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Wie kriminell ist Osttirol? Hier sind die Zahlen 

2025 wurden laut Statistik 1712 Delikte begangen. Die Polizei geht neue Wege in der Suchtmittel-Bekämpfung.

Die Polizei präsentiert heute die Kriminalstatistik des Bezirkes Lienz für 2025. Die Zahl der erfassten Delikte blieb 2025 mit 1705 fast gleich hoch wie im Jahr davor (1712 Delikte). Rund 1400 dieser Taten gehen auf das Konto von Eigentumsdelikten, Betrug und Diebstählen, entweder klassisch oder online. Die Zahlen sind insofern wenig aussagekräftig, als sie keinen Hinweis auf die Höhe des angerichteten Schadens enthalten. 

Nicht unbeträchtlich ist die Zahl der „strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben“. Sie stieg von 357 Delikten im Jahr 2024 auf 394 Delikte im Vorjahr. Körperverletzungen waren rückläufig (von 141 auf 131 Delikte), Nötigungen stiegen von 16 Delikten im Jahr 2024 auf gesamt 26 im Vorjahr. Gefährliche Drohungen gab es in Osttirol in 56 Fällen. Strafbare „Handlungen gegen die sexuelle Integrität“ wurden 22 Mal angezeigt. Die Aufklärungsquote beträgt hier laut Polizei 81,8 Prozent. Generell werden rund 60 Prozent aller Delikte aufgeklärt. 

„Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Schwerpunktthemen richtig gesetzt wurden“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Michael Jaufer zu dieser Statistik. Er verweist aus aktuellem Anlass darauf, dass die Anzeigen im Bereich Suchtmittelkriminalität etwa auf dem Vorjahresniveau liegen, „was auf den ersten Blick auf eine stabile Lage hinzuweisen scheint.“ Jaufer verweist jedoch auf hohe Dunkelziffern und kündigt an, dass die Polizei im Bezirk bei der Suchtmittel-Bekämpfung neue Wege einschlagen werde, „wie etwa durch Zusammenarbeit mit Zoll und Finanzpolizei bei der schwerpunktmäßigen Kontrolle von Verteilerzentren.“ Der Postenkommendant appeliert an die Menschen im Bezirk, bei der Wahrnehmung von Suchtmittel-Delikten auch Anzeige zu erstatten, um polizeiliche Ermittlungen zu ermöglichen. 

Die möglichst hohe Sichtbarkeit von Polizeistreifen im öffentlichen Raum zu Präventionszwecken habe sich bewährt und werde weiterhin schwerpunktmäßig forciert, erklärt Jaufer und verweist darauf, dass die Polizei auch Hilfe anbietet: „Es wird am Bezirkspolizeikommando Lienz sichergestellt, dass im Bereich Gewalt in der Privatsphäre kompetente Ansprechpartner:innen zur Verfügung stehen, welche Opfer insbesondere auch in Zusammenarbeit mit Opferschutzeinrichtungen unterstützen können.“ 

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