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Notfall-Button soll gefährdete Frauen schützen

Kommt es zu einer Wegweisung eines Gefährders, sollen Frauen mit einem Notfall-Armband ausgestattet werden.

Die breite Debatte nach einem brutalen Femizid in Innsbruck führte nun zu einem Schulterschluss in Tirol: Der Landtag nahm einstimmig eine Initiative der Grünen an, einen Notfall-Button für gefährdete Frauen einzuführen.

Entsprechend soll nun bei der Bundesregierung dafür geworben werden, im Rahmen der polizeilichen Tätigkeit einen bundesweit einheitlichen, automatisierten Ablauf zu implementieren, der die Unterstützung durch Notrufsysteme sowie eine lückenlose Einbindung in die bestehende Interventionskette von Polizei und Opferschutzeinrichtungen beinhaltet.

Notfall-Armband

Konkret geht es dabei um Fälle, bei denen nach Gewalt in einer Beziehung bereits eine Wegweisung des Gefährders stattgefunden hat. Hier sollen Frauen künftig mit einem Notfall-Armband ausgestattet werden, das sie im Ernstfall betätigen können, um sofort einen Polizeieinsatz auszulösen.

Zeliha Arslan ist überzeugt: „Diese Maßnahme kann Frauenleben schützen - weitere müssen folgen.“ Foto: Grüne Tirol

Damit soll dem Umstand gerecht werden, dass viele Gewalttaten an Frauen trotz aufrechter Annäherungs- und Betretungsverbote verübt werden: „Die ersten Stunden und Tage nach einer Wegweisung sind die gefährlichsten – hier zählt jede Minute“, macht Grünen-Abgeordnete Zeliha Arslan deutlich.

Unterkunft für weggewiesene Männer

Gleichzeitig brauche es weitere Maßnahmen zum Schutz von Frauen. „Wir können und müssen noch viel mehr tun. Dazu gehört, dass Männer nach der Wegweisung nicht einfach auf die Straße gesetzt werden, sondern eine vorübergehende Unterkunft erhalten. Außerdem braucht es mehr Mittel für Männerberatung und Präventionsarbeit sowie eine bessere Aufarbeitung nach Femiziden. Eine ‚Femizid Review Commission‘ kann helfen, schneller und abgestimmter zu handeln“, so Arslan.

„Zufrieden bin ich erst, wenn in Tirol und Österreich keine Frau mehr Gewalt ausgesetzt ist und um ihr Leben fürchten muss“, proklamiert die Landtagsabgeordnete.

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