Vor dem Hintergrund der steigenden Ölpreise und einer drohenden Energiekrise empfiehlt das Momentum Institut, drei klimaschädliche Steuerbegünstigungen im Verkehr zu reformieren. Konkret werden die Rücknahme des Pendlereuros, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs sowie die Aufhebung der Kerosin-Steuerbefreiung vorgeschlagen.
Erhöhung des Pendlereuros zurücknehmen
Der Pendlereuro wurde mit Jahresbeginn von zwei auf sechs Euro pro Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte verdreifacht, was den Staat laut Momentum Institut rund 200 Millionen Euro kostet.
Nach Einschätzung der Denkfabrik sei diese Erhöhung aber weder ökologisch sinnvoll noch sozial ausgewogen. Die Lohnsteuerstatistik zeige nämlich, dass Personen mit einem Jahres-Einkommen unter 40.000 Euro zwar 45 Prozent der Lohnsteuerpflichtigen ausmachen, sie aber nur ein Viertel der Auszahlungen aus dem Pendlereuro erhalten.
Dienstwagenprivileg macht große Autos und Vielfahren attraktiv
Unter dem „Dienstwagenprivileg“ versteht man, dass Unternehmen ihren Angestellten Dienstwägen zur Verfügung stellen können, die auch privat genutzt werden dürfen.
Die aktuelle Ausgestaltung des Dienstwagenprivilegs führt jedoch nach Auffassung des Instituts dazu, dass vermehrt große und teure Autos angeschafft werden. Das bestätige eine Analyse der Neuzulassungen von Pkw, da es sich seit 2023 bereits bei mehr als jeder vierten Neuzulassung um einen Firmen-SUV handelt. Da die Kosten für das Autofahren insgesamt günstiger sind, würden Beschäftigte des Weiteren dazu neigen, ihre Dienstwägen auch privat intensiv zu verwenden.
Die Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Dienstwagenprivilegs könnte der Staatskasse jährlich rund 500 Millionen Euro ersparen, bezieht sich das Institut auf Schätzungen.
Kerosinsteuer
Rund 580 Millionen jährlich würde auch die Aufhebung der Steuerbefreiung von Kerosin bringen. Derzeit ist Kerosin in der gewerblichen Luftfahrt von der Mineralölsteuer befreit. „Wenn der Staat klimaschädlichen Verkehr mit Steuervorteilen fördert, sendet er die falschen Signale“, schreibt Ökonomin Miriam Frauenlob abschließend, die sich beim Momentum Institut mit Makroökonomie und Verteilungsfragen beschäftigt.
15 Postings
die Gesellschaft verhält sich beim Benzin wie ein Drogensüchtiger: Der Stoff muß beschafft werden, koste es was es wolle
Genau deswegen muss man den Verbrauch fossiler Energie drosseln , das genügend für die Industrie vorhanden ist , effektiver werden . Was machen wir, wir setzen Maßnahmen um Energie zu verknappen. Beispiel . Sie haben zu wenig zu essen , wegen schlechter Ernte, deswegen wird es sehr knapp über den Winter zu kommen . Meistens werden die Eltern ihren Bedarf reduzieren , man wird anfangen seinen Kalorienbedarf zu reduzieren ,und möglichst Lebensmittel mit einer hohen Kaloriendichte kaufen, die günstig sind. Schlaue Landwirtschaftsminister werden in der Zukunft ihre Landwirtschaft vielfältiger machen , indem man Ernteausfälle kompensieren kann , mehr auf Bio setzen für gute Böden und Artenvielfalt , ohne fossile Kunstdünger , keine Monokultur . Das ohne Kunstdünger die Welt verhungert , ist totaler Blödsinn und wird von der fossilen Lobby in der Welt verbreitet . Dann würde ja die Nachfrage sinken und ihr Gewinn reduzieren . So verhält es sich auch mit Energie . Man muss halt mal anfangen , am besten mit Tempo . Wenn man mal anfängt , dann macht die Industrie mit . Mut zur Veränderung , die Ukraine erfindet sich täglich neu , am Boden , in der Luft , zur See und mit guter Diplomatie 24/7 , halten sie sich sehr gut über Wasser , nachdem sie schon abgeschrieben waren. Da könnten wir wirklich etwas beim Thema Diplomatie und Innovation lernen . Der ukrainische Präsident war schnell im Flieger , um diplomie zu Gunsten der Ukraine in Arabien zu betreiben , der arbeitet 24/7 Diplomatie funktioniert nicht unbedingt bei Menschen wie Putin , bei Trump funktioniert es nur , wenn seine Familie massiv profitiert , deswegen schickt er ja seinen Schwiegersohn und den Immobilien-Kumpel durch die Welt , um lukrativen Verträge für seinen Clan auszuhandeln . Die Zukunft Europas ist das Gegenteil , viele Länder wollen verlässliche Partner und schauen nach Europa . Russland hat keinen seiner Partner geholfen , mal massiv in Syrien, danach aber nicht mehr , Armenien wurde im Stich gelassen , Venezuela, Iran, demnächst Cuba . Ehemalige Partner Russlands suchen massiv Beziehungen zu Europa . Die großen Partner der USA, Großbritannien, aber auch Kanada und andere Nationen , alle Richtung Europa . So viel machen wir nicht verkehrt , man benötigt zwar Reformen , aber es ist nicht alles schlecht . Zeigefinger auf Autokratien , das war für die Medien , Europa und besonders Deutschland war dick mit solchen Ländern und hat sich dadurch in Abhängigkeiten gebracht . Deutsche sind Tag ein Tag aus bei die Mullahs zum Tee, die grossen Firmen waren Stammgast im Iran , bei Putin auf'n Wodka für an guten Job nach der politischen Karriere , China hat man geholfen zur Weltmacht zu werden , weil Deutschland seine Technologie verschenkt hat, um in die nächste Abhängigkeit zu geraten . Wir sollten anfangen, unsere Handelsmacht auszuspielen , massiv in unseren Binnenmarkt zu investieren , Großbanken die Geld in die Privatwirtschaft einbringen , unsere hervorragende Wissenschaft in Startups mehr einbinden und Risiko gehen .
Österreich hat das Glück, dass es ein reiches Land ist , und dadurch auf dem Weltmarkt einkaufen kann . Ärmere Länder in Asien haben im Moment ganz andere Probleme, paar Länder können es nur abfedern, da sie die letzten Jahre massiv in erneuerbare Energie investiert haben . Nicht weil es in ihren Augen Grüne Ideologie ist, nein , weil sie gemerkt haben, dass es wesentlich günstiger ist, auf erneuerbare Energie zu setzen. Um so weniger ein Land fossile Energie benötigt, um so günstiger werden die Preise , weniger Abhängigkeit , und viele Milliarden Dollar die im Land bleiben und nicht für Import auswandern . Der Strompreis ist in Pakistan die letzten Jahre massiv gesunken , und die Industrie hatte mehr Gas zu besseren Preisen . Da gibt es noch paar so nordische Länder , da produziert kein Mensch mit fossiler Energie Wärme, weil die nicht täglich mit Kopf gegen die Wand laufen. Baltische Länder wie Estland investieren massiv in grüne Energie , die haben auch die stärkste Startup Dichte ,uns Meilenweit voraus, in der gründung von Tech Firmen. Die Skandinavier haben vor 40 Jahren kapiert das es so nicht weiter geht und mit der CO2 Steuer dafür gesorgt dass sie uns voraus sind , während im deutschsprachigen Raum , wieder gegen eine Granitwand rennt . Kopf voraus , und sich nach dem KO nicht mehr erinnert warum , und wieder denselben Blödsinn macht und dagegen rennt . Ein Habeck , dieser versiffte Grüne , hat vor Jahren im Deutschen Bundestag vorausgesagt, dass die nächste Energiekrise kommen wird , und wir uns jetzt darauf vorbereiten müssen . Was haben Deutschland und Österreich gemacht , genau das Gegenteil , ob bei Wärme, Auto usw , wieder voll auf fossile Energie gesetzt .
Alle drei Vorschläge super und nachvollziehbar!
Nur ein weiterer Schritt, Europa als Wirtschaftsstandort zu ruinieren.
