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Friedensiedlung: Strukturkrise ohne Bürgerbeteiligung

Johannes Außerlechner kritisiert in einem offenen Brief die Entwicklung im traditionellen Lienzer Stadtteil. 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Unverständnis nehme ich die aktuelle Entwicklung rund um den ehemaligen SPAR-Standort in der Friedensiedlung zur Kenntnis.

Innerhalb kurzer Zeit wurde der Bevölkerung wesentliche Infrastruktur entzogen: Nahversorgung, Bankdienstleistungen, Gastronomie und Trafik. Damit wurden funktionierende Strukturen des täglichen Lebens beseitigt, ohne adäquaten Ersatz zu schaffen.

Besonders schwer wiegt dabei, dass nach meinem Kenntnisstand kein einziger Anrainer in diese Entwicklung eingebunden wurde. Entscheidungen wurden offensichtlich über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung hinweg getroffen. Eine solche Vorgangsweise widerspricht aus meiner Sicht grundlegenden Prinzipien transparenter und bürgernaher Gemeindepolitik.

Für Leser Johannes Außerlechner wirft die aktuelle Nachnutzung im ehemaligen SPAR-Gebäude Fragen hinsichtlich der tatsächlichen Offenheit für alle Bevölkerungsgruppen auf. Foto: Dolomitenstadt

Die nun präsentierte Lösung eines sogenannten „Hauses der Begegnung“ kann diesen strukturellen Verlust nicht ersetzen. Zwar besteht im Umfeld noch Gastronomie, jedoch erscheint das im Projekt integrierte geplante Kaffeehaus aus meiner Sicht nicht vorbehaltslos und wirft Fragen hinsichtlich seiner tatsächlichen Offenheit für alle Bevölkerungsgruppen auf.

Vielmehr entsteht der Eindruck, dass hier versucht wird, einen massiven Substanzverlust durch ein symbolisches Projekt zu überdecken.

Aus Sicht der betroffenen Bevölkerung wäre es wesentlich zielführender, den Standort für tatsächlich benötigte Infrastruktur zu nutzen.

Hinzu kommt, dass in der Friedensiedlung viele ältere Menschen leben, die nicht über ein eigenes Fahrzeug verfügen. Der neue Standort der bisherigen Infrastruktur ist für diese Bürgerinnen und Bürger nur sehr schwer und vielfach nur mit Fremdhilfe erreichbar. Dieser Umstand wurde offenbar in den Entscheidungsprozessen nicht ausreichend berücksichtigt.

Gerade vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage nach der Gleichbehandlung und einer angemessenen Grundversorgung der Bevölkerung. Es kann nicht im Sinne einer verantwortungsvollen Gemeindepolitik sein, bestimmte Bevölkerungsgruppen – insbesondere ältere oder weniger mobile Menschen – faktisch von wesentlichen Versorgungsstrukturen auszuschließen.

Insbesondere ist festzuhalten, dass eine Apotheke oder vergleichbare Versorgungseinrichtungen einen deutlich höheren praktischen Nutzen für die Anrainer darstellen würden.

Ich ersuche daher um eine klare Stellungnahme:

  • Auf welcher Grundlage wurden diese Entscheidungen getroffen?
  • Warum erfolgte keine Einbindung der betroffenen Bevölkerung?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind geplant, um die verlorene Nahversorgung tatsächlich zu ersetzen?

Die Menschen in der Friedensiedlung haben Anspruch auf eine ernsthafte Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und auf nachvollziehbare Entscheidungen.

Mit Nachdruck ersuche ich um entsprechende Aufklärung. Ich behalte mir zudem vor, diese Entwicklung auch einer breiteren Öffentlichkeit sowie weiteren zuständigen Stellen zur Kenntnis zu bringen, sollte hier keine nachvollziehbare und bürgernahe Lösung erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Außerlechner, Lienz

31 Postings

Johannes Ausserlechner
vor 4 Wochen

Betreff: Anfrage zu öffentlichen Förderungen und projektbezogenen öffentlichen Mitteln gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG)

Sehr geehrter Herr Senfter,

im Zusammenhang mit Ihrer unternehmerischen Tätigkeit im Raum Osttirol sowie der Beteiligung Ihrer Unternehmen an regionalen Projekten ersuche ich um Auskunft über die Verwendung öffentlicher Mittel und allfällige projektbezogene Förderungen.

