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Sie werden bald einige Soziale Medien nicht mehr nutzen dürfen. Wie das kontrolliert werden soll, ist noch unklar. Foto: iStock/izusek

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Social Media Verbot bis 14 kommt

Die Regierungskoalition hat sich geeinigt. Auch die Reform der Lehrpläne an den AHS-Oberstufen ist eingetütet.

Nach zähem Ringen hat die Bundesregierung sich am Freitag auf die Einführung eines Social-Media-Verbots bis 14 Jahre und die umstrittene Reform der Lehrpläne an den AHS-Oberstufen geeinigt. Diese sieht ab 2027/28 für Jugendliche mehr Unterricht zu Medienkompetenz und Demokratie sowie zum Umgang mit KI vor. Im Gegenzug wird bei den Lateinstunden gekürzt, wenn auch nach Protest nicht so stark wie ursprünglich von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) geplant.

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) wies bei einer Pressekonferenz am Freitag auf die „negativen Auswirkungen von Social Media-Plattformen“ auf junge Menschen hin und kündigte „klare Regeln“ zum Schutz junger Menschen vor schädlichen Inhalten auch im digitalen Raum an. SPÖ-Staatssekretär Jörg Leichtfried sah darin in einer Aussendung auch einen wichtigen Schritt gegen Radikalisierung, immerhin sei das Internet längst zum „Rekrutierungs-Hotspot für extremistische Gruppierungen“ geworden.

Babler nannte drei Punkte, mit denen die Regierung das Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige umsetzen und flankieren will. Demnach will die Regierung klare Regeln für die Betreiber-Plattformen einführen und das Ziel einer Altersbeschränkung auf EU-Ebene - etwa über den Digital Services Act - weiter betreiben. Über die ebenfalls vorgestellte Lehrplanreform soll in den Schulen die Medienkompetenz gestärkt werden. Und es soll zunächst rasch eine Lösung auf nationaler Ebene geben, „weil uns klar ist, dass es auf EU-Ebene noch dauert“.

Bis Ende Juni Gesetzesvorschlag zur Altersbeschränkung

Laut Digital-Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) soll es bis Ende Juni einen Gesetzesvorschlag zur technischen Umsetzung der Altersbeschränkung geben. Angestrebt werden moderne Methoden zur Altersverifikation, die gleichzeitig die Privatsphäre schützen, indem man das Alter bestätigen kann, ohne persönliche Daten preiszugeben. Babler zufolge kann man sich hier ein zweistufiges Modell vorstellen, wie es derzeit auf EU-Ebene erarbeitet wird.

Unklar blieb der genaue Zeitplan für das Social-Media-Verbot: Über den Sommer wolle man zu einer gesetzeskonformen Lösung kommen, die dann aber mit der EU abgestimmt werden muss. Das wird laut Babler noch einmal drei bis sechs Monate dauern. Welche Plattformen vom Verbot betroffen sein werden, soll sich auf Empfehlung von Expertinnen und Experten nach der Funktionalität richten: Betroffen sein sollen all jene Plattformen, die süchtigmachende Algorithmen einsetzen, die die Verweildauer erhöhen, um Geschäfte zu machen oder als Einfallstor für Pädophile dienen können.

Weniger Latein und Unterricht von Medienkompetenz

Wiederkehr betonte das Bewusstsein, „wie schädlich Social Media ist“. „Der bewusste Umgang damit muss gelernt sein.“ Nicht zuletzt deshalb gebe es eine „große Reform der Lehrpläne“, die an den AHS-Oberstufen ein neues Fach bringt. In allen anderen Schulformen soll Medienkompetenz durch eine Aktualisierung der Lehrmittel und Lehrerfortbildungen verstärkt werden.

Mit den Schulpartnern hat Wiederkehr sich laut Unterlagen geeinigt, dass die Schulen autonom zwischen dem Unterricht von Medienkompetenz als eigener Gegenstand oder in Form eines Fächerbündels entscheiden können. Im Regelfall werde es ein eigenes Fach sein, so seine Erwartung. Ziel sei, dort einen „gesunden, reflektierten, kritischen Umgang“ mit Medien zu lernen.

Informatikunterricht wird ausgebaut

Bei Latein werden dafür in der Regelstundentafel der Oberstufe zwei der bisher zwölf Stunden gekürzt, ursprünglich sollten vier Stunden wegfallen. Bei der zweiten lebenden Fremdsprache in den Realgymnasien werden ebenfalls zwei Stunden gekürzt. Über die konkrete Umsetzung entscheiden Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter am Standort. Die Gesamtstundenanzahl der AHS-Oberstufe darf durch die Einführung des neuen Fachs jedenfalls nicht steigen.