Ich finde es erschreckend, wie einseitig die Betrachtungsweise des Momentum Institutes scheint. Die Pendlerpauschale hängt in Österreich von der Entfernung zum Arbeitsplatz und der Verfügbarkeit /Zumutbarkeit öffentl. Verkehrsmittel ab. Die Pendlerpauschale erhält man nur, wenn die Fahrzeit mit den Öffis mehr als 90-120 Minuten für die einfache Strecke beträgt. Falls die Berechnung des Institutes stimmt und die Pauschale 200 Mio./Jahr kostet, scheint das Öffi-Netz äußerst lückenhaft. Dienstautos werden nur in bestimmten Branchen zur Verfügung gestellt, private Nutzungen sind nicht die Regel. Privatnutzung ist zudem ein Sachbezug, der meist versteuert werden muss.
Das Momentum Institut ist nur ein Verein und abhängig von Zuwendungen. Privatnutzung von Dienstwagen ist steuerpflichtig. Der Neidgedanke daher nicht angebracht. Die meisten Zulassungen von EAutos waren Firmenwagen, weil sie steuerlich begünstigt sind, Abschreibposten nennt man das. Von einer Förderung zu sprechen, nur weil die Steuer nicht extrem hoch ist, finde ich falsch. Die Mineralölsteuer wurde einst eingeführt, um Strassenbau und -erhaltung zu finanzieren. Braucht die Luftfahrt nicht. Die Wortwahl Dienstwagenprivileg soll wohl auch Neidgefühle wecken. Wenn jemand in der Wirtschaft einen Dienstwagen bekommt, dann deswegen, weil er im Außendienst tätig ist. Alternativ könnte er mit dem Privatwagen um das amtliche km-Geld fahren.
Was machen eigentlich die Schichtarbeiter? Viele müssen um 5 Uhr früh oder spät am Abend zur Arbeit – genau dann, wenn öffentliche Verkehrsmittel oft gar nicht oder nur sehr eingeschränkt fahren. Und was ist mit Menschen im Bereitschaftsdienst – so wie ich – wenn um 3 Uhr früh plötzlich ein Problem auftritt und man sofort in die Firma muss? Da gibt es keine praktikable Alternative zum Auto.
Solche Realitäten werden in der politischen Diskussion völlig ausgeblendet. Stattdessen werden pauschale Maßnahmen vorgeschlagen, die an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigehen. Für mich ist das eine klare Themaverfehlung – man fordert Veränderungen, ohne die konkreten Auswirkungen auf arbeitende Menschen ernsthaft mitzudenken.
Da schrammt die welt von einem krieg zum nächsten und damit von einer (fossilen) energiekrise in die nächste und was ist das wichtigste für österreich... nur nicht die (verbrenner-)autofahrer erzürnen!
Da überweist man lieber 9 mrd (2025) bis 20 mrd (2022) jährlich an massenmörder und kriegsverbrecher ins ausland und manche parteien und politiker wollen das auch heute noch weiter ausbauen - 50 jahre nach den ersten ölpreisschocks und 50 jahre nach entdeckung des anthropogenen treibhauseffekts...
Die tagespresse hat es wieder mal treffend formuliert: "Die würde des autos ist unantastbar..."
Aha, hat man an Putin bezahlt???
Passieren wird wieder nichts, weils vom falschen Thinktank kommt...eigentlich wäre es nur logisch, sich endlich einmal aus der Abhängigkeit von Diktatoren zu befreien! Aber halt! Das geht doch nicht, sagt die ÖVP, sagt der Bauernbund, die Wirtschaftskammer und vor allen sagen dies die Freunde Putins in Österreich, warum wohl? Also weiterwurschteln, bis der nächste (Orange, gelbe oder sonst einer) wieder die Stopptaste drückt...dann soll wieder der Staat helfen....wie lange das noch gehen kann?
Wir werden auch in Zukunft Erdgas für bestimmte Wirtschaftsbetriebe (Glas-, Metallverarbeitung, Papier- und chemische Industrie) benötigen. Die OMV hält Beteiligungen in Norwegen, Rumänien und den Emiraten. Derzeit beziehen wir LNG aus den USA, Katar und Gas aus Norwegen. Unabhängigkeit würden wir nur erreichen, wenn wir selbst in NÖ zu fracken beginnen. Atomstrom beziehen wir dzt. aus Tschechien. Photovoltaik wird in den Wintermonaten nicht ausreichen, die Windkraft ist in den westlichen BLn schwer umzusetzen und erfordert teilweise wieder den Ausbau von Zufahrtswegen (Bodenversiegelungen). Die Wasserkraft möchten wir auch nicht weiter ausbauen, da wir die Natur möglichst unberührt lassen wollen. In Zukunft wird sich, laut Aussage von Experten, der Strombedarf massiv erhöhen (E-Mobilität, KI, Rechenzentren, Clouds...). Da sich die Machtverhältnisse weltweit grundlegend verschoben haben, werden wir lernen müssen, auch mit Autokraten diplomatisch umzugehen. Zudem sollten wir den Unterschied zwischen Konsensbereitschaft in der Innen- und der Außenpolitik beachten. Der stets erhobene Zeigefinger sollte wieder gebogen werden und einer höflichen Distanz Platz machen.