Diese Anfrage erfolgt im Sinne der geltenden Transparenzbestimmungen, insbesondere des österreichischen Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), soweit Informationen über die Verwendung öffentlicher Gelder, Förderungen und projektbezogene Unterstützungen betroffen sind.

Ich ersuche Sie daher um schriftliche Beantwortung folgender Punkte:

Welche Ihrer Unternehmen oder Projektbeteiligungen im Raum Osttirol haben in den vergangenen zehn Jahren öffentliche Förderungen (Land, Bund oder EU) erhalten? Für welche konkreten Projekte wurden diese Förderungen gewährt (Projektbezeichnung, Förderstelle, Zweckbindung)? In welcher Höhe wurden die jeweiligen Fördermittel pro Projekt bewilligt und ausbezahlt? Welche laufenden oder abgeschlossenen Projekte stehen aktuell in einem Zusammenhang mit öffentlicher Finanzierung oder öffentlicher Co-Finanzierung? Welche Mechanismen bestehen in Ihren Unternehmen zur Sicherstellung der transparenten Trennung zwischen privaten wirtschaftlichen Interessen und öffentlich geförderten Projektmitteln?

Ich weise darauf hin, dass sich diese Anfrage ausschließlich auf Informationen bezieht, die im Zusammenhang mit der Verwendung öffentlicher Gelder stehen, und daher grundsätzlich im Sinne der Transparenz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten.

Ich ersuche um eine schriftliche Beantwortung innerhalb von 14 Tagen.

Mit freundlichen Grüßen Johannes Ausserlechner

 
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Johannes Ausserlechner
vor 4 Wochen

Sehr geehrter Herr Senfter,

im Zusammenhang mit Ihrer öffentlichen und wirtschaftlichen Tätigkeit im Raum Osttirol ergeben sich für Teile der Bevölkerung Fragen zur regionalen Entwicklung und möglichen Auswirkungen auf Lebensqualität und Infrastruktur.

Ich ersuche Sie daher um eine öffentliche Stellungnahme zu folgenden Punkten:

Welche konkreten Beiträge leisten Ihre Projekte zur Entlastung der Bevölkerung in Lienz (z. B. Verkehr, Energie, Wohnraum oder Infrastruktur)? Inwiefern berücksichtigen Ihre Projekte Aspekte der städtischen Überhitzung bzw. Wärmebelastung in dicht bebauten Bereichen? Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über die Unterstützung oder Beteiligung an regionalen Bau- und Entwicklungsprojekten? Wie stellen Sie sicher, dass wirtschaftliche Interessen und öffentliche Interessen im Einklang stehen und keine Interessenkonflikte entstehen? Welche messbaren Vorteile entstehen der lokalen Bevölkerung durch Ihre Aktivitäten im Raum Osttirol?

Ich ersuche um eine sachliche und transparente Beantwortung dieser Fragen im Interesse der öffentlichen Diskussion.

Mit freundlichen

Johannes Ausserlechner

 
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Johannes Ausserlechner
vor 4 Wochen

danke für Ihre Rückmeldung.

Ich nehme zur Kenntnis, dass auch Sie ein fehlendes oder nicht klar erkennbares Stadtentwicklungskonzept für diesen Bereich bestätigen. Genau darin liegt jedoch der zentrale Punkt meiner Anmerkungen: Wenn selbst in der öffentlichen Diskussion und in der fachlichen Wahrnehmung keine verbindliche Gesamtstrategie erkennbar ist, stellt sich umso dringlicher die Frage nach einer aktiven, strukturierten Entwicklung dieses Stadtteils.

