Vom Regelwerk der Stadt zur filigranen Kunst. Teilnehmer:innen erfahren in diesem Künstlergespräch mit Franz Riedl, wie Architektur in präzise Papierreliefs und Fadenarbeiten aus Licht und Schatten verwandelt wird und entdecken die Ordnung des öffentlichen Raums in einer völlig neuen Abstraktion.

Nach einem Studienaufenthalt in Japan vertiefte Franz Riedl sein Interesse für das Papier als Material seiner Konstruktionen. Es ist das unbehandelte Papier, die Sichtbarmachung der Stärke und der Oberfläche, die Franz Riedl interessieren. Er schneidet und ritzt das Weiß der Epidermis, er transportiert den Widerstand des Materials, die Verletzbarkeit der Fläche nach vorne und knickt die entnommenen Stellen nach hinten – nichts fällt weg, das Positiv ergänzt sich durch das Negativ im reliefierten Zuschnitt der Fläche. Raum- und Architekturansichten werden in eine abstrakte, unantastbare, reine Formreduktion übergeführt, die ihre Bildhaftigkeit von der Zartheit der millimeterdünnen Schichtungen erfährt.

„Kunst in Kürze“ – Das etwas andere Künstlergespräch mit Umtrunk am Mittwoch, 25. März 2026, um 18.00 Uhr im Bildungshaus Osttirol in Lienz, Pfarrgasse 6.
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