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Steigender Kokainkonsum hält auch in Österreich an

Abwassermonitoring zeigt: Cannabis wird am häufigsten konsumiert. Den höchsten Kokain-Verbrauch hat Kufstein.

Alle Jahre wird von der Drogenagentur der Europäischen Union mit Sitz in Lissabon ein Bericht zu den Ergebnissen des abwasserbasierten Drogenmonitorings veröffentlicht, um Vergleiche und Trends über Ländergrenzen hinweg darstellen zu können.

Für Österreich übernimmt die Analyse der 18 Kläranlagen das Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck. Dort wird das Abwasser von rund 40 Prozent der Bevölkerung ausgewertet.

Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck sind die einwohnerstärksten Regionen, wo bezogen auf die Gesamtfracht auch die größten Drogenmengen im Abwasser beobachtet werden. Neben Innsbruck befinden sich mit Hall-Wattens, Strass im Zillertal und Kufstein noch drei weitere Kläranlagen in Tirol, deren Abwasser analysiert wird.

Am Institut für Gerichtliche Medizin Innsbruck werden die Abwasserproben analysiert. Foto: MUI/C. Simon

Insgesamt zeigen sich für Österreich im Jahr 2025 gleichbleibende Trends: Cannabis bleibt die am häufigsten konsumierte verbotene Substanz, der Verbrauch von Kokain steigt weiter an.

Eine bildhafte Erklärung der österreichischen Ergebnisse liefert Chemiker Herbert Oberacher: „Eine Einwohnerin bzw. ein Einwohner aus einer der 18 untersuchten Regionen in Österreich trinkt im Schnitt täglich ein Glas Wein, raucht drei bis vier Zigaretten und konsumiert 0,07 Joints sowie rund zwei Milligramm an aufputschenden Drogen. Somit werden in Österreich täglich mehrere hundert Kilogramm an verbotenen Drogen konsumiert und Umsätze in Millionenhöhe erzielt.“

Regionale Unterschiede

Die Möglichkeit, unterschiedliche Regionen vergleichen zu können, gilt als besondere Stärke des abwasserbasierten Drogenmonitorings. Während der Pro-Kopf-Konsum von Alkohol und Nikotin österreichweit relativ einheitlich ist, bietet sich bei den verbotenen Drogen ein weniger homogenes Bild: Zwar ist Cannabis in allen Regionen die dominierende Droge, doch ist hier der Konsum im urbanen Raum höher als in ländlichen Gegenden. Den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Cannabis verzeichnete auch im Jahr 2025 Wien.

Kokain in Westösterreich präsenter

Unter den Stimulanzien ist Kokain die umsatzstärkste Droge. In Westösterreich wird Kokain pro Kopf in größeren Mengen konsumiert als in Ostösterreich; den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Kokain verzeichnete wie schon in den vergangenen Jahren Kufstein.

Beim Konsum von Amphetamin (Speed) und Methamphetamin (Crystal Meth) lässt sich wiederum ein Ost-West-Gefälle erkennen. Die größten Pro-Kopf-Konsummengen des Wirkstoffs Amphetamin ließen sich in Guntramsdorf und Ried im Innkreis nachweisen, beim Konsum von Metamphetamin (Crystal Meth) führen Wien und Wiener Neustadt. Auch der MDMA (Ecstasy) Konsum scheint in urbanen Regionen wie Wien, Graz oder Innsbruck höher zu sein als im ländlichen Raum.

Österreich liegt im europäischen Mittelfeld

Insgesamt bewegt sich der Drogenkonsum in Österreich im europäischen Mittelfeld, obwohl in einzelnen Regionen vergleichsweise hohe Pro-Kopf-Frachten beobachtet wurden. Im benachbarten Südtirol scheint der Pro-Kopf-Konsum niedriger zu sein, wie der Vergleich von Bozen und Innsbruck verdeutlicht. Eine Ausnahme hiervon stellt Kokain dar.

Herbert Oberacher, Leiter des Abwasserlabors am Institut für Gerichtliche Medizin Innsbruck, stellt fest, dass in Österreich täglich mehrere hundert Kilogramm an verbotenen Drogen konsumiert werden. Foto: MUI/D. Bullock

Anhand der Abwasseranalyse lassen sich auch Konsummuster erkennen: So wurden in vielen Regionen am Wochenende höhere Alkohol-, Kokain- und MDMA-Umsätze als an Wochentagen festgestellt, was für deren Verwendung als „Partydrogen“ spricht.

„Weiterhin ist ein Anstieg der Kokainrückstände im österreichischen Abwasser zu beobachten. Die seit mehreren Jahren dokumentierte Entwicklung verdeutlicht, wie zuverlässig sich Trends am Drogenmarkt mithilfe der europaweiten Abwasseranalyse erfassen lassen“, betont Studienleiter Herbert Oberacher abschließend.

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4 Postings

nohe
vor 10 Stunden

Wen wunderts, was da heutzutage abgeht. Man muss nur schauen, wie bei uns die Preise für Lebensmittel und Treibstoff, im Vergleich zu unseren südlichen Nachbarn, steigen, und unsere "tolle" Regierung NICHTS dagegen tun. Ausser viel reden😡 und sich rühmen, dass sie den Spritpteis ab April ( warum nicht gleich) um sagenhafte 10 Cent senkt, obwohl er schon um das vielfache gestiegen ist....einfach nur lächerlich.

 
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    Annalies
    vor 6 Stunden

    Was hat Ihr Posting mit dem Artikel über Drogenkonsum zu tun? Mein Kopf raucht, ich kann den Link nicht legen. Stehen Sie vielleicht unter Einfluss?

     
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    DSK
    vor 4 Stunden

    Der Gedankensprung vom Abwassermonitoring zum Spritpreis, lässt aber auch nicht auf Abstinenz schliessen. Tu mal lieber die Mörchen!

     
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    TW-WU
    vor 2 Stunden

    Wo gibts denn die mittel die ihr einwerft. Der kickl ist auch schon wieder auf so einem tripp... ivermectin?

    ... ausgerechnet jetzt, will er die drogen von denen wir anhängig sind, auch noch um ein drittel billiger machen.

    Vielleicht sollte er mal mit den psychopathen reden, die die kriege gestartet haben und die für die preisexplosion der fossilen verantwortlich sind. Mit dem einen, hat er ja einen freundschaftsvertrag abgeschlossen. Und den anderen findet er ganz super....

    Der volkskanzler, herbert kickl, 29.03.2025 über den friedenspräsident trump: "Das was trump hier macht. ja... vom inhaltlichen her, würde ich zusammenfassen als eine art renormalisierung oder redemokratisierung. Wenn man mich fragt, frieden statt krieg, das gefällt mir gut!"

    https://dietagespresse.com/video/

     
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