Meine Ausführungen waren kein „Wunschzettel“, sondern der Hinweis auf konkrete Grundversorgungsfunktionen, die in vielen städtischen Planungen selbstverständlich sind – insbesondere medizinische Versorgung (Ärzte, Apotheke, Therapieangebote), Nahversorgung sowie Bank- und Alltagsinfrastruktur. Diese Elemente sind keine Luxusforderungen, sondern wesentliche Bestandteile von Lebensqualität und Daseinsvorsorge, gerade für ältere und weniger mobile Menschen.

Der Hinweis, man solle selbst eine Initiativgruppe gründen und aktiv werden, ist grundsätzlich nachvollziehbar, verschiebt jedoch die Verantwortung für stadtplanerische und strukturelle Entscheidungen vollständig auf Einzelpersonen. Genau hier sehe ich die Aufgabe von Raumplanung, Gemeinde und Eigentümerkoordination: nicht erst zu reagieren, wenn Lücken entstehen, sondern vorausschauend zu gestalten.

Auch die Aussage, es fehle nicht an Ideen, sondern eher an Umsetzung, bestätigt im Grunde meinen Eindruck: Es gibt Diskussionsprozesse, aber zu wenig verbindliche Entwicklungsschritte mit klar erkennbaren Ergebnissen für die Bevölkerung.

Mein Anliegen bleibt daher unverändert: eine sachliche, langfristige Betrachtung der Lebensraumentwicklung mit konkretem Nutzen für die Bewohner – nicht als Einzelmaßnahmen, sondern als abgestimmtes Gesamtkonzept.

Mit freundlichen Grüßen Johannes Ausserlechner

 
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Nori
vor einem Monat

Das gesamte Gebäude am Brixnerplatz gehört schon längst geschliffen. Natürlich sollte es dem Besitzer überlassen bleiben was er dann hinstellt. Wenn schon etwas dorthin gehören würde wäre ein Ärztezentrum + Apotheke. Dafür sollte es dann die Möglichkeit geben die Räumlichkeiten zu mieten.

 
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    Nori
    vor einem Monat

    Sorry...vergaß zu erwähnen das auch ein Ort der Begegnung dazu gehört...zB ein schönes Kaffeehaus oder eine gemütliche Kneipe mit Terrasse.

     
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oschtirola
vor einem Monat

Klar wäre es toll, wenn jeder seinen eigenen Discounter vor der Türe hätte, aber der Spar wird vermutlich auch seine Gründe dafür gehabt haben. Bei immer weiter steigenden Personal-, Verwaltungs- und Betriebskosten wirds vermutlich auch eine bessere Lage und mehr Frequenz benötigen um alles zu decken. Manche Menschen werden jetzt natürlich einen etwas weiteren Weg zum Einkaufen haben, manche aber einen gleichen oder sogar kürzeren. Wenn die freie christliche Gemeinde so einen starken Zuspruch an Mitgliedern hat, äusserst sozial denkend ist, vielleicht können sie ja als Verein einen Einkaufsservice an 2-3 Tagen die Woche anbieten? Nur mal ganz quer gedacht. Gott würde das sicher für gut befinden.

 
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    senf
    vor einem Monat

    Gute Idee. Damit ist den Leuten geholfen -auch wenn es keine "Selbstlose Hilfe" gibt! (E.Ringel)

     
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    Annalies
    vor einem Monat

    senf. Wenn ich gerne helfe und mich gut dabei fühle, profitiere auch ich davon. Mein Handeln ist damit nicht selbstlos. So interpretiere ich den individualpsychologischen Ansatz des Adlerianers Ringel. Es ist nicht einfach, seine Kernthemen den Leitlinien religiöser Gemeinschaften gegenüberzustellen. Dr.Bahner und Hr.Ingruber besitzen das nötige Know how dafür. Es ist eine spannende Thematik.

     
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      senf
      vor einem Monat

      Annalies, damit liegst du nicht falsch, ich helfe auch gern und wenns geklappt hat, fühl ich mich wie ein kleiner Junge über den Erfolg. Einen kleiner Unterschied gibts da schon, ich behalts für mich! Im Übrigen hast du oben recht!