Der Informatikunterricht - derzeit zwei Stunden über die gesamten vier Oberstufenjahre - wird um eine Stunde ausgebaut und um den Bereich KI (v.a. Verstehen der Funktionsweise von digitalen Systemen, Erkennen von Potenzialen und Risiken) ergänzt. Dafür muss eine der schulautonomen Stunden genutzt werden.

Zustimmung und Ablehnung

ÖVP-Bildungssprecher Nico Marchetti, ein ausgewiesener Gegner der ursprünglichen Kürzungspläne, zeigte sich mit der Lösung zufrieden. Jede Schule könne nun Latein und die zweite lebende Fremdsprache schulautonom vollständig erhalten, gleichzeitig würden Wissen zu KI sowie Demokratie- und Medienkompetenz gefördert. Auch Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung lobten den Kompromiss, die Uni-Plattform Informatik Austria ortete ein „klares Signal für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik“. Die Initiatoren der Petition gegen Kürzungen bei Latein, die von Prominenz aus Kunst, Kultur und Wissenschaft unterstützt und 41.000 Personen unterschrieben wurde, sah ihr Ziel, Latein als wesentlichen Teil des AHS-Lehrplans zu erhalten, erreicht.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker erkannte in der gleichzeitig verkündeten Einigung bei Social-Media-Verbot und Lehrplanreform hingegen „übelste parteipolitische Packelei“ und erwartet vom neuen Medienkompetenzunterricht „gezielte Indoktrination“. Der blaue Bildungssprecher Hermann Brückl sah auch im Kompromiss einen „massiven Rückschritt und gewaltigen Anschlag auf die Bildungschancen unserer Schüler“.

Von den Schulpartnern kamen hingegen zufriedene bis euphorische Reaktionen. Isabella Zins (FCG), die als Vertreterin der AHS-Direktoren den Kompromiss mitausgearbeitet hat, sah in einem Schreiben an die AHS-Schulleitungen eine „Win-Win-Situation“ und praxistaugliche Lösung. Für AHS-Lehrergewerkschafter wurde „der Angriff auf die Gymnasien erfolgreich abgewehrt“. Den Schulen stünden viele Varianten zur Umsetzung, bis hin zu gar keiner Kürzung bei den Sprachen. Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl von der ÖVP-nahen Schülerunion sprach gar von einem „historischen Tag“. Durch die neuen Lehrplaninhalte würden die Jugendlichen besser auf aktuelle Herausforderungen vorbereitet und würden lernen, kritisch zu denken und sicher mit modernen Technologien umzugehen.

Klarnamenpflicht kommt nicht

Staatssekretär Pröll nannte darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, um die Medienkompetenz zu fördern: Medien sollen bei der Erstellung jugendaffiner Formate unterstützt werden, für alle Altersgruppen soll eine Workshop-Reihe zur Faktenerkennung etabliert und das „Trusted Flagger“-System ausgebaut werden, damit problematische Inhalte schneller gemeldet und entfernt werden können.

Die von der ÖVP mit der Einführung der Social-Media-Altersbeschränkung geforderte Klarnamenpflicht wird nicht kommen, hieß es aus Regierungskreisen gegenüber der APA. Die Bundesregierung bekenne sich aber zum strengeren Vollzug bei der Weitergabe von bestehenden Nutzerdaten durch Social-Media-Plattformen ab einer gewissen Deliktschwere und der Forcierung der Zusammenarbeit zwischen Plattformen und Behörden bei der Verfolgung der Täter.

Gemischte Reaktionen zum geplanten Social-Media-Verbot

Auch die Ankündigung des Social-Media-Verbots für unter 14-Jährige löste gemischte Reaktionen aus. Kritik kam von der Opposition: Hafenecker sieht darin einen „Offenbarungseid einer autoritären Gesinnung“ und nannte die Altersbeschränkung „betreutes Denken (…) à la DDR 2.0“. Die Grünen bemängelten fehlende „konkrete Details“. Zudem schließe die Regierung zwar aus, dass die für eine Alterskontrolle benötigten Daten nicht bei Konzernen landen, nicht aber, dass der Staat die Identitätsdaten sammelt.

Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßte, dass die Altersbegrenzung nur in Kombination mit einer Lehrplanreform kommt. Das Hauptproblem liege nicht in der Nutzung von Social Media durch junge Menschen, sondern „im manipulativen Aufbau der Plattformen“, sagte der BJV-Vorsitzender Moritz Mittermann. Positiv reagierten die Kinderfreunde, die eine strikte „Haftung der Plattformbetreiber für die Einhaltung“ des Social-Media-Verbots forderten.