Fracking in österreich/europa... Die energiepolitischen blindfüge der rechtskonservativen (smr, kernfusion, efuels, wasserstoffheizungen, hocheffiziente verbrenner, wasserstoffbetriebene autos, CCS=co2-abscheidung,...) haben sich bis jetzt alle als desaströse rohrkrepierer herausgestellt. Diese luftschlösser dienen einzig allein nur dazu luftschlösser zu bauen, damit die fossile infrastruktur am laufen gehalten werden kann...
Fakt ist, europa ist ein rohstoffarmer kontinent. Nur 1% der weltweiten fossilen rohstoffe sind in europa. Fracking in europa ist das nächste propagandamärchen der öl- und gaskonzerne, was über den lukoil-aufsichstrat und fossillobbyisten benigni über die einschlägigen kanäle verbreitet wird. Wo gibts denn in europa ein ein nennenswertes potential für fracking...?
"Niederlande schließen Europas größtes Gasfeld..."
https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-10/groningen-gas-ende-foerderung-niederlande
TW-WU.Ihre Alternative für die jetzige Situation? Es ist ein hehres Ziel dorthin zu kommen, dass wir ohne fossile Energie unseren Bedarf abdecken können und selbstverständlich müssen wir dieses Ziel im Auge behalten. Nur differenziere ich zwischen Kurz- und Langzeitzielen. Derzeit den Ankauf fossiler Energie zu beenden und das ganze Geld in den Ausbau der EE zu investieren, wäre wirtschaftlich fatal. Einige Zeit werden wir doppelgleisig fahren müssen um die Wirtschaft nicht komplett zu zerstören. Da wir nicht bereit sind, im Sozial- und Gesundheitssystem Einbußen hinzunehmen oder mehr und länger zu arbeiten, werden wir die Konsequenzen akzeptieren müssen. Alles zugleich geht nicht, dafür reicht sogar eine simple 'Milchmädchenrechnung'!
TW-WU. Da sie die Niederlande erwähnen. Die haben schon vor vielen Jahren weitreichende Reformen durchgezogen, mit Unterstützung der Bevölkerung. Vergleichen Sie bitte deren Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystem mit dem unseren. Generell stehen nordische Staaten mehr für Selbstverantwortung, Leistung und Weltoffenheit. Warum wurde das Gasfeld bei Groningen geschlossen: WEGEN SCHWERER ERDERSCHÜTTERUNGEN. Den Niederlanden droht die Gefahr, überschwemmt zu werden und dass das Grundwasser versalzt (25% liegen unter dem Meeresspiegel und dieser steigt kontinuierlich). Nach wie vor wird Gas für den Eigenbedarf importiert, die Niederlande gelten zudem als 'Drehkreuz' für LNG-Importe. Bitte nicht immer Schlagsätze anführen, der Kontext ist auch wichtig.
Europa ist rohstoffarm, aber nicht rohstofffrei. Schiefergas gibt es in Polen, Rumänien, Deutschland und Großbritannien. Die Mengen sind wohl deutlich kleiner als in den USA, aber zu behaupten, es gäbe gar kein Potenzial, stimmt nicht.
SMR sind ebenfalls kein „Rohrkrepierer“. Kleine Atomreaktoren laufen seit Jahrzehnten in U-Booten, Flugzeugträgern und Eisbrechern.
Auch Verbrennungsmotoren wurden immer effizienter. Viel Entwicklung wurde nur eingestellt, weil das Verbrennerverbot den Anreiz dafür genommen hat.
CCS ist teuer, funktioniert technisch aber bereits – gerade für Stahl, Zement und Chemie gibt es oft kaum Alternativen.
Kernfusion bleibt eher ein Thema für die fernere Zukunft.
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