       
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gedankenexperiment007
vor einem Monat

Der Gedanke kommt ein Jahr zu spät.

 
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bb
vor einem Monat

Ich finde den Verlust dieses "Dorfplatzes" in der Siedlung auch schade - aber es gibt viele Orte in Osttirol, wo man sich einen Nahversorger in 300m Entfernung sehr wünschen würde (und diese Ecke von Lienz hat 2)...

 
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Ist es so
vor einem Monat

Eher wundert mich ja, dass dieses Gebäude samt kahlem Parkplatz jetzt weiterhin platzverschwenderisch bestehen bleibt, obwohl z.B. die gesamte Bausubstanz aus den 1970ern nicht gerade eine Augenweide und zudem der Keller feucht ist. Denn warum sonst wäre SPAR nun ausgezogen, denn der jetzige Standort kann wohl nicht unbedingt als Verbesserung gesehen werden. 🤔

Was passiert eigentlich mit dem "Oh er", früher gabs dort mal ein Kegelbahn, ist die noch in Betrieb?

Nun denn, man war auf einen Abriss und Wohnungsneubau eingestellt, jetzt bleibt dieses Areal offenbar unverändert öde, vorallem im Sommer kommt es wieder zu einem Hitzestau am Brixenerplatz, da man dort sämtliches Grün vernichtet hat, um eine ausladende Betonfläche zu installieren. Das kann man sehr wohl der Gemeindepolitik ankreiden, dass man dieses Öffentliche Gemeindegut so unschön verändert hat. Auch die Raumordnung wird vom Gemeinderat festgelegt und dementsprechend eine Parzelle gewidmet.

Aber die Verantwortlichen wohnen ja nicht dort, also eh egal, wer sich dort unwohl fühlt...

 
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Hannes Schwarzer
vor einem Monat

Herr Ausserlechner, warum kritisieren Sie die Gemeindepolitik? Diese war in diese Vorgänge kaum eingebunden: Sie dürften vielleicht schon festgestellt haben, dass wir in einer sog. sozialen Marktwirtschaft leben und nicht in einer kommunistischen Planwirtschaft. Dies ist in Hinblick auf die (ehem.) Eigentumsverhältnisse wichtig: Gastwirt, SPAR und Freie Christl. Gemeinde. Wenn nun die SPAR absiedelt (in ein bestehendes und dementsprechend gewidmetes Gebäude). dann ist das einzig eine Entscheidung der SPAR. Ebenso der Verkauf des SPAR Anteils! Dass die Trafik 'übrigblieb' und dadurch ein Frequenzproblem bekam, war abzusehen! Das ist der einzige Punkt, wo die Stadt ihre 'Pfoten' drin hatte: die Umwidmung der Fläche am neuen Standort! für fie Trafik! ( zu lange hinausgezögert!! )

Und nun konkrete Antworten zu Ihren 3 Fragen: ad1) die Flächenwidmung am neuen Standort beruht auf dem TROG ( Tir. RaumordnungsG)

ad2) im Bauverfahren werden grundsätzlich Anrainer geladen

ad3) ein Nahversorger geht ja nicht 'verloren'. nur weil der Standort 150m weiter umgesiedelt wird!

Das ist der Anteil der Stadt an der Entscheidungsfindung! Für weitere Antworten wenden Sie sich bitte an die SPAR, die Freie Christl. Gemeinde, die BauGen Frieden....

 
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    observador
    vor einem Monat

    Ich kann dir da in fast allen Punkten zustimmen. Mit einer Aussnahme: die Distanz zwischen dem alten und dem neuen SPAR-Standort ist eher 300m als 150m (Luftlinie). Warum Anrainer jetzt in die Standortentscheidungen von SPAR (oder anderen Unternehmen) eingebunden werden sollten verstehe ich auch nicht.

