Im Rahmen einer Vollversammlung des BKH-Gemeindeverbands wurden heute, 20. März, erste Details des größten öffentlichen Bauprojekts in Osttirol präsentiert. Um rund 200 Millionen Euro soll in zehn Jahren Bauzeit das völlig veraltete Bezirkskrankenhaus aus- und umgebaut werden – und das ohne Unterbrechung des laufenden Betriebes. Seit zwei Jahren wird hinter den Kulissen geplant.
Man habe ein sehr detailliertes und strukturiertes Raum- und Funktionsprogramm erarbeitet, wird in einer Aussendung des Verbands an die Osttiroler Medien betont, „unter Berücksichtigung der Betriebsorganisation, mit dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer. Die E&E Unternehmensberatung und EDV GmbH, ein Tochterunternehmen der Tirol Kliniken, wurde vom Gemeindeverband BKH Lienz anschließend beauftragt, die vorliegende Masterplanung für die Neustrukturierung des Bezirkskrankenhauses einer umfassenden Prüfung zu unterziehen.“
Das Ergebnis liegt als Machbarkeitsstudie mit planerischen Entwürfen des Büros „DIN A4 Architektur ZT GmbH“ vor und wurde heute von der Versammlung einstimmig genehmigt. Aus Sicht des Krankenhausverbands ist der 20. März 2026 deshalb „ein historischer Tag für die Bevölkerung von Osttirol“.
Die Bebauungsstudie beeindruckt vor allem mit der Kubatur dieses Megaprojekts: Rund 40.000 m² Bruttogeschoßfläche sowie 1.500 Räume sind vorgesehen. Zum Vergleich: Das aktuelle BKH – kein kleiner Bau – hat 17.000 m² Nutzfläche. Die Bettenstationen sollen vollständig neu errichtet werden, der OP und die Intensivstation ebenfalls. Eine zentrale ambulante Erstversorgung (ZAE) als Anlaufstelle für Verletzte und akut Erkrankte soll getrennt von den geplanten ambulanten Patient:innen-Strömen errichtet werden.
Die Technik mit den dazugehörenden Räumlichkeiten werde auf den neuesten Stand gebracht und großteils neu gebaut. Moderne Räumlichkeiten für Verwaltung, Dienstzimmer für diensthabendes Personal und Wohnungen für die Mitarbeiter:innen runden die vollständige Erneuerung des Krankenhaus-Komplexes ab. Neu hinzu kommen laut Plan auch Räumlichkeiten für die qualifizierte Kurzzeitpflege und Schwerpunktpflege.
In vollständig trockenen Tüchern ist das Projekt freilich erst, wenn die Einreich- und Detailplanung vorliegt und neben verbindlichen Voranschlägen für den Bau auch kostenintensive Interimslösungen für temporäre Auslagerungen ganzer Abteilungen während der Errichtung eingepreist sind. Dann wird man wissen, ob die derzeit angepeilten Kosten von 200 Millionen Euro auch halten und die Frage der Kostenteilung klären können.
Parallel zur weiteren Planung würden Gespräche mit der Tiroler Landesregierung geführt, sagt der Obmann und Leisacher Bürgermeister Bernhard Zanon. Ein Teil der Finanzmittel soll aus dem Tiroler Gesundheitsfonds sowie dem Gemeindeausgleichsfond (GAF) kommen.
Einen bedeutenden Anteil müssten aber auch die 33 Osttiroler Gemeinden direkt stemmen, unterstreicht Zanon: „Das Mammut-Projekt ist für die Osttiroler Gemeinden sehr belastend, aber für die Versorgung der Osttiroler Bevölkerung unbedingt notwendig.“ Am 7. April will man sich den Fragen der Medien stellen.
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ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wer das zahlen soll. die meisten gemeinden haben eh kein geld mehr und für die gemeinden ist wohl eine gute und günstige kinderbetreung vorrangig, damit viele frauen vom einer teilzeit- in eine vollzeitbeschäftigung wechseln können. zudem ist aus meiner sicht das gesundheits-, kranken- und altenpflegesystem eine landes oder bundesaufgabe, dies wird bereits in einigen bundesländern mit erfolg praktiziert. leider werden die kärntner nicht mitzahlen, wie man aus den printmedien erfahren kann. hier wäre eine umstellung der verrechnung der krankenhausleistungen für gastpatienten von der pauschalentschädigung auf ein leistungsbezogenes system sinnvoll. wer sich den tiroler lh am sonntag im tv angeschaut und genau zugeört hat, der hat mitbekommen, was aus seiner sicht umgesetzt werden soll. da können sich die osttiroler für ihr krankenhaus wünschen, was immer sie wollen, entscheiden wird es der lh mit der tiroler landesregierung, oder es übernimmt der bund tatsächlich das gesundheitwesen.