Skeptisch äußerte sich die UNICEF: Das Social-Media-Verbot könne dazu führen, „dass Kinder von Informationen, Freundschaften und Unterstützung abgeschnitten werden, die sie anderswo nicht finden können“ und in „unsichere, unregulierte Räume gedrängt werden“. Für die Interessenvertretung der Internetanbieter (ISPA) ist eine „technisch saubere“ Umsetzung zentral. Eine Altersüberprüfung müsse unter dem sogenannten ‚Zero-Knowledge-Proof‘ und dem ‚Double-Blind-Prinzip‘ erfolgen. „Das heißt, dass die Plattform nur erfährt, ob die Person alt genug ist, und gleichzeitig die prüfende Stelle nicht herausfinden kann, wer welche Inhalte nutzt“, so ISPA-Generalsekretär Stefan Ebenberger.

Datenschutz-NGO sieht mehrfachen Verstoß gegen EU-Recht

Die Datenschutz-NGO epicenter.works macht darin einen mehrfachen Verstoß gegen EU-Recht aus. Das österreichische Gesetz greife nur für ansässige Plattformen. Die großen Digitalkonzerne hätten ihren europäischen Sitz aber in Irland und könnten das Gesetz „getrost ignorieren“, schreibt die Datenschutz-NGO auf „X“. Eine mögliche damit verbundene Identifizierungspflicht verstoße weiters gegen Datenschutzregeln und den Schutz von Minderjährigen.

Barbara Buchegger, die pädagogische Leiterin der Initiative Safer Internet, steht zumindest der Ankündigung für mehr Medienkompetenz positiv gegenüber, wie sie im APA-Gespräch sagte. Im Zusammenhang mit dem Social-Media-Verbot übte sie Kritik an den Plattformbetreibern. Dass diese „so agieren, dass es für Kinder und Jugendliche problematisch ist, steht außer Zweifel“. Um schädliche Inhalte zu vermeiden, müsste den Betreibern „mehr auf die Füße gestiegen“ werden. Zudem müssten nach Einschätzung Bucheggers ja alle User dieser Plattformen überprüft werden, nicht nur Kinder und Jugendliche. Und dafür müssten erst datensparende Lösungen gefunden werden, wie etwa dem sogenannten „Zero-Knowledge-Proof“. Das bedeutet, man weiß das Alter des Handynutzers, aber nicht mehr.

24 Postings

Annalies
vor 3 Wochen

Ich finde es bezeichnend, dass man eine, auf negativen Erfahrungswerten basierende Entscheidung, wieder mit irgendwelchen bizarr anmutenden Färbungen versieht. Für diese Entscheidung ist kein parteipolitisches Kalkül ursächlich sondern schlicht und einfach Kinderschutz! Unterstützt wurde die Initiative durch Kinderpsychologen und- psychiater.

 
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tomba1895
vor 3 Wochen

Ein wichtiger Schritt. Die Büchse der Pandora wurde geöffnet und jetzt müssen wir das schlimmste wieder einfangen. Wird noch etwas dauern, aber ein Anfang scheint gemacht.

 
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andreas.klotz
vor 3 Wochen

Die Umfrage in Deutschland mit 90% gegen ein Social Media Verbot für Kinder würde ich gerne sehen , war die auf RT oder von Musk persönlich , noch besser auf truth social .

Umfragen sind ein demokratisches Mittel , Rechte Parteien arbeiten sehr gerne mit Umfragen als demokratisches Mittel , tagtäglich präsentieren sie Umfragewerte.

Gebe ich aber Recht mit Linke Parteien , dieser Linke Minister von der Lega ,will in Italien jetzt auch sowas einführen . Der italienische Bildungsminister Giuseppe Valditara fordert ein Verbot sozialer Medien für Kinder, da er diese als verheerend für die psychische Gesundheit und durch Hassrede bezeichnet. Nach einem bereits umgesetzten Handyverbot in Schulen plant er, den Zugang zu Plattformen für Minderjährige zu unterbinden, um sie vor Gefahren zu schützen.

Messenger-Dienste dienen inzwischen als hybride Soziale Medien .

 
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lia
vor 3 Wochen

der begriff "social media" gehört terminiert. er suggeriert etwas positives. ich würde dumbmedia einführen, oder internetdummies.