     
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    Johannes Ausserlechner
    vor einem Monat

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die mir übermittelte Stellungnahme zur Entwicklung rund um die Friedensiedlung ist aus meiner Sicht in wesentlichen Punkten unzureichend und wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

    Der Verweis darauf, dass es sich überwiegend um privatwirtschaftliche Entscheidungen handelt, greift zu kurz und wird der Verantwortung der öffentlichen Hand nicht gerecht. Im Rahmen der Raumordnung, Flächenwidmung und Infrastrukturplanung kommt der Gemeinde eine zentrale Steuerungsfunktion zu, die nicht auf formale Zuständigkeiten reduziert werden kann.

    Gerade die angesprochenen Umwidmungen sowie deren zeitliche Verzögerung zeigen deutlich, dass sehr wohl Einflussmöglichkeiten bestanden haben. Die daraus entstandene Situation – nämlich der faktische Verlust einer funktionierenden Nahversorgungsstruktur – kann daher nicht ausschließlich privaten Akteuren zugeschrieben werden.

    Unabhängig von Eigentumsverhältnissen ist es Aufgabe der Gemeinde, im Sinne der Daseinsvorsorge eine angemessene Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dies gilt insbesondere für ältere und weniger mobile Menschen, die in der Friedensiedlung einen erheblichen Anteil darstellen.

    Die Argumentation, wonach ein Nahversorger nicht „verloren geht“, sondern lediglich um etwa 150 Meter verlagert wurde, verkennt die tatsächlichen Lebensumstände vieler Betroffener. Für einen Teil der Bevölkerung bedeutet diese Veränderung sehr wohl eine spürbare Einschränkung der Erreichbarkeit und damit der Lebensqualität.

    Ebenso unzureichend ist der Hinweis auf formale Abläufe im Bauverfahren. Eine echte Bürgerbeteiligung erfordert Transparenz und Einbindung im Vorfeld grundlegender struktureller Veränderungen – nicht lediglich eine nachgelagerte Information im Rahmen gesetzlicher Mindestanforderungen.

    Besonders kritisch ist zudem, dass zentrale Fragen zur Zweckmäßigkeit, Nutzung und insbesondere zur Finanzierung des Projekts „Haus der Begegnung“ unbeantwortet geblieben sind.

     
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      Hannes Schwarzer
      vor einem Monat

      Herr Ausserlechner: Sie unterliegen gleich mehreren Irrtümern: Es erfolgte EINE Umwidmung für die Trafik, der Markt wurde 2008 von der OSG errichtet, damals für den ADEG Markt des Herrn Aichner! Da kann die Stadt nicht sagen: 'ADEG und danach BILLA ja, SPAR nein' Dafür gibt's KEINE Rechtsgrundlage!

      Es ist übrigens NICHT Aufgabe der Stadt 'im Sinne der Daseinsvorsorge (whatever that is) eine angemessene Versorgung der Bevökerung sicherzustellen', wie Sie behaupten. Dann hätten Leisach. Amlach oder Lavant kläglich versagt.... Ausserdem: wie viele Lebensmittelmärkte gibt's in Lienz???

      'Unzureichend sei der Verweis auf formale Abläufe im Bauverfahren'.. ein Bauverfahren gab's nur i.S. Trafik, nicht aber für den SPAR. In diesem Verfahren sind/wären auch Anrainer gehört worden. Solche Verfahren sind halt nun mal in ihren Abläufen gesetzlich geregelt..,, That's it!

      Dass Sie und die Öffentlichkeit, auch die Stadt , die Zweckmässigkeit und Finanzierung 'des Projekts' auch nur irgendetwas angeht, wage ich zu bezweifeln!! (Frage: ist Ihre Wohnung nicht zu gross, also nicht zweckmässig bzw. wie finanzieren Sie diese??)

