In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit: Die Sommerzeit beginnt, die Uhren werden eine Stunde vorgestellt und uns werden auf diese Weise 60 Minuten Schlaf „geraubt“, die wir erst Ende Oktober wieder zurückerhalten.
Abschaffung in der EU gescheitert
Alljährlich sorgen die zwei Termine für die Zeitumstellung für Debatten rund um deren Sinnhaftigkeit, man kann geradezu - Achtung Wortwitz - die Uhr danach stellen. Ebenso wie diese Diskussionen hält sich aber auch die Sommerzeit selbst wacker, obwohl es bereits vor einigen Jahren seitens der EU konkrete Pläne für eine Abschaffung gab.
Diese mündeten jedoch in einer Sackgasse, da sich die Mitgliedsstaaten aufgrund unterschiedlicher geografischer Interessen nicht auf eine dauerhafte Lösung einigen konnten.
Österreicher:innen wollen Sommerzeit
Würde man nur die Österreicher:innen fragen, ergäbe sich hingegen ein recht klares Bild: Wie eine Umfrage des Linzer Market Instituts zeigt, sprechen sich aktuell vier von fünf Personen für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.

Interessant hierbei: Als favorisierte Zeit gilt bei mehr als der Hälfte der österreichischen Bevölkerung die ständige Sommerzeit mit abends längeren Tageslichtzeiten, obwohl es sich dabei nicht um die Normalzeit handelt.
Stattdessen wurde die Sommerzeit aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt, um anlässlich der Ölkrise Energie zu sparen. Mittlerweile ist das Einsparungsargument jedoch überholt, da der Energiebedarf von der Zeitumstellung nahezu unberührt bleibt.
Biorhythmus wird gestört
Auf dieses geringe Einsparungspotenzial berufen sich auch immerhin 35 Prozent der Österreicher:innen, um sich gegen die Zeitumstellung zu positionieren.
Als der noch bedeutsamere Kritikpunkt wird jedoch die Störung des menschlichen Biorhythmus betrachtet: 41 Prozent erkennen darin das größte Gegenargument und sehen vor allem Kinder bzw. ältere Menschen stärker betroffen. Ein Drittel der Befragten gibt an, sich unmittelbar nach der Zeitumstellung mehrere Tage müde zu fühlen, da der Schlafrhythmus durcheinander komme.
Die größten Schwierigkeiten mit der Gewöhnung an die jeweils „neue“ gültige Uhrzeit zeigen die 16- bis 29-Jährigen, obwohl ausgerechnet diese Kohorte sich deutlicher für die Beibehaltung der Zeitumstellung ausspricht. Offenkundig nimmt diese Gruppe somit kurzfristigere Einschränkungen im Wohlbefinden für längerfristige Vorteile – gerade bei Jüngeren kommt eine Sommerzeit mit mehr Aktivitätsmöglichkeiten am Abend dem eigenen Wach- und Schlafrhythmus stärker entgegen – stärker in Kauf.
Geringes Wissen um korrekte Richtung der Zeitumstellung
Dabei wissen mehr als 30 Prozent dieser Alterskohorte nicht einmal, in welche Richtung die Uhren umgestellt werden, wenn sie spontan gefragt werden.

Auch bei einer Betrachtung der Gesamtbevölkerung beläuft sich der Anteil derer, die unmittelbar die korrekte Zuordnung vornehmen können, lediglich auf 76 Prozent. Jeder Fünfte gab in der Umfrage des Market Instituts hingegen explizit die falsche Richtung an.
Vor diesem Hintergrund sei abschließend auf eine mögliche Eselsbrücke verwiesen: „Sommer vor, Winter hinter!"
3 Postings
Völliges Versagen der EU! Es gibt in Europa doch ohnehin schon mehrere Zeitzonen, teilweise entgegen der Sonnenzeit und in Island gibt es keine Umstellung. Österreich sollte das einfach beenden und damit die Schläfer in Brüssel wecken. Einfach den Willen des Volkes zu ignorieren zeugt von Unfähigkeit. Alle die sich bisher damit befasst haben und noch immer keine Lösung haben, sollten nach Hause geschickt werden. Gibt ohnehin zuviele überbezahlte Schläfer dort. Und das Argument vom Zeitzonenfleckerteppich, den es zu vermeiden gilt, zählt nicht. Es gibt ihn auch so ohnehin schon. Es ist alles sooo kompliziert.... (hatten wir schon...)
Zum Glück haben wir die EU, der können wir immer die Schuld geben , wenn die Nationalstaaten nicht mitspielen oder innenpolitisch versagen . 2019 stimmte das Europäische Parlament dem Vorschlag der EU Kommission zu, die Zeitumstellung 2021 abzuschaffen. Die Nationalstaaten haben es danach nicht auf die Reihe bekommen , nicht die EU in Brüssel . Des Weiteren will kein Nationalstaat wirklich die Einstimmigkeit abschaffen , da ihnen sonst ein wichtiges Druckmittel fehlt . Deswegen liegen wir auch im Finanzmarkt, Militär, Wirtschaft und vielen anderen Dinge zurück, in denen jeder Nationalstaat innerpolitische Interessen sieht und nicht weiter denkt , wie bis zur nächsten Wahl . Wie könnte einen weltweiten Player im Finanzmarkt haben, das verhindert Deutschland aus irgendeinem Stolz , wenn Italiener einen deutsche Bank übernehmen. Mehrere Länder verhindern, dass wir ein Kampfflugzeug haben , einen Schützenpanzer, Kampfpanzer , Luftabwehr usw. Man könnte viel produktiver arbeiten , in fast allen Bereichen , viele Milliarden sparen für Investitionen. Das wird verhindert , weil der Franzose umfällt wenn 2 Bürger auf die Straße gehen , andere verletzt es ihren Stolz, das nächste Land hört nur noch auf Lobbyisten die überproportionale Macht haben , siehe ÖVP und Bauernverbände, die nächsten möchten nicht dass das Land XY mitmacht , viele sind auch nur ein Jahr handlungsfähig da die nächste Landtagswahl der Bundesländer stattfindet und sich die Politik nicht mehr traut grosse Reformen umzusetzen . Deswegen ist es sehr gut , das es die EU gibt , der kann man dann die Schuld geben ,was man selber verbockt hat .
Tatsache ist, daß die EU es in 7 Jahren nicht geschafft hat, den Blödsinn abzustellen, obwohl es einen Beschluß gegeben hat. Da kann man ruhig alle möglichen Ausreden zusammentragen, es ändert nichts an der Unfähigkeit.
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