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Trockenheit: Kommt endlich der ersehnte Regen?

Ein Italientief könnte zu Beginn der neuen Woche für den ersten nennenswerten Niederschlag seit Wochen sorgen.

Ab der kommenden Woche deutet sich eine Umstellung der Großwetterlage an. Ein Italientief könnte sich über dem westlichen Mittelmeer bilden und feuchtwarme Luftmassen gegen die Südalpen führen, erklärt David Kaufmann vom Wetterdienst Tauernwetter.

„Das GFS-Modell des amerikanischen Wetterdienstes NOAA berechnet im aktuellen Lauf vom 9. April für den Zeitraum bis Dienstagabend verbreitet 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter Niederschlag in Kärnten und Osttirol, in den Staulagen der Karnischen Alpen und Karawanken lokal auch darüber. Es handelt sich um die erste nennenswerte Niederschlagsprognose seit Wochen“, sagt der Experte.

Waldbrandgefahr entspannt sich kaum

Doch selbst wenn das Italientief den erhofften Niederschlag bringt, wäre die Entspannung bei der Waldbrandgefahr nur von kurzer Dauer. Kaufmann: „20 bis 30 Liter pro Quadratmeter Regen reichen aus, um die oberste Bodenschicht und das Unterholz durchzufeuchten und die akute Brandgefahr deutlich zu senken. Das seit Oktober 2025 aufgelaufene Niederschlagsdefizit von mehr als einem Drittel gegenüber dem Klimamittel lässt sich damit jedoch bei weitem nicht ausgleichen.“

Die Waldbrandgefahrenkarte zeigt verbreitet hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr in den Tallagen Kärntens und Osttirols. Modell: TAUERNWETTER ® ALPIXION

Dafür wären über einen längeren Zeitraum überdurchschnittliche Niederschlagsmengen nötig. Die Situation bei der Trinkwasserversorgung und den Quellschüttungen würde sich durch ein einzelnes Niederschlagsereignis kaum verbessern. Die kommenden Wochen und Monate werden also zeigen, ob sich die Niederschlagslage nachhaltig erholt oder ob Kärnten und Osttirol auf einen trockenen Sommer zusteuern.

Zweitwärmster März in Europa seit Messbeginn

Der vergangene Monat war der zweitwärmste März in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem registrierte der EU-Klimawandeldienst Copernicus die zweithöchste globale Temperatur an der Meeresoberfläche für diesen Monat. Weltweit war es der viertwärmste März seit Messbeginn. Der bisherige Rekord-März war im Jahr 2024. Damit setze sich der Trend extremer Temperaturen fort, hieß es.

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