 
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Der Graukofler
vor 3 Wochen

Haben Eltern nicht auch eine Verantwortung gegenüber ihren Kindern? Die Erziehung der Kinder sollte man im Wesentlichen den Eltern überlassen. Aus jugendlicher Erfahrung weiß ich, dass das Verbotene erst richtig interessant wird.

 
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Kommen die meisten Eltern ihrer Verantwortung diesbezüglich nach? Wie kann es dann sein, dass sich Kinder mehr als 4 Stunden/Tag (ohne Hausaufgaben) in sozialen Netzwerken aufhalten? Wie steht es mit der Vorbildfunktion der Eltern? Welch eine Empörung entsteht, wenn Kinder im Netz gemobbt, manipuliert und durch Erwachsene gefährdet werden, die sie täuschen und bedrängen? Nachgewiesen ist, dass der unkontrollierte Konsum diverser sozialer Medien negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat. Auch für diese Bevölkerungsgruppe besteht seitens des Staates eine Fürsorgepflicht.

     
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      Annalies
      vor 3 Wochen

      Die Forderung nach diesem Verbot kommt in erster Linie von unserem Medienminister und Vizekanzler. Wo bleiben die Anhänger heute? Wann kommen sie vom Sonntagsausflug zurück?

       
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Cogitat
vor 3 Wochen

Und was ist mit dem (unsäglichen) Religionsunterricht? In jeder Klasse 2! Wochenstunden!!! Und Schülergottesdienste!!! Ja, ich weiß, Konkordat🙈! Ich bin für eine Trennung von Kirche und Staat - wie in Frankreich! Religion muss Privatsache sein!

 
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    tomba1895
    vor 3 Wochen

    Themaverfehlung

     
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      Cogitat
      vor 3 Wochen

      Find ich nicht...auch das von mir Angesprochene ist längst überfällig.

       
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interessant
vor 3 Wochen

will man im Ernst eine lebende Fremdsprache kürzen??? Mit 2 gestrichenen Lateinstunden kann ich mich ja eventuell noch abfinden, aber könnte man sich generell nicht auf zumindest eine gestrichene Religions-/Ethikstunde zugunsten der Fremdsprachen einigen??

 
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aktuell
vor 3 Wochen

Unsere derzeitige Regierung steckt aufgrund ihrer teilweise erschreckend unfähigen Mitglieder in Schwierigkeiten. Sie weiss nicht mehr weiter. Findige "Berater" haben nun einen Ausweg gefunden: ABLENKUNG! Österreich soll eine Zeit lang nur mehr über das Social Media- Verbot für Kinder und Jugendliche diskutieren. Damit hat sich die hilflose Staatsspitze eine Verschnaufpause verschafft. Eigentlich war der Erfinder dieser Strategie Kanzler Kreisky. Der hat mit solchen Aktionen in seiner Regierungszeit die Österreicher jedes Jahr während der Parlaments-Sommerferien beschäftigt.

 
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defi
vor 3 Wochen

Nicht alles ist perfekt, doch es passt. Die Blauen fürchten um ihren Nachwuchs – genau so soll es sein!

 
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Ein Osttiroler Mädel
vor 3 Wochen

guten morgen, ich bin absolut für die Altersbeschränkung bei Social Media!!! was mir überhaupt nicht einleuchtet ist das stunden weggesteichen werden sollen in Fremdsprachen, wie italienisch oder französisch. Alles gut und Recht englisch wird immer mehr und breitet sich aus, aber die anderen so wunderschönen Sprachen weniger zu unterrichten finde ich nicht gut! Das Argument das KI mit Hilfe von Handy oder Tablet alles übersetzen kann, finde ich traurig. In meinen Augen sollte lieber der Lehrplan in den Fächern Mathematik/Physik/Chemie überarbeitet werden! Ganz ehrlich wer benötigt nach der Matura, ausser man studiert Mathe, noch das ganze Zeug aus Mathe in täglichen Leben? Es geht um Mathestoff aus der Oberstufe Gym. Die ganzen binomischen Formeln,... Grundwissen Mathematik ist logisch und WICHTIG!!! Aber lebenden Fremdsprache sind wichtiger und schöner.

 
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    schlagzeilenschurke
    vor 3 Wochen

    Man darf nicht vergessen, dass die Unterstufe und manche Oberstufen der Allgemeinbildung dienen und es daher essenziell ist, dass die Lehrpläne so gestaltet sind, dass sie alle Gesellschaftsschichten abholen - sowohl angehende Akademiker als auch Berufseinsteiger.