       
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      senf
      vor einem Monat

      Jojo @Hannes, so schauts halt in Köpfen einiger Leute aus. Einerseits schreit man nach weniger Staat, andererseits sollte er (die Stadt) hier in Marktprinzipien eingreifen. Und wenn es nit passiert, dann san lauter Deppen am Werk. @ist es so: Gegen deinen erwähnten Hitzestau am Brixnerplatz kannst die Dach- und Parkfläche von der Gemeinde und der OSG anpachten und auf 2.865 m² a paar Solarpanele draufkleschn. Des kühlt!

       
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      r.ingruber
      vor einem Monat

      Da stand doch irgendwas von Suppenküche? Die wird der Verein dann wohl selbst auslöffeln müssen.

       
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      r.ingruber
      vor einem Monat

      Die Leute aus der Salurnerstraße, dem Sterzinger- und Falkensteinerweg haben es jetzt näher.

       
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      beobachter52
      vor einem Monat

      Soweit ich weiß, gibt es beim "alten Sparmarkt" am Brixnerplatz 3 Besitzer! Neu wäre mir, dass die OSG einer davon ist! Übrigens hat die Gemeinde wirklich keine Schuld an der Entwicklung! Wenn sich nur einer der Besitzer nicht kooperativ zeigt und absolut nicht verkaufen will, sind allen die Hände gebunden! Man könnte ihn enteignen, aber das wäre tiefster Kommunismus - und den will auch niemand ....

       
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      Johannes Ausserlechner
      vor 4 Wochen

      Bei der Diskussion rund um den Brixnerplatz wird aus meiner Sicht am eigentlichen Kern vorbeigeredet. Mir geht es nicht um die bloße Verlegung eines Geschäfts, sondern um die Lebensqualität der Bewohner.

      Die entscheidende Frage lautet doch: Warum wird vorhandene Infrastruktur nicht erhalten oder sinnvoll erweitert? Ein Standort mit Ärzten, Apotheke, Therapieangeboten, Bankanbindung und Nahversorgung könnte gerade für ältere und weniger mobile Menschen einen echten Mehrwert schaffen. Gleichzeitig würde genau das zur oft geforderten Verkehrsberuhigung in Lienz beitragen, weil mehr Wege wohnortnah erledigt werden könnten und zusätzlicher Verkehr vermieden würde.

      Besonders irritierend ist dabei das Argument, Anrainergemeinden hätten das ja auch nicht. Was soll das beweisen? Für mich zeigt dieses Argument eher, wie wenig vielerorts daran gearbeitet wird, das Wohl und die Entlastung der Bürger tatsächlich zu verbessern. Ein Mangel anderswo kann doch kein Maßstab dafür sein, sinnvolle Lösungen auch hier nicht umzusetzen.

      Wenn man einerseits Verkehrsberuhigung fordert, aber bestehende Infrastruktur nicht stärkt, wirkt das widersprüchlich. Wenn man vom Wohl der Bürger spricht, aber wohnortnahe Versorgung nicht mitdenkt, entstehen berechtigte Fragen. Wenn medizinische Versorgung beschworen wird, aber konkrete Verbesserungen ausbleiben, muss das angesprochen werden dürfen.

      Und dann wird ein „Haus der Begegnung“ als Antwort präsentiert. Doch wie soll ein solches Konzept konkret medizinische Versorgung, Nahversorgung, Bankwege und Verkehrsprobleme auffangen? Diese Frage wurde bisher nicht überzeugend beantwortet.

      Ein „Haus der Begegnung“ mag ein ergänzender Ort sein. Aber Begegnung ersetzt keine Apotheke, keinen Arzt, keine Therapie und keine wohnortnahe Grundversorgung.

      Deshalb braucht es weniger Schlagworte und mehr Fakten: Welchen konkreten Nutzen hat dieses Projekt für die Bewohner? Wie verbessert es ihre Lebensqualität? Und warum wird eine sinnvolle Bündelung bestehender Infrastruktur offenbar gar nicht ernsthaft geprüft?

      Ein Halleluja ersetzt keine Fakten. Diese Fragen verdienen Antworten.