Man schaue auf die aktuelle Bürgermeisterliste der Verbandsgemeinden, google in den Biografien dieser politischen Vertreter und stelle sich vor, dass jedes einzelne ihrer hochgehaltenen Händchen über Sinn und der Tragweite dieser Machbarkeitsstudie für das zukünftige Bezirkskrankenhaus mit 200 Millionen Investitionsvolumen entschieden hat und den 20. März zum historischen Tag für die Oschttiroler Bevölkerung erklärte.
Nachfragen darf man ja, ob jedes Händchen auch mit Überzeugung wusste, was nun Sache ist.
Ich glaube, dass es sinnvoller wäre, das BKH neu zu bauen und das bestehende Haus einer 'neuen Bestimmung' zuzuführen. Die Belastung für Bedienstete, Patienten, Schüler und Anrainer ist bei einem Mega-Umbau eindeutig zu groß! Wie wäre es, z.B. die bestehende Struktur als Rehaeinrichtung zu nutzen, ergänzt durch eine ambulante Reha und eine Senioren-Tagesstätte. Das Personalwohnheim kann bestehen bleiben, Platz für Verwaltung und andere Dienste wäre ausreichend gegeben. Diese Angebote würden eine Steigerung der Wertschöpfung für den gesamten Bezirk bedeuten. Da die Verweildauer vor allem älterer Patienten im BKH oft zu lang ist (wegen zu wenig Angebot bei extramuralen Strukturen), könnte die Tages- Reha vor Ort Alternativen bieten. Auch besteht die Möglichkeit, noch freistehende Büroräumlichkeiten an z.B. mobile Pflegedienste oder diverse Sozialeinrichtungen zu vermieten. Auch das Wohn- und Pflegeheim Lienz könnte aufgrund der örtlichen Nähe erweitert und teilweise mitintegriert werden. Denken wir zukunftsorientiert, denken wir 'neu'! Es ist unser Bezirk.
@Annalies, in ihrer Argumentation ist vieles dran und wenn man an Klagenfurt denkt, dann hat man dort mit dem Neubau des LKH die richtige Entscheidung getroffen. Die vorliegende "Machbarkeitsstudie" für das BKH Lienz heißt noch lange nicht, dass sie in Summe aller Entscheidungsfaktoren ein positives Ergebnis geliefert hat. Ein Neubau hätte viele Vorteile. Die Barriere Grundkauf schließe ich aus, es geht hier um Öffentliches Interesse und da scheu ich mich nicht anzudenken, einmal den talbodner Grundstücksspekulanten einen Riegel vorzuschieben (Gaimberg ...). Sie sind clever genug, mich zu verstehen. Auch ihren Gedanken einer Nachnutzung oder Inwertsetzung für den Altbestand kann ich gut folgen, denn dafür hätte man dann auch Zeit!
Für mich ist eine Erweiterung, Umstrukturierung oder Modernisierung immer positiv da der Standort dann auf die nächsten Jahrzehnte bestehen bleiben wird. Ich für mich bin dankbar das wir ein Krankenhaus im Bezirk haben und für eine Behandlung nicht weit fahren müssen. Das Fehler passieren können, ist wenn Menschen handeln, leider nie auszuschließen. Wer keine Fehler macht arbeitet nicht!
die verkehrstechnische lösung sehe ich noch nicht.
Die geplante Erweiterung, bei der die Fläche offenbar mehr als verdoppelt werden soll, wirft grundlegende Fragen auf: Wofür genau ist diese Dimension notwendig, und welches konkrete Konzept steht dahinter? Ein Blick in andere Bundesländer wie die Steiermark oder Oberösterreich zeigt, dass dort verstärkt auf Schwerpunktkrankenhäuser gesetzt wird – ein Ansatz, der auch vom Bund unterstützt wird. Gleichzeitig stehen die Krankenkassen finanziell unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellt sich umso mehr die Frage, welche Strategie in Osttirol verfolgt wird. Was genau ist beim Umbau des Krankenhauses Lienz geplant? Geht es darum, ein möglichst breites medizinisches Angebot vor Ort abzudecken? Oder wäre es sinnvoller, sich auf bestimmte Schwerpunkte zu konzentrieren und eng mit größeren Kliniken zu kooperieren? Viele Menschen – mich eingeschlossen – bevorzugen bei komplexeren Eingriffen spezialisierte Zentren, in denen Routine und Erfahrung eine entsprechend hohe Qualität gewährleisten. Daher wäre entscheidend zu wissen: Gibt es eine fundierte Bedarfserhebung für die Region? Welche Leistungen müssen unbedingt wohnortnah angeboten werden, und wo sind Spezialisierungen sinnvoller? Welche Abstimmungen wurden mit dem Land und dem Bund getroffen? Und wie könnte eine sinnvolle Zusammenarbeit mit umliegenden Krankenhäusern – etwa in Mittersill, Zell am See, Spittal, Innsbruck oder Klagenfurt – konkret aussehen? Zentral ist dabei die Frage, wie eine hochwertige medizinische Versorgung bei gleichzeitig effizientem Mitteleinsatz gewährleistet werden kann. Dazu gehören klare Schwerpunktsetzungen, gute Erreichbarkeit für die Bevölkerung und eine transparente Kostenplanung. Auffällig ist zudem, dass parallel stark in Wohnraum investiert werden soll. Welche Ziele verfolgt man damit? Geht es um die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland? Wenn gleichzeitig bekannt ist, dass die Bevölkerung schrumpft und die Politik Zuwanderung zurückhaltend bis ablehnend gegenübersteht, entsteht ein Widerspruch, der nicht ausreichend erklärt wird. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass ein Projekt dieser Größenordnung – rund 200 Millionen Euro – vorangetrieben wird, ohne die Bevölkerung ausreichend einzubinden. Das birgt erhebliches Konfliktpotenzial. Gerade deshalb wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, Planung und Umsetzung stärker in professionelle Hände zu legen. Eine Einbindung erfahrener Träger wie der TILAK könnte sowohl bei Bau als auch beim späteren Betrieb für mehr Transparenz, Effizienz und Vertrauen sorgen. In der aktuellen Konstellation mit unseren Regionalpolitischen Akteuren, deren Horizont oft nicht weiter als zum Kirchturm reicht und angesichts der bisherigen Kommunikation erscheint das jedoch fraglich.
@Stadtner, bitte lesen Sie den Artikel noch einmal durch, dann ergeben sich Antworten auf Ihre Fragen von selbst. Sie können auch die beteiligten Firmen googeln, die Tirol Kliniken wurden eingebunden, steht ebbfalls im Artikel. Unser BKH ist total veraltet, Zimmer mit 4, 5 und 6 Betten sind nicht mehr zeitgemäß, eine Zentrale Aufnahme dringend erforderlich, ebenso wie Kurzzeitpflege und Schwerstpflege. Das Leistungsangebot kann ein Krankenhaus nicht selbst bestimmen, da gibt es gesetzliche Vorgaben (in Tirol z.B. das Tiroler Krankenanstaltengesetz und u.a. - zu finden im Internet)! Wir wollen hochqualifiziertes Gesundheitspersonal haben? Dann muss dafür, vereinfacht gesagt, auch ein modernes, effizientes Krankenhaus geboten werden.
Ich habe den Artikel gelesen – Sie scheinen ja eingebunden zu sein. Dann sagen Sie doch bitte klar: Wie stark waren die Tiroler Krankenanstalten tatsächlich beteiligt? Haben sie das Konzept erstellt oder durften sie nur pro forma „mitreden“?
Was ist dann überhaupt das konkrete Konzept des neuen Krankenhauses im Rahmen einer umfassenden Gesundheitsversorgung? Wird daraus eine weitere Pflegeeinrichtung? Welche Fälle werden künftig wo behandelt? Oder plant man eine Reha- bzw. Pflegeeinrichtung etwa für Schlaganfall- und Demenzpatienten – was angesichts unserer Altersstruktur durchaus relevant wäre? Aber ist diese in einem normalen Krankenhaus richtig angesiedelt? Und vor allem: Woher soll das Personal kommen, wenn schon jetzt Standorte wie Hermagor oder Hochzirl große Probleme haben, geeignetes Personal zu finden?
Zum Schluss noch: Der Verweis auf Gesetze ist oft nur eine bequeme Ausrede. Gesetze werden von Menschen gemacht und können geändert werden, wenn sie wirtschaftlich, sozial oder politisch keinen Sinn mehr ergeben. In der Verwaltung sollten Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit gelten – wenn Gesetze dem widersprechen, sind sie schlicht nicht mehr zeitgemäß. Hier wäre es an den Verantwortlichen zu zeigen, was sie tatsächlich für den Bezirk erreichen können.
sehr geehrter @Stadner, nein, ich bin und war nie eingebunden, da ich nicht im BKH tätig war. Aber ich habe Jahrzehnte in mehreren Krankenanstalten in Österreich gearbeitet und weiß daher, welche Gesetze für den Bau und das Betreiben von KA maßgebend sind. Und ohne exakt ausgearbeiteten Masterplan wird kein Geld fließen. Aber Sie könnten doch Ihre Fragen ganz offiziell an den Obmann des BKH oder ihre BMin richten? Als Mitglied des Gemeindeverbandes weiß sie Bescheid. Interessant wäre es allemal...
Wäre um das Geld nicht ein Neubau im Osten von Lienz besser? Kein Verkehrschaos, Anschluss an B100, kein Umbau bei laufendem Betrieb, keine Kompromisse wegen Altbestand... Das bestehende BKH Grundstück könnte zudem noch lukrativ verwertet werden.
Das ist eine gute Idee! Allerdings werden Gegenargumente kommen: z.B. die Ostt. Schule f. Gesundheitsberufe sollte in der Nähe des KH sein oder dass man viel in den Neubau dieser Schule und auch in die Erweiterung der Tiefgarage investiert habe. Ein Neubau des BKH würde wahrscheinlich den kalkulierten Budgetrahmen sprengen (Grunderwerb). Aber es gäbe sicher viele Möglichkeiten, das 'alte' BKH zu verwerten. Ich bin bei Ihnen: 'Wenn schon, dann gscheit!'
Der Großneubau des Klinikums Klagenfurt (LKH Neu), der 2010 abgeschlossen wurde, kostete rund 327 Millionen Euro und war drei Jahre lang die größte Hochbaustelle Österreichs.
....vieleicht sollte man die Sanierung überdenken
... na GottseiDank, die ganze Jammerei über Sparen und kein Geld und Schulden und Defizit stimmt also gar nit ...
10 Jahre Bauzeit unter laufendem Betrieb? Dies wird ein Mega-Projekt und wirft die Frage auf, wie soll dieses realisiert werden in einer Situation vermeintlich schwerwiegender interner Probleme? Ich verweise auf den ORF- Beitrag 'Tirol heute'. Dieser beinhaltet schwere Vorwürfe (anonym) bzgl. Personalmangels und 'Behandlungsfehlern'. Das BKH sollte ehemöglichst der TILAK angegliedert werden. Das Haus hat bereits seit Jahrzehnten Probleme, qualifizierte Ärzte/innen nach Osttirol holen. Trotz diverser Initiativen war es schwer möglich. Der kolportierte Pflege-Mangel erschließt sich mir nicht, da die Ostt. Schule f. Gesundheitsberufe ausreichend Fachpersonal ausbildet (dzt. 1 freie Stelle im BKH). Ich glaube, dass sich durch die Pandemie die Produktivität verringert hat (vielleicht wurde zu viel geklatscht). Zu Behandlungsfehlern: Die gab es immer wieder einmal. Wichtig ist jedoch die Fehlerkultur: Werden die Betroffenen über die Geschehnisse informiert? Gibt es noch stets Fragebögen bzgl.der Patient/innen-Zufriedenheit? Ist das Risikomanagement in eventuelle Evaluierungen involviert? Ist es zulässig, ein Beschwerdemanagement durch eine vom Haus bezahlte Person durchführen zu lassen? Warum treten gerade zum jetzigen Zeitpunkt anonyme Meldungen auf? Fragen über Fragen- eine Antwort: TILAK
@Annalies, die TILAK gibt es nicht mehr, die korrekte Bezeichnung ist "Tirol Kliniken" - nur zur Info... Da der Umbau/Neubau wie beschrieben schon länger in Planung ist, sollte man, meiner Meinung nach, aktuelle interne Probleme nicht mit dem Bau vermischen. Behandlungsfehler gibt es nicht nur in Lienz, die gibt es auch in den Tirol Kliniken, wie vor kurzem berichtet. Und nachdem das Qualitäts- und Risikomanagement ja zertifiert wurde (Bericht hier auf Dolomitenstadt), werden diese Behandlungsfehler bestimmt bearbeitet werden. Was die Anstellung qualifizierter Ärzte betrifft, bin ich nicht Ihrer Meinung. Es wurden in den letzten Jahren einige hochqualifizierte Ärzte angestellt oder als Abteilungsleitungen bestellt, wie Allgemeinchirurgen, Urologen, Psychiater... nur als Beispiele genannt. Bitte beschreiben Sie, was Sie damit meinen, dass sich "die Produktivität wegen der Pandemie verringert hat" - das finde ich ehrlich gesagt ziemlich heftig. Und glauben Sie mir, auf das Klatschen während der Pandemie waren die Bediensteten nicht scharf! Alle im Gesundheitsbereich im Bkh leisteten und leisten jeden Tag Unglaubliches. Wird ein tolles Haus, wenn das so umgesetzt wird!
isnitwahr. Ich hatte die Tirol Kliniken noch stets als Tilak abgespeichert, danke für den Hinweis. Da Sie (glaube ich zu wissen) im BKH beschäftigt waren, kennen Sie auch die Entwicklung, die Stärken und Schwachstellen des Betriebes. Wie funktioniert z.B. die Logistik generell im BKH? Wie sind bisher Renovierungen verlaufen, z.B.Kinderstation? Man erinnere sich u.a. an die Pannen beim Ausbau der Tiefgarage. Wie sind die durchschnittlichen Belegszahlen derzeit? Vor der Pandemie lagen diese bei 60-70%. Nun? Zu dem Ärztemangel: Erinnern Sie sich an die Schwierigkeiten bei der (Nach)Besetzung der Abteilungen Neurologie, Psychiatrie, HNO und Gynäkologie. Und die zahlreichen (tw. pensionierten) Aushilfsärzte, damit man die Nacht- und Wochenenddienste besetzen konnte? Wie steht es zurzeit mit der Patient/innenzufriedenheit? Was ich konkret sagen möchte: Das BKH ist finanziell von den Gemeinden und dem Land Tirol abhängig. Es gibt offensichtlich interne Probleme. Ist die Situation des BKH derzeit in jeder Hinsicht so stabil, dass ein dermaßen forderndes Megaprojekt angegangen werden kann? Es gibt viele Erfahrungswerte und Beispiele dafür, dass Projekte der öffentlichen Hand teurer ausfallen als geplant. Was bedeutet dies alles für die Gemeindekassen und in weiterer Folge den Steuerzahler? Ich bin der Meinung, dass das BKH an die TIROL KLINIKEN angegliedert gehört. Das würde mehr Qualität und eine nötige Dynamik bringen. Trotz Wertschätzung für den GV-Obmann und die Ausschussmitglieder bin ich der Überzeugung, dass die Zeit reif ist um den Schritt zu wagen.
isnitwahr. Das Land Tirol ist verschuldet und auch die Gemeinden klagen über erhöhte Kosten für Kinderbetreuungsplätze und Pflege (Sozialausgaben). Ich nehme nicht an, dass das BKH ohne massive Subventionen überleben kann. Was bedeutet ein solches Mega- Projekt für alle Beteiligten? Massive Überschuldungen des Landes- und der Gemeindebudgets, die wiederum auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Was werden die Folgen sein? Z.B die Wiedereinführung des Angehörigenregresses bei Altersheimunterbringungen und Erhöhungen der Kommunalsteuern. Viel mehr Möglichkeiten haben die Gemeinden nicht. Was bedeutet dieses Projekt für die Anrainer? Schwierigkeiten bei der Zufahrt zur Nordschule, Verzögerungen bei Rettungseinsätzen und eine Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg. Ganz zu schweigen von der Belastung für die Arbeitnehmer/innen des BKH und der umliegenden Schulbetriebe (10 Jahre lang!). Dabei wird derzeit über eine Verlagerung des gesamten Gesundheitswesens zum Bund diskutiert. Sollte man eine Entscheidung nicht erst dann treffen, wenn diese Frage geklärt wurde?
@Annalies, es freut mich, dass wir auf einem so wertschätzenden Niveau miteinaner diskutieren können, das ist, wie man immer wieder sieht, nicht selbstverständlich, danke dafür. Nein ich habe nicht im BKH Lienz gearbeitet (bin wenige Jahre nach meiner Ausbildung "abgewandert"), aber im Gesundheitsbereich in anderen Häusern dieser Größe in Österreich, daher kann ich zu Belagszahlen etc. keine Aussage treffen. Selbst wenn ich es wüßte, dürfte ich das auch gar nicht. Es müssen aber Rechnungsabschlüsse, Leistungs,- und Qualitätsberichte und einiges mehr erstellt werden. Diese sind sehr umfangreich, eine große Anzahl an Kennzahlen muss aufbereitet werden und daher braucht es relativ viel Zeit, bis sie in einem Bericht verarbeitet sind. Da sind die ITler und Controller:innen ziemlich gefordert. Obwohl ich nun schon etwas über 1 Jahr in Pension bin, brenne ich immer noch für den Dienst im Gesundheitsbereich, ich sollte langsam loslassen...
ich will gar nicht wissen welches verkehrschaos das mit sich bringt, wie lange das dauert und mit welchen Folgen für die Bediensteten und wieviel höher schlussendlich die Summe sein wird...
Ja dann frau Doktor! was wäre ihre alternative Idee? ich denke jeder wäre froh das am best möglichsten zu lösen! vielleicht sollten sie sich mit ihren guten ideen einfach an ihren arbeitgeber zu wenden!
sich hinter einem Pseudonym verstecken aber gescheid sein wollen-das mag ich besonders gern. was hat denn das eine mit dem anderen zu tun oder glauben Sie ernsthaft dass alle KH -Angestellten grosses Mitspracherecht beim Umbau haben? wollen sie zehn Jahre in einer Baustelle arbeiten? mit einer einzigen zufahrtsstrasse wo jetzt schon täglich chaos ist? sschauen sie mal die kostenexplosion der Nordschule an dann verstehen sie vielleicht dass es nie und nimmer bei den genannten kosten bleiben wird
Die Kärntner Gemeinden gehören unbedingt auch zur Kasse gebeten. Schließlich kommt ein nicht.unerheblicher Teil der Patienten aus Oberkärnten. Und im Zuge der Neugestaltung des Äußeren könnte man auch Intern neugestalten und destruktive Sesselkleber und "weiße Könige und Königinnen" gleich mitentsorgen und so die "Flucht" von weiteren hervorragenden Ärzten und Pflegepersonen aus bem BKH verhindern ... die Hoffnung ist ein schönes Gefühl....
Endlich wurden wieder mal die Missstände im BKH im ORF angeschnitten. Ein Lob an diese Bediensteten, die leider diesen Schritt wählen mussten. Ich hoffe, dass die grüne Partei sich nicht Mundtot machen lässt und die versprochene Aufklärung durchsetzen kann. Vieles wird leider in Osttirol sofort im Keim erstickt!!!! Aber viele sehr gute Ärzte haben leider das BKH verlassen müssen, haben die allerbesten, langjährigen Mitarbeiter in ihren sehr gut laufenden Ordinationen sitzen. Somit ein großer Segen für uns Patienten!!!!
Fehler können in der Medizin leider immer wieder mal passieren, aber da sieht man wieder mal, wie wichtig es ist, sich eine zweite Meinung einzuholen. Hoffe, diesen Patienten geht es wieder gut.
Wünsche dem betroffenen Personal eine lückenlose Aufklärung dieser unbefriedigten Situationen, denn sehr viele Angestellte leisten eine gewissenhafte Toparbeit, wofür ich mich mal recht herzlich bedanken möchte.
Wie sagt das Sprichwort: Der Fisch fängt beim Kopf an zu stinken.......
Das Problem liegt immer im Management. Wenn es ein Machtmensch an die Spitze schafft, dann geht es meistens daneben. Da werden schnell Untergebene installiert, die ihm nicht gefährlich werden können und schon ist es mit dem Betriebsklima vorbei. Vor allem Politiker müssen von solchen Positionen ferngehalten werden, damit Parteigänger draußen bleiben.
100% meine Meinung, mein "Fastnamensvetter"!!!
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