Eine 28-jährige Frau und ihr 31-jähriger Begleiter aus Österreich brachen am Sonntag, 12. April, frühmorgens vom Parkplatz beim Lucknerhaus in Kals am Großglockner zu einer Skitour auf den Großglockner auf. Die beiden waren mit kompletter Ski- und Hochtourenausrüstung unterwegs und erreichten den Gipfel gegen 13 Uhr.
Beim Aufstieg hatten sich bereits bestehende gesundheitliche Probleme der Frau verschlechtert. Dennoch setzten die beiden ihre Tour bis zum Gipfel fort. Die Abfahrt erwies sich aufgrund der tiefen, feuchten Schneedecke als sehr mühsam. Beide wurden zunehmend erschöpft, die 28-Jährige schließlich so stark, dass sie auf etwa 2700 Metern, unterhalb der Stüdlhütte, nicht mehr weiterkonnte.
Ihr Begleiter setzte gegen 20.10 Uhr einen Notruf ab. Wegen der hohen Lawinengefahr wurde der Notarzthubschrauber „RK1“ aus Kärnten alarmiert. Die Crew konnte die beiden Alpinisten gegen 21 Uhr mit einer Windenrettung bergen und ins Tal fliegen.
Dort nahmen Beamte der Polizeiinspektion Matrei in Osttirol die beiden in Empfang. Sie blieben unverletzt und benötigten keine weitere medizinische Behandlung. Im Einsatz standen die Bergrettung Kals, der Hubschrauber „RK1“, die Polizei Matrei sowie die Alpinpolizei.
10 Postings
@spitzeFeder: Das waren genauso Äpfel, um in Ihrer Sprache zu bleiben. Dass man bei gesundheitlichen Problemen weiter geht, ist und bleibt fahrlässig. Hab mich am 12. nach ca. 22.00h noch gewundert, dass um diese Zeit noch ein
fliegt, flightradar hat dann das Gebiet um die Stüdlhütte als Ausgangsgebiet angezeigt, Zielflughafen Klafu. Damit war klar, dass wohl wieder mal eine Nachtbergung stattgefunden haben dürfte.
Die Menschen bleiben rücksichtslos und denken leider immer weniger über ihr Tun und den Folgen daraus nach.
interessant ist auch der Umstand um 13 h am Gipfel aber Alarmierung erst 7 Stunden später um 20h knapp vor der Dunkelheit.. Was macht man solange am Berg????
Hoffen, daß sie es doch noch schafft? Angst vor den Kosten eines Einsatzes. Who knows?
Zu Hause am Sofa sitzend kann man sich immer schlaue Gedanken darüber machen was andere Leute vernünftigerweise getan haben sollten.
Es ist bemerkenswert wie Resistent unsere Gesellschaft geworden ist. Nicht vor all zu langer Zeit wurde über die Bundesgrenzen hinaus berichtet wie der Fall nach dem tödlichen Unfall im Januar 2025 vom Landesgericht Innsbruck verhandelt wurde. Eigentlich mit denselben Voraussetzungen wie bei dieser Tour....
Menschen haben anscheinend merklich das Problem alpine Gefahren und deren Folgen einschätzen zu können. Ob zukünftig Prävention und Information auch noch hilft ist fraglich wenn man solche Berichte liest.
Wenigstens hat in diesem Fall niemand jemanden zurückgelassen - darüber sind wir uns doch einig, oder? Ich meine nur, wegen Äpfel und Birnen warats...
@spitzeFeder: Da gebe ich dir natürlich recht!
Der Unterschied ist dass diesmal niemand gestorben ist. Sonst würde man vielleicht auch fieberhaft nach einem Schuldigen suchen, weil "es kann ja nicht sein" dass niemand Schuld ist.
es braucht einen rettungskatalog. gerettet werden nur mehr: 1. ... 2. ...
Ähhh??? Eine schwere Bergtour mit bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen machen?
Spüren sich die Leute eigentlich noch?
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