Die Tiroler Landtagsklubs richten sich geschlossen an die Bundesregierung, strengere Regeln bei Feuerwerkskörpern festzulegen. Dies wurde im Rahmen des März-Landtags beschlossen.
Verkaufs- und Verwendungsverbot von Kleinfeuerwerk
Konkret wird der Bund aufgefordert, ein bundesweites Verkaufs- und Verwendungsverbot von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 (Kleinfeuerwerk) zu prüfen und - im Falle einer positiven Folgenabschätzung - gesetzlich umzusetzen.
Gelten soll das Verkaufs- und Verwendungsverbot lediglich für Privatpersonen. Für befugtes und geschultes Personal soll der Einsatz von Pyrotechnik dieser Kategorie im Rahmen bewilligter bzw. organisierter Feuerwerke weiterhin möglich bleiben.
Einbringer betonen Schutz
SPÖ-Vizeklubchef Christian Kovacevic erklärt als Mit-Einbringer des Antrags, dass strengere Regeln „eine Frage der Vernunft, auch für den Jugendschutz“ seien, mit denen sich viele, auch schwere Verletzungen verhindern ließen.

In eine ähnliche Richtung zielt die Argumentation des VP- Landtagsabgeordneten Sebastian Kolland, der ebenfalls zu den Antragseinbringern zählt: „Die parteiübergreifende Tiroler Einigkeit in dieser Frage sollte auch auf Bundesebene zu denken geben. Hier braucht es schützende Regeln im Vorhinein, statt bedauernder Diskussionen im Nachhinein, wenn sich etwas Tragisches ereignet.“
Wirtschaftsbund: Thaler gegen Verbot
Gegen das intendierte Verbot bestimmter Feuerwerkskörper positioniert sich hingegen Wirtschaftsbundobfrau Barbara Thaler. Sie richtet ihren Appell speziell an die Volkspartei, der der Wirtschaftsbund als Teilorganisation selbst angehört: „Die Volkspartei muss eine Gemeinschaft der Lösungen und Ideen bleiben und darf nicht zu einer Partei der Verbote werden“, so Thaler.

Aus der Branche komme Unterstützung für diesen Ansatz, wie es in einer Aussendung des Wirtschaftsbundes heißt. „Vertreter des Fachhandels betonen, dass Sicherheitsprobleme häufig durch illegale und manipulierte Produkte oder unsachgemäße Verwendung entstehen. Der regulierte Verkauf geprüfter Ware sowie fachkundige Beratung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unfallprävention", lautet der Text der Aussendung weiter.
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