     
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TW-WU
vor 3 Wochen

"In einem wegweisenden Prozess um das Suchtpotenzial von Online-Diensten sind die Internetplattformen Instagram und YouTube zu Millionenzahlungen verurteilt worden. Die Geschworenen in Los Angeles sprachen der heute 20-jährigen Klägerin ein Schmerzensgeld von drei Millionen Dollar zu. Dazu kommt - zur "Abschreckung - ein Bußgeld in gleicher Höhe...."

Und das von einem us-gericht!!!

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/urteil-meta-google-sucht-100.html

 
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    Bahner Bernd
    vor 3 Wochen

    Mit diesem Präzedensfall wurde ein Tor zu unzähligen weiteren Verfahren mit Millionenklagen geöffnet. Die amerikanische Justiz hat so auch die Tabakindustrie in die Knie gezwungen.

     
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Asdf jjkloe
vor 3 Wochen

Endlich.

 
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exilot
vor 3 Wochen

Das Problem, das offenkundig weder Politiker:innen noch die Medien wahrnehmen ist, das parallel zu Latein in Realgymnasium die Zweite Lebende Fremdsprache gekürzt wird. Welchen Sinn macht eine lebende Sprache dann noch, wenn das Niveau noch weiter sinkt?

 
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NurMeineMeinung
vor 3 Wochen

"Unsere Demokratie" fordert Zensur und Überwachung, aber in "EINER Demokratie" hat so etwas keinen Platz.

 
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    andreas.klotz
    vor 3 Wochen

    Sie haben Demokratie nicht verstanden , Demokratie geht vom Volk aus. Bei verschiedenen Umfragen fordern 80-90 % der Österreicher Altersbegrenzung bei Social Media ,78 % für ein generelles Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche. Eine Mehrheit im Parlament setzt den Willen der Bürger um , das ist pure Demokratie. Ich muss jetzt nur an die aktuellen Fälle in Spanien denken , wo Jugendliche KI generierte Nacktfotos ihrer Mitschülerinnen, 11 Jährige Mädchen darunter , über Social Media verbreitet haben . Wenn sie sowas als Zensur sehen und als undemokratisch, das man das jetzt massiv einschränkt , dann viel Spaß wenn die ersten Nackbilder ihrer Tochter auftauchen , falls sie eine haben . War ja auch klar, dass rechte Parteien europaweit gegen Einschränkungen bei Social Media sind , da sie sehr stark von den Tech Milliardären unterstützt werden . Wenn nicht direkt, dann über Hintermänner und durch kostenlose Reichweite, bezahlte Influencer und Kampagnen in den Sozialen Medien. Bissl Putin steckt auch dahinter , da jedes bisschen Kaos , Spaltung und Skandale im Westen dem russischen Regime nutzen . Das stört Putin , Trump und den Tech-Oligarchen gewaltig , wenn wir in Europa unsere Kinder schützen .

     
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      NurMeineMeinung
      vor 3 Wochen

      Umfragen sind kein demokratisches Mittel – die österreichische hatte nur etwa 1.000 Teilnehmer. Die Ergebnisse hängen stark davon ab, dass sie von politisch abhängigen Instituten durchgeführt werden. In Deutschland zeigten ähnliche Umfragen sogar das Gegenteil (90 % gegen ein Verbot). Fälle wie die Verbreitung von Nacktfotos Minderjähriger passieren auch über Messenger; ein Social-Media-Verbot löst das Problem also nicht. Klar ist: Linke Parteien unterstützen strengere Regeln, weil sie hier Kontrolle und Einfluss verlieren.

      Glaubt wirklich jemand, dass es unseren Politikern vor allem um Jugendschutz geht?

       
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    Cogitat
    vor 3 Wochen

    Die Blauen Brüder lassen grüßen...OMG🙈!

     
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    Bahner Bernd
    vor 3 Wochen

    Die Aufgabe der Demokratie und ihrer Gesetze ist es, die Freiheit der Rede (und der Medien ) zu gewährleisten. Nicht gemeint ist damit schrankenlose Deregulierung, die die Schleusen für eine Flut von Desinfomation, Autoritarismus, Gewalt, Rassismus Sexismus uvm. öffnet, vor allem wenn es eine vulnerable Gruppe trifft, die noch nicht gelernt hat zu einer strukturierten Informationsverarbeitung zu kommen. Und das bei beträchtlichem Suchtpotenzial. In Abwägung der Güter nach rechtsstaatlichen Kriterien, wird der Gesetzgeber ensprechende Grenzen zu setzen haben. Dass die FPÖ gar so dagegen opponiert, mag auch darin begründet sein, dass sie sich um eine ideologischen Einflußnahme beim Nachwuchs betrogen fühlt.

     
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