer und auch privater Anteilseigner an den Bergbahnen, die geschäftlich eng mit der Gemeinde zusammenarbeiteten.
Markus Sint, Klubobmann der Liste Fritz, bringt all das in Rage: „Einerseits braucht die Gemeinde jeden einzelnen Euro und die Steuerzahler mussten bereits mit 6,6 Millionen Euro einspringen. Andererseits verzichtet die klamme Gemeinde auf eine Million Euro zugunsten des finanzstarken Schultz-Konzerns. Dass die Tiroler Landesregierung einen solchen Deal nach dieser Vorgeschichte einfach absegnet und durchwinkt, ist eine politische Sünde.“
Wie geht es weiter? Dazu informiert der Vorsitzende im Finanzkontrollausschuss, Klubobmann Markus Abwerzger von der FPÖ: „Landeshauptmann Anton Mattle und viele weitere Auskunftspersonen werden zur nächsten Sitzung des Finanzkontrollausschusses geladen, unter anderem der langjährige Mitarbeiter im Büro des Landeshauptmannes Magnus Gratl, Landesamtsdirektor Herbert Forster, die ehemalige Leiterin der Abteilung Gemeinden, Christine Salcher und nochmals der nunmehrige Leiter Andreas Wieser.“ Wieder dabei sind im Mai Andreas Köll und Raimund Steiner. Und auch Olga Reisner feiert ein Comeback. Kann gut sein, dass sie mit weiteren spannenden Details aufhorchen lässt.
Wann findet diese Sitzung statt? Erst am 7. Mai. Man kann davon ausgehen, dass am Ende wieder mehr Fragen als Antworten im Raum stehen werden. Immer offener wird auch über einen Untersuchungsausschuss nachgedacht. Der könnte mit den Stimmen der Opposition eingesetzt werden und würde das Thema zeitlich weiter in das kommende Jahr ziehen. Im Herbst 2027 sind Landtagswahlen. Meine Prognose: Der Matreier Finanzskandal wird zum Wahlkampfthema.
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ich erachte die diversen Konstrukte des AK als geballte Gaunerei, kein Wunder dass die Politikverdrossenheit immer mehr zunimmt...und...mit K wird es keinen Deut besser
Wie auch immer, wo Macht herrscht, gibt es Missbrauch. Es müssen jedoch begünstigende Bedingungen im Umfeld gegeben sein. Zum Thema BKH: Kölls Personalpolitik war äußerst umstritten. Wie könnte man solche 'Auswüchse' zukünftig verhindern? Was spricht eigentlich gegen eine Angliederung an die TILAK? Köll war immer dagegen, weil er einen Autonomieverlust befürchtet hat. Ich finde, dass man sich jedoch mit dem Gedanken auseinandersetzen sollte. Ich würde z.B nicht renovieren, sondern das BKH innerhalb des Talkessels neu bauen. Durch die Tatsache, dass das bestehende Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird eine Renovierung mühsam ( bei laufendem Betrieb) und vor allem teuer. Das Land Kärnten zahlt bisher nur einen Fixbetrag (Abgeltung) für die Behandlung ihrer Patienten, es gibt jedoch keine Beteiligung an allfälligen Investitionen. Ob dieser Fixbetrag ausreicht oder nicht, dies sollte in fachlichen Gremien verhandelt werden. Es erscheint mir nun der richtige Zeitpunkt, die TILAK erneut ins Spiel zu bringen. Ich bin davon überzeugt, dass Projekte in dieser Größenordnung nicht einem Gemeindeverband überantwortet werden sollten.
in matrei wurde auch viel investiert. einige und mehrere haben sicher auch profitiert.
@lia, soll dies den nicht gedeckten Schuldenstand rechtfertigen? Derartig fadenscheinigen Ausreden gelten nur für den Betroffenen. Ich zweifle aber daran dass die Partei ihn fallen lässt. Wäre bei denen ja nicht normal wenn es anders sein sollte.
@karlheinz, "ich zweifle aber daran dass die Partei ihn fallen lässt".
