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Ab Sonntag gilt wieder die Sommerzeit

Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Die Mehrheit wünscht sich eine dauerhafte Sommerzeit.

In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit: Die Sommerzeit beginnt, die Uhren werden eine Stunde vorgestellt und uns werden auf diese Weise 60 Minuten Schlaf „geraubt“, die wir erst Ende Oktober wieder zurückerhalten.

Abschaffung in der EU gescheitert

Alljährlich sorgen die zwei Termine für die Zeitumstellung für Debatten rund um deren Sinnhaftigkeit, man kann geradezu - Achtung Wortwitz - die Uhr danach stellen. Ebenso wie diese Diskussionen hält sich aber auch die Sommerzeit selbst wacker, obwohl es bereits vor einigen Jahren seitens der EU konkrete Pläne für eine Abschaffung gab.

Diese mündeten jedoch in einer Sackgasse, da sich die Mitgliedsstaaten aufgrund unterschiedlicher geografischer Interessen nicht auf eine dauerhafte Lösung einigen konnten.

Österreicher:innen wollen Sommerzeit

Würde man nur die Österreicher:innen fragen, ergäbe sich hingegen ein recht klares Bild: Wie eine Umfrage des Linzer Market Instituts zeigt, sprechen sich aktuell vier von fünf Personen für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.

Rund 54 Prozent der Österreicher:innen sprechen sich für eine dauerhafte Sommerzeit aus. Der dauerhaften „Normalzeit“, sprich der Winterzeit, geben 26 Prozent den Vorrang. Für eine Beibehaltung der Zeitumstellung sind hingegen nur 20 Prozent. Grafik: Market Institut

Interessant hierbei: Als favorisierte Zeit gilt bei mehr als der Hälfte der österreichischen Bevölkerung die ständige Sommerzeit mit abends längeren Tageslichtzeiten, obwohl es sich dabei nicht um die Normalzeit handelt.

Stattdessen wurde die Sommerzeit aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt, um anlässlich der Ölkrise Energie zu sparen. Mittlerweile ist das Einsparungsargument jedoch überholt, da der Energiebedarf von der Zeitumstellung nahezu unberührt bleibt.

Biorhythmus wird gestört

Auf dieses geringe Einsparungspotenzial berufen sich auch immerhin 35 Prozent der Österreicher:innen, um sich gegen die Zeitumstellung zu positionieren.

Als der noch bedeutsamere Kritikpunkt wird jedoch die Störung des menschlichen Biorhythmus betrachtet: 41 Prozent erkennen darin das größte Gegenargument und sehen vor allem Kinder bzw. ältere Menschen stärker betroffen. Ein Drittel der Befragten gibt an, sich unmittelbar nach der Zeitumstellung mehrere Tage müde zu fühlen, da der Schlafrhythmus durcheinander komme.

Die größten Schwierigkeiten mit der Gewöhnung an die jeweils „neue“ gültige Uhrzeit zeigen die 16- bis 29-Jährigen, obwohl ausgerechnet diese Kohorte sich deutlicher für die Beibehaltung der Zeitumstellung ausspricht. Offenkundig nimmt diese Gruppe somit kurzfristigere Einschränkungen im Wohlbefinden für längerfristige Vorteile – gerade bei Jüngeren kommt eine Sommerzeit mit mehr Aktivitätsmöglichkeiten am Abend dem eigenen Wach- und Schlafrhythmus stärker entgegen – stärker in Kauf.

Geringes Wissen um korrekte Richtung der Zeitumstellung

Dabei wissen mehr als 30 Prozent dieser Alterskohorte nicht einmal, in welche Richtung die Uhren umgestellt werden, wenn sie spontan gefragt werden.

Nur 60 Prozent der 16- bis 29-Jährigen können die Frage, in welche Richtung die Zeit umgestellt wird, spontan richtig beantworten. Grafik: Market Institut

Auch bei einer Betrachtung der Gesamtbevölkerung beläuft sich der Anteil derer, die unmittelbar die korrekte Zuordnung vornehmen können, lediglich auf 76 Prozent. Jeder Fünfte gab in der Umfrage des Market Instituts hingegen explizit die falsche Richtung an.

Vor diesem Hintergrund sei abschließend auf eine mögliche Eselsbrücke verwiesen: „Sommer vor, Winter hinter!"

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