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Der Spatenstich für das Ressourcenzentrum im Lienzer Becken – geplant schon im Vorjahr – lässt noch ein wenig auf sich warten. Visualisierung: AWVO

Der Spatenstich für das Ressourcenzentrum im Lienzer Becken – geplant schon im Vorjahr – lässt noch ein wenig auf sich warten. Visualisierung: AWVO

Ressourcenzentrum:  Laut Geschäftsführer auf Schiene

Trotz einiger Wackelkandidaten ortet Bernhard Schneider „gutes Vertrauen, dass wir das richtig machen.“

Es wurde mit großen Worten und einer aufwändigen Präsentation vorgestellt, das geplante interkommunale Ressourcenzentrum der Talbodengemeinden, das künftig aus Müll Geld machen und an die Betreiber ausschütten soll.

Apropos Betreiber: Bei der Vorstellung war der Abfallwirtschaftsverband unter Geschäftsführer Bernhard Schneider nur als Errichter, die Stadt Lienz aber als Betreiber vorgesehen. Nun soll der Verband auch den Betrieb managen, erklärt Schneider im Gespräch mit Dolomitenstadt. 

„Die großen Gemeinden im Talboden sind als Fixstarter dabei“, versichert Bernhard Schneider, Geschäftsführer des Osttiroler Abfallwirtschaftsverbands.

Aktuell sei die abfallrechtliche und baurechtliche Einreichung erledigt, man werde in diesen Tagen die Vertragswerke an die beteiligten Gemeinden schicken, die dann bis Ende April Zeit haben, die jeweiligen Bedingungen in den Gemeindeparlamenten abzusegnen.

Gerüchte, nach denen ein bis zwei kleinere Gemeinden nicht mehr bei der Stange sein könnten, bringen Schneider nicht aus der Ruhe: „Die großen Gemeinden im Talboden sind als Fixstarter dabei. Wenn kleinere nicht mehr mitmachen wollen, ändert das wenig.“ Es gebe zudem überall Grundsatzbeschlüsse. Morgen Dienstag, 24. März, wird der Lienzer Gemeinderat einige Grundstückstäusche beschließen, um den Bau der Zufahrtsstraße zu ermöglichen.

Auch nach Fertigstellung des mit 6 Millionen Euro budgetierten Projekts können – und sollen – Gemeinden noch aufspringen, das Volumen der Anlage sei für eine Skalierung nach oben konzipiert, betont Schneider. Anfang Mai will er in die Ausschreibungsphase gehen, später als erwünscht, doch noch im Plan. 

Ob der Betreiberwechsel von der Stadt zum Verband, in dem ja 33 Gemeinden vertreten sind, zum Zankapfel bei den Kosten werden könnte? Schließlich sind am neuen Zentrum nicht einmal die Hälfte der Gemeinden beteiligt. Schneider befürchtet das nicht: „Das System bleibt ja gleich. Und es gibt ein gutes Vertrauen, dass wir uns bemühen, alles richtig zu machen.“

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

2 Postings

hubert
vor 3 Stunden

warum wollen einige kleine gemeinden beim betrieb des RZ lienzer talboden nicht mittun, wenn alle gemeinden bei den errichtungskosten mitgezahlt, fördergelder vom land tirol abgetreten haben?

 
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ehklar
vor 4 Stunden

Dann gibt es ja hoffentlich auch wieder die Sperrmüllsamlung?!? Nicht jeder ist ausreichend mobil, um das doch von der Stadt abgelegene Resourcenzentrum, zu erreichen. Die derzeitige Altstoffsammelstelle ist leicht und fußläufig erreichbar um häufig auftretende kleinere Güter zu entsorgen. Vermutlich wird der Restmüllcontainer und der "Müll im Gelände" wieder populärer.

 
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