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Starkstromleitungen einmal mehr im Fokus

Bürgerinitiative fordert in Lienz Erdverkabelung statt neuer Freileitungen und eine aktuelle Bedarfserhebung.

Rund 250 Menschen füllten am Freitagabend, 13. März, den Kolpingsaal in Lienz. Die Initiative „Stop 380 KV Monster-Starkstrommasten“ hatte zu einem Informationsabend über die geplante 220- und 380-kV-Leitung durch Osttirol und Kärnten eingeladen. „Ziel war es, offene Fragen zur Notwendigkeit, Umweltverträglichkeit und zu möglichen Alternativen der geplanten Stromtrasse zu diskutieren“, teilen die Organisatoren in einer Aussendung mit.

Referenten des Abends waren der Physiker Eberhard Burkel und der Betriebswirt Eberhard Faust. Sie erläuterten technische Hintergründe und Risiken des APG-Projekts, das eine 380 kV-Hochspannungsleitung von Obersielach in Kärnten bis Nußdorf-Debant und eine weiterführende 220 kV Starkstromleitung über das Lienzer Becken und den Karnischen Kamm nach Italien vorsieht.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Kolpingsaal an einem kritischen Infoabend zum Thema Starkstromleitungen durch Kärnten und Osttirol. Foto: Bürgerinitiative

In ihren Vorträgen thematisierten Burkel und Faust gesundheitliche Belastungen für Mensch und Tier, mögliche Wertverluste von Liegenschaften, touristische Einbußen und den Eingriff in das Landschaftsbild.

Als zentrales Problem nannten die Referenten das Fehlen einer Bedarfsanalyse. Zwar werde langfristig mehr Energieverbrauch prognostiziert, dies bedeute aber nicht automatisch mehr Bedarf an öffentlicher Stromerzeugung und -umverteilung. Viele Haushalte und Betriebe setzten inzwischen auf Photovoltaik und Eigenversorgung.

Die Schweiz wurde als Beispiel für nachhaltige Energieplanung präsentiert: Dort müssten vor Projektbeginn Gutachten prüfen, ob Erdverkabelungen technisch und wirtschaftlich machbar seien. Der Schutz der Bevölkerung habe Vorrang. Auch in Österreich, so die Forderung der Initiative, solle geprüft werden, ob unterirdische Leitungsführungen möglich sind.

Kritik übten die Sprecher auch an der geplanten Dimension des Projekts. Die bis zu 90 Meter hohen Masten würden die Landschaft massiv verändern. In Osttirol, das durch eigene Wasserkraft gut mit Energie versorgt sei, brauche es Lösungen, „die Natur, Menschen und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigen“.

Der gut besuchte Informationsabend wurde von den Veranstaltern als klares Signal an die Politik verstanden: Die Bevölkerung wolle nicht nur informiert, sondern aktiv in die Planung solcher Großprojekte eingebunden werden.

5 Postings

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vor 5 Stunden

Am besten wäre es, die Leitungen direkt über den Häusern unserer Bürgemeister (m/w) zu verlegen. Vielleicht werden einige durch die elektromagnetischen Impulse intelligenter.

 
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DSK
vor 6 Stunden

Betriebe setzen auf Eigenversorgung! Mit Photovoltaik? Vielleicht ein Yogastudio, aber nichtmal eine Tischlerei versorgt sich damit selbst

https://www.derstandard.at/story/3000000311795/der-heurige-winter-hat-die-grenzen-erneuerbarer-energien-aufgezeigt

und in der Zwischenzeit kommen da auch schon die Green Dealer drauf

https://www.derstandard.at/story/3000000311900/von-der-leyen-kuendigt-europaeische-strategie-fuer-kernenergie-ausbau-an

Was es ganz sicher nicht braucht, ist noch mehr Mitsprache von Träumern und Querulanten, die jedes Projekt unglaublich mühsam und vor allem sehr teuer machen. Eigentlich eine Schande dass in einem Industrieland diese Leitungen nicht schon stehen. In der Zeit bauens in China eine neue Stadt für 60 Millionen und die dafür benötigten Kohle/Atomkraftwerke dazu. Und ja, auch Erneuerbare wenn möglich. Aber Wohlstand und Wirtschaft zuerst

https://www.derstandard.at/story/3000000312365/verpasste-chance-was-chinas-neuer-fuenfjahresplan-fuers-klima-bedeutet

 
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    TW-WU
    vor 2 Stunden

    Warum baut dann die momentan mit abstand erfolgreichste industrienation der welt voll auf den ausbau der erneuerbaren...

    "Kein Land auf der Welt baut so schnell und massiv erneuerbare Energien aus wie China..."

    https://www.focus.de/earth/china-pfeift-aufs-klima-doch-das-ist-eine-gute-nachricht_632d0b95-dbb7-4704-9363-9f440edb497e.html#:~:text=Auch%20wenn%20China%20weltweit%20noch,Elektroautos%20stammen%20aus%20chinesischer%20Produktion.

    Warum ist in jenen ländern die auf erneuerbare bauen der strompreis billiger... "Spanien hat in den vergangenen sechs Jahren massiv in Wind- und Solarenergie investiert. Dadurch zählt der Strom dort heute zu den günstigsten in Europa..."

    https://de.euronews.com/2026/03/11/spaniens-erneuerbaren-boom-halt-stromrechnungen-niedrig-trotz-explodierender-gaspreise

    Die aktuelle, konzertiert wirkende „zurück zur Atomkraft“-Aktion, der rechten parteien, basiert maßgeblich auf nachweislich falschen Behauptungen. - Atomstrom ist NICHT BILLIG - Sein Anteil an der globalen Erzeugung SCHRUMPFT - Sehr wenige Länder bauen Kernkraftwerke und wenn dann um ihr Atomwaffenprogramm aufrecht zu halten - Pläne sind keine Projekte

    "Selbst Energiekonzerne bezweifeln, dass kleine Atomkraftwerke auf absehbare Zeit wirtschaftlich sein können. »Ob und wann diese Technologie kommerziell ausgereift sein wird, kann heute noch niemand sagen«, sagte Markus Krebber, Chef von Deutschlands größtem Stromerzeuger RWE...

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/markus-soeder-wirbt-fuer-mini-atomkraftwerk-als-pilotprojekt-in-bayern-a-59b964e7-c5f9-4e68-85dd-4c2dcfcc0948?sara_ref=re-so-app-sh

     
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      steuerzahler
      vor einer Stunde

      Einseitige Darstellung, China baut auch einige Kohlekraftwerke. Auch da sind sie führend.

       
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lia
vor 6 Stunden

wenn es mir nicht selber aufgefallen wäre, hätte ich nie bemerkt, dass in den meisten gemeinden die stromkabel schon unter der erde liegen. ich kann mich noch erinnern, wie mein vater die sicherungen mit 100-ter nägeln repariert hat. damals sind ie wirtschaftsgebäude komischerweise nicht in flammen aufgegangen.

 
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