      Johannes Ausserlechner

       
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      senf
      vor 4 Wochen

      Herr Ausserlechner, ihr Wunschzettel würde einige Ansprüche für diesen Stadtteil erfüllen. Aber wer ist letztendlich dafür verantwortlich und warum passiert nix? Ein ernstzunehmendes Stadtentwicklungskonzept für diesen Bereich gibt es nicht, da helfen auch die längst wieder verworfenen Ideen der TU Wien und diversen Architekten wenig, aber auch Vorschläge der örtlichen Raumplaner samt Einbeziehung der Ansässigen ist für die Katz. Mit Schlagworten "Drau dich auch" hat man zwar eine lebhafte Diskussion entfacht, daraus geworden ist für den Lienzer Süden bisher recht wenig. Es ging dabei ja in erster Linie um den Lebensraum und nicht um Baulichkeiten. Vielleicht wäre es an der Zeit, einige Objekte der Abrissbirne zu widmen um sie durch zeitgemäße Bauten zu ersetzen, in denen Sie auch das finden, was sie oben vorschlagen. Nein, keinen Kahlschlag, schrittweise, aber unter Bedachtnahme auf die Gesamtentwicklung dieses Stadtteils, der ja auch einige alte Funktionen beibehalten soll - sie haben sich ja bewährt.

      Gründen sie eine Initiativgruppe, skizzieren sie ihre Ideen und werden sie bei sämtlichen Eigentümern und den Stadtentwicklern vorstellig. Das fruchtet!

       
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    isnitwahr
    vor einem Monat

    ich bin tatsächlich keine Stadtnerin und habe vielleicht zu wenig Einblick, aber alle Ihre Punkte Herr Schwarzer, sind für mich vollständig nachvollziehbar. Wenn ein Nahversorger 300m weiter siedelt, entsteht doch keine Lücke! Eher wir mir persönlich mit diesem Brief der Eindruck vermittelt, dass Herr Ausserlechner ein Problem mit der freien christlichen Gemeinde hat. Für ältere Personen, die nicht mehr so gut p.p. sind, gibts doch Taxigutscheine von der Stadt, oder ist das nicht mehr so? Mir leuchten diese Forderungen beim besten Willen nicht ein!

     
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      Annalies
      vor einem Monat

      Den Eindruck habe ich auch, dass es in erster Linie um das 'Haus der Begegnung' geht. Es gibt auch noch eine HOFER Zweigstelle ganz in der Nähe. Für die Arzt- und Apothekenbesuche müssen sich Betroffene bereits jetzt Fahrgelegenheiten organisieren. Zudem könnte man mit den Lebensmittelhändlern reden wegen Hauszustellungen im Falle von erschwerter Mobilität. Die Fa. ADEG (Hr. Mair) in der Tristacherstraße bietet Zustellungen an. Vielleicht wäre es möglich, auch SPAR dafür gewinnen.

       
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      chiller336
      vor einem Monat

      nicht zu vergessen, den stadtbus gibts ja auch noch und platz is dort auch immer weil niemand damit fährt und die freundlichen busfahrer überlegen sich vielleicht auch, etwas langsamer und besonnener zu fahren, wenn ältere leute damit fahren ...

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      Die vereinsamten Busfahrer fahren verwegen, weil sie ansonsten in Lethargie verfallen würden.

       
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      chiller336
      vor einem Monat

      da könntest du recht haben annalies - oder die brettern deshalb so schnell um zeit gutzumachen, damit sich ein kleines schläfchen ausgeht damit das thema lethargie vom tisch is

       
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      senf
      vor einem Monat

      @chiller, manchmal hab ich den Eindruck du langweilst dich. Und uns!

       
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      senf
      vor einem Monat

      @chiller, anstatt das Buswesen in der Stadt ständig in den Dreck zu ziehen, sollte man es abschaffen, ebenso das Taxiangebot. Es gibt genügend Fahrzeughalter und -innen, die diesen Bedarf jederzeit durch selbstlose Hilfe, vor allem aber kostenlos und zeitgerecht decken könnten. Du wärst der ideale Ideenlieferant, der dafür ein