Hast recht, die Partei wird ihn wahrescheinlich ned fallen lassen, die Schulden werden großteils mit Steuermittel gedeckt, seine Kalkulation geht letztlich auf, alles eitel Wonne. Dem Anda steckt man dann doch das Verdienstabzeichen samt Ehrennadel an den Reverskragen seines schwarzen Sakkos. Und die gratulierenden Banker? Denen hat man die Angst genommen! ;-)) Auch das ist Politik!
Ja, wenn investiert, gebaut etc. wird, dann profitiert üblicherweise jemand davon. Was wollen Sie uns mit dieser absoluten Null-Aussage mitteilen?
Sojemand wie unseren ehemaligen Bgm a.D. wäre der Stadt Lienz nur zu Wünschen, auch wenn hier vieles flasch lief, so wurden wenigstens Investionen, wenn auch für die falschen Proragonisten und zugegebenermaßen auf Kosten der Steuerzahler getätigt ...
@Osttirol20: aha das wünscht du der Stadt Lienz. Ja und was würdest davon halten, wenn nun a l l e 277 Gemeinden Tirols das so machen würden, wie der Andreas in seiner Tauerngemeinde, was man nach dem Gleichbehandlungsprinzip ja auch fordern könnte? Unabhängig vom Ortskaiser?
Tsss ...
Leider wurde das Posting wie immer nicht sinnhaft verstanden, was auch wie immer einem mangeldem IQ einiger geschuldet sein dürfte ...
Die Aussage ist, dass, was sich FT und EB in ihren "flüssigsten" - um es jugendfrei zu formulieren - Träumen ausmalen und in anderen Medien zum "Schlechtensten" geben, auch umgesetzt werden könnte zB LBB, wenn man es nur wollen würde, es geht definitiv um keine Rechtfertigung zugunsten unseres ehemaligen Bgm AK ...
Man müsste dafür halt nur schlau genug sein!
Es könnte auch sein, dass es dem IQ des Verfassers gechuldet ist, das Posting mißzuverstehen. ZUmindest leisten Sie sich hier eine starke Themenverfehlung - setzen, nichtgenügend
Leidiges Thema LBB: Sie wissen aber schon, dass der Tourismusverband Mehrheitseigentümer der LBB ist.
osttirol20, anstatt die eigene meinung zu überdenken, teilst watschn aus und erklärst die poster für deppert. werd damit zufrieden!
Gute Besserung.
Ich verstehe nicht, warum angesichts dieser Finanzlage kein parteiunabhängiger Kurator für die Sanierung eingesetzt wird, da das Land Tirol seiner Aufgabe nicht ausreichend nachgekommen zu sein scheint. Dass Kölls Strategie: 'Angriff ist die beste Verteidigung' ein Versuch ist, die Verantwortung auf seinen Nachfolger abzuschieben, scheint offensichtlich. Ein Nachfolger, der ein schweres Amt angetreten ist und sich trotzdem nie öffentlich abfällig über Köll geäußert hat. Da präsentiert sich uns der Unterschied beider Charaktere. Zu überprüfen wäre von Seiten der Opposition auch die Rolle der Banken. Konkret, ob jene Bank, in der ein Angehöriger als Aufsichtsrat tätig war, Köll trotz desaströser Finanzlage, einen Kredit gewährt hat. Dass es für Köll als BM möglich war, nebenbei als Geschäftsführer und laut obigem Bericht als Anteilseigner zu fungieren, erscheint mir eine unzulässige Interessenvermischung. Die frühere Bezirkshauptfrau wurde nicht wegen der Causa Köll weggemoppt sondern wegen einer mehrmalig vorgebrachten Beschwerde des BR der BH. Man warf der Vorgesetzten jahrelanges Fehlverhalten im Umgang mit Mitarbeiter/innen vor (man erinnere sich an diverse ORF- Beiträge). Es dauerte mehr als ein Jahr bis die LR darauf reagierte. Nun ist auch die Staatsanwaltschaft betr. Matrei am Zug, die entscheidet, ob die Anzeige wegen u.a. Amtsmissbrauch weiter verfolgt wird oder nicht. Unabhängig davon sollte ein Untersuchungsausschuss Antworten liefern. Dies wird eine harte Bewährungsprobe für LH Mattle und die ÖVP. Wird man nun wieder alles zudecken und warten bis Gras darüber wächst oder beweist man Rückgrat und Respekt vor der politischen Verantwortung und dem Wähler. Wie auch immer, die Konsequenzen wird man tragen müssen!
@Annaliesa, interessant, in ihrer These gehen sie davon aus, dass die Beseitigung oder Amtsenthebung der früheren BH-Leiterin auf interne Querelen oder Ungereimtheiten in der BH zurückzuführen sei, nicht aber auf politische Hintergründe. Ich glaube an beides, sogar gegenseitiges aufschaukeln dieser Kräfte. Die Zuständigkeiten einer Bezirksverwaltungsbehörde sind umfassend. Als Aufsichtsbehörde, für Sicherheit, Gewerbe, Soziales, Umwelt, Veterinär, Verwaltungsstrafsachen und noch einiges mehr. Subsidiär, logischerweise. Dafür werken eine Menge Mitarbeiter unterschiedlicher "Kompetenz". Objektivität im Vollzug ist oberste Priorität. Leider sind auch dort Machtspiele und Intrigen nicht ungewöhnlich, besonders unter jenen, die "nebenbei" politisch tätig sind, einer Nebenbeschäftigung nachgehen oder einfach nur faul, bequem oder/und arrogant in den Tag leben. Vor allem aber die Politik und Mächtigkeit innerhalb zu vertretenden Gemeinden spielt hier eine große Rolle "man steht ja hinter seinen Leuten ...", versucht Gesetze "nobel" zu umgehen oder Vorteile zu erhaschen. "wir richtens schon!" Ein Problem, das vor allem auch im privatwirtschaftliche Bereich der öffentlichen Verwaltung zu so manchen Ausreißern geführt hat. Auch da gibt es eine Menge Kritiker und Fopper! Auch Freunde!
Diese politische und faktische Verzahnung in der Entscheidungsfindung zur Befriedigung sämtlicher Begehrlichkeiten ist leider das Übel. Man hat das mehr oder weniger auch in anderen Bezirken, aber in Osttirol, dem "Extrastüberl" scheint es stärker ausgeprägt sein. Es rumort – seit Jahren! Und ein zugereister Bezirksverwalter, noch dazu eine Beamtin aus der Ferne passt da halt nicht so recht herein, es gefährdet, etwas provokant gesagt, vor allem die politischen Gepflogenheiten der Region.
Die meiner Meinung nach "hinausgeboxte" Bezirkshauptfrau hatte zudem auch die Aufgabe, längst fällige Verwaltungsreformregeln des Landes umzusetzen. Vielleicht scheiterte sie dabei gar an "so manchen Traditionen unter der Macht der Netzwerker? Im und außer Haus!
Es war mir daher eine Freude, folgenden Satz vom Chefredakteur Dr. Gerhard Pirkner zu lesen zu können:
"Die ehemalige Bezirkshauptfrau lieferte nach übereinstimmender Einschätzung der anwesenden Oppositionspolitiker eine gute Performance ab, war penibel vorbereitet und inhaltlich klar, erläuterte die Chronologie ihrer Prüfungen, Warnungen und Weigerungen, weiteren Kontokorrentkrediten und Darlehensaufnahmen zuzustimmen, was allerdings weder beim Land noch bei zwei maßgeblich beteiligten Osttiroler Banken sonderlich ernst genommen wurde".
Noch ein Wort zu, eigentlich Nebenfront, Reisner : Ob man mit einem Mann ähnlich unerbittlich verfahren wäre ? Wenn ich da an so manchen verflossenen BH denke. Was dort als konsequent, umsetzungsstark einer verantwortungsbewußten Führungspersönlichkeit gesehen wird, gilt bei einer Frau rasch als unverträgliche Rechthaberei, unnötiges Insistieren ,Zickentum und soziale Inkompetenz. Bei einem sich aufschaukelnden ,zunehmend synchronisierten Konsens des Unmutes und des Widerstandes der Umgebung sieht man sich dann bald einmal in die Isolation gedrängt.
Bahner Bernd. Wann dürfen Dienstnehmer/innen im zwischenmenschlichen Kontakt ihre Grenzen aufzeigen und in welchem Umfang? Ich finde es vermessen, dies von 'außen' bestimmen und beurteilen zu wollen. Wenn sich die Atmosphäre innerhalb eines Betriebes aufgrund der Führungskultur einer Vorgesetzten dermaßen verändert, dass die Personalvertretung wiederholt Beschwerden bei der LR einreicht und in weiterer Folge die Funktion niederlegt, dann ist einiges vorgefallen. Medial wurde kolportiert, dass Reisner gegen die 'Amtsenthebung' geklagt hat. Warten wir das Ergebnis ab. Mit ihrem 'Frausein' hat das Ganze nichts zu tun, ansonsten hätte man die Funktion nicht erneut in die Hände einer Frau gegeben.
Annalies. Gegen Frauen in Führungspositionen bestehen heutzutage , Gott sei Dank, kaum mehr Vorbehalte. Fraglich nur welche Maßstäbe man dann an ihre Führungsqualitäten, soziale Kompetenz usw. anlegt, während man vielleicht eher geneigt ist, autoritäres, männliches Verhalten im Chefsessel als gegeben anzusehen, zumindest zu erdulden. Aber Sie haben recht, meine "Außensicht", von einem gewissen Misstrauen geprägt und von ( nicht persönlichen ) Erfahrungen, wie infam oft die Mechanismen des Mobbings funktionieren, geben mir noch nicht das Recht , hier zu einem sicheren Urteil zu kommen.
Darf ich aufgrund der Behauptungen also schlussfolgern, dass man hier im Forum der früheren Personalvertretung der BH vorwirft, sich am Mobbing gegen Reisner schuldig gemacht zu haben?
DAS war die richtige frage
@Annelisa, warum man in der Nachfolge der Frau Dr. Olga Reisner wieder eine Frau zur Führung der Bezirkshauptmannschaft ernannt hat dürfte an ihrer Bewerbung und ihrer entsprechenden Qualifikation gelegen sein. Nichts anderes!
Annalies. Die Redlichkeit der letztlich entscheidenden Gremien möcht ich jedenfalls nicht in Frage stellen. Aber was sich im Vorfeld an vergifteter Atmosphäre aufgebaut hat, was ein gedeihliches Arbeiten für beide Seiten so unerträglich machte...? Vielleicht auch der eine oder andere Fingerzeig, was politisch opportun wäre. Aber wie gesagt Betrachtungen eines Outsiders, die öffentlich vielleicht nicht so pointiert formuliert werden sollten.
Bahner Bernd. Wer hat die von Ihnen angeführte vergiftete Atmosphäre verursacht? Hier im Forum wird regelmäßig vor den Verschwörungstheorien der Rechten gewarnt. Ich bin nun davon überzeugt, dass diese 'Fehlkognitionen' nicht ausschl. bei einer Gruppierung zu orten sind. Man sollte auch berücksichtigen, dass das Verhalten von 'Machtmenschen' selektiv ist, was beinhaltet, dass sie einem Journalisten und/oder Arzt anders begegnen als einem vermeintlich 'Schwächeren'. Es gibt jedoch Betroffene und Zeugen (Insider), deren Aussagen man ernst nehmen sollte. Die LG musste, nach langem Zögern und vielen Gesprächen, ihrer Fürsorgepflicht als übergeordnete Instanz nachkommen.
Annalies . Ich stehe nicht an, Ihnen in gewissen Punkten beizustimmen. Meine Äußerungen als Outsider standen auch immer unter einem gewissen Vorbehalt, dass manche für mich neue Aspekte meinen Bedenken widersprechen könnten.
Als Unbeteiligter kann ich die private Meinung von Herrn Pirkner zu Matrei entspannt lesen. Amüsant finde ich, dass Pirkner am Anfang zwar seine bekannte Einstellung und Meinung zu AK pauschal darlegt, der restliche Artikel aber genau die Probleme im Detail aufführt, die AK anprangert. Nämlich ein Versagen von Bgm. Steiner und LH Mattle nach AKs Ausscheiden als Bürgermeister. Das wird AK vermutlich gefallen.
Ansonsten kann ich nur den restliche Kommentaren zustimmen. Aufklärung geht anders. Denn wie immer ist ein Untersuchungsausschuss nur an den Fehler derzeit aktiver Politiker interessiert um damit für die nächste Wahl punkten zu können. Viel Hoffnung auf wirkliche Aufklärung was zuvor unter AK tatsächlich und nachweislich (strafrechtlich haltbar?) schief gelaufen ist habe ich nicht.
Viele Menschen in der Bevölkerung stellen sich inzwischen eine sehr grundsätzliche Frage: Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass ein Politiker über viele Jahre hinweg in dieser Weise agieren konnte? In einer kleinen Region wie Osttirol bleibt vieles nicht völlig verborgen. Viele haben Entwicklungen wahrgenommen, manches gehört oder zumindest gespürt, dass nicht alles so stimmig ist, wie es nach außen dargestellt wurde. Gleichzeitig wissen viele auch, dass offener Widerspruch in kleinen Strukturen Mut braucht – weil man sich kennt, weil Abhängigkeiten bestehen und weil Kritik manchmal persönliche oder berufliche Folgen haben kann. Einige Menschen im BKH haben das sehr deutlich gespürt. Gerade jene, die Entwicklungen hinterfragt oder sich Sorgen um die Zukunft unseres Krankenhauses gemacht haben, mussten erleben, dass Kritik nicht immer willkommen ist. Wer Fragen stellte oder Dinge offen ansprach, stellte sich damit nicht selten gegen ein bestehendes System. Umso wichtiger wäre jetzt eine ehrliche und transparente Aufarbeitung. Denn wenn am Ende der Eindruck entsteht, dass aus solchen Entwicklungen keine klaren Konsequenzen folgen, dann bleibt bei vielen Menschen vor allem Ratlosigkeit zurück. Vertrauen in Politik und öffentliche Einrichtungen entsteht nicht durch Schweigen oder Wegschauen, sondern durch Transparenz, Verantwortung und die Bereitschaft, Kritik ernst zu nehmen. Genau das erwarten sich viele Menschen in Osttirol.
warum wird das politisch in einem Kontrollausschuss untersucht? die Sachlage ist ja mehr als klar.. ganz Osttirol versteht hier nicht, warum Herr K. nicht bestraft wird!
Ja richtig, die Sachlage scheint doch klar zu sein. Da ist meiner Meinung nach jetzt die Staatsanwaltschaft gefordert genauer hinzuschauen was da passiert ist in der Gemeinde ( politische Vertreter, Verwaltung)aber auch im Abwasserverband ist zu hinterfragen,wie es möglich ist eine derard große Summe auszulagern und wer davon eventuell profitiert hat.
im av-hts wahrscheinlich oder logischerweise der geschäftsführer, er hat ja ursächliche aufgaben der gemeinde matrei mit-übernommen und die "millionen-kreditauslagerung" über jahrzehnte beackert, eventuell sogar mit assistenzleistungen. das müssten aber auch der gängige obmann, der ganze ausschuß wissen, die haben ja geprüft ...
warum wird die die sogenannte "Causa Köll" nicht in der am 16.03.2026 stattfindenden Gemeinderatssitzung besprochen? warum ist dieses in der Bevölkerung "brennende" Thema der jetzigen GR.Fraktion mit Mehrheit (Matreier Liste) keinen Tagesorsnungspunkt wert? warum schweigt diese Gruppierung jetzt? warum änder sie sich, sobald sie nicht mehr "nur" die Rolle als "Opposition" ausfüllen und auch Entscheidungen treffen müssen/können? ich glaube nicht, das SCHWEIGEN, ABWARTEN & VERWALTEN.... vor den GR-Wahlen zu den "Wahlversprechen" gehörten und die aktuellen Gemeinderäte und Ersatzgemeinderäte rund um BGM Steinder dafür auch gewählt wurden! LAUT waren sie damals, JETZT bevozugen sie die nonverbale Kommunikation in allen Bereichen. ist natürlich bequemer und einfacher - was es bewirkt, wird man sehen!
was sollten sie auch dazu sagen? die Sachlage ist ja bekannt und in der Oppositon sitzen auch noch die Ja Sager von damals!
Da ist nicht der Gemeinderat gefragt, der RH-Bericht sollt für Staatsanwaltschaft, WKSTA, genug Anlass für Ermittlungen und Anzeigen geben.
eszeugt schon von totalem Realitätsverlust, wenn man den neuen Bürgermeister für die Situation die der alte herbeigeführt hat verantwortlich macht!! genau so wie den Grundtausch, der der Gemeinde ja allerhand gekostet hat (laut Rechnungshofbericht) dann als Gewinn für die Gemeinde zu verkaufen!!! aber eben AK
Das Bild Reisners wurde da wieder einigermaßen zurecht gerückt. Ich war immer der Meinung, heute umso mehr, dass sie aus ihren Amt gemobbt wurde.
Darauf hat von Anfang an vieles hingedeutet.
@BB das denke ich auch. Außerdem dürften da wohl auch noch einige Speichellecker in den "eigenen Reihen" dazu gegen sie ewas beigetragen haben. Dies ist keine Behauptung aber meist ist es so!
Grauslich. dieser schwarze Sumpf! Wurde Frau Reisner von dieser Truppe abgesägt?
du stellst ohne zweifel die richtigen fragen
Du hast es erfasst. JA!
Eine rhetorische Frage ist eine Scheinfrage, auf die keine Antwort erwartet wird, da diese offensichtlich ist oder die Frage die Aussage verstärkt. Sie dient dazu, die Aufmerksamkeit zu lenken, eine Meinung auszudrücken oder Kritik zu äußern.
Die Fr. Reisner hat wohl auch Ihriges ( siehe dazu die Berichterstattungen, oder sprecht selbst mit ehemaligen BH-Beamten ) dazu beigetragen, die wurde nicht nur "abgesägt" !
Ehemalige BH Beamte? Sind denn Beamte - auch im Ruhestand - autorisiert, interne betriebliche Angelegenheiten in die Öffentlichkeit zu tragen, bzw. zu dort zu diskutieren?
Das "wohl auch Ihrige ..." ist recht raffiniert zusammengereimt um jemand zu diskreditieren. Es muss ein Schock für so manche Bedienstete gewesen sein, dass ihre amtliche Postfachzteilung mit Vermerken erst über den Schreibtisch der BH-Frau lief. Manche sahen darin Entmachtung. Was heute gängige Praxis im Bürowesen ist, hat früher unter Frau Dr. Reisner sicher so manche/n zum Luftringen gebracht ;-) Mal ganz davon abgesehen, dass Zugriffe auf bestimmte Internetseiten abgestellt oder wahrscheinlich auch hinterfragt wurden.
ein schock für so manchen bediensteten? wer seine arbeit genau und rechtens gemacht hat, hat auch bei einem umweg über R s schreibtisch nichts zu befürchten. dass die bhf sehr bedacht auf genauigkeit und ordnung war hatte sie mit ihren quasi minutiös aufgelisteten statements wohl perfekt zelebriert - und das kann nur jemand, der immer perfekt nach den regeln gespielt hat
@msalcher, und @Annalies - ja genau, danke für die Richtigstellung. Alle die, die jetzt die ehemalige BH als Mobbingopfer darstellen, schaut euch doch die Berichte zu der damaligen Causa ab 25.03 2024 hier auf Dolomitenstadt an - alles nachzulesen. Damals war der Tenor vieler Poster interessanterweise ein ganz anderer als heute. Wenn der gesamte BR zurücktritt, sich keine Nachfolge finden lässt und die MA im Rahmen von Gesprächen mit der Dienstaufsichtsbehörde (!) massive Beschwerden vorbringen, deren Wahrheitsgehalt sicher überprüft wurden, dann kann die MA Führung nicht passen. Frau Dr. Reisner ist sicher eine sehr intelligente Frau und es hätte mich gewundert wenn sie, was Matrei mit dem damaligen BM und seine finanzielle "Kreativität" betrifft, nicht exakt vorbereitet gewesen wäre. Leider wurde sie diesbezüglich damals von den schwarzen Mandern am Land völlig im Stich gelassen. Aber sie wurde nicht wegen Matrei hinausgemobbt - meine Überzeugung!!!
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