Mit einem Festakt im Klagenfurter Konzerthaus feierte die Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik (GMPU) vergangene Woche die Einführung eines Doktoratsstudiums im Bereich „Artistic Research“. Damit erreicht Kärntens Musikuniversität die höchste akademische Stufe und wird zur zweiten Volluniversität des Landes.
Landeshauptmann Peter Kaiser sprach von einem „historischen Tag“ für den Bildungs- und Kulturstandort Kärnten. Der neue Studiengang stärke die wissenschaftliche und künstlerische Sichtbarkeit der Region im Alpen-Adria-Raum. „In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist es die Kunst, die verbindet und Orientierung gibt“, betonte Kaiser. Rektor Roland Streiner sieht im PhD-Programm die „logische Konsequenz“ der Entwicklung von der Musikschule zur Universität. Neben der erfolgreichen Reakkreditierung 2025 hob er internationale Standards und moderne Infrastruktur als Basis für den akademischen Aufstieg hervor.
Das neue Doktoratsstudium versteht sich als eigenständiger Ansatz zwischen Kunst und Wissenschaft: Wissen entsteht hier im künstlerischen Tun – etwa im Komponieren, Interpretieren oder Aufführen. Damit etabliert die GMPU ein Forschungsfeld, das kreative Praxis als wissenschaftliche Methode begreift. Auf dieses Thema ging auch der Philosoph Robert Pfaller in seiner erhellenden Festrede ein.
Weitere Informationen zum Studium: https://gmpu.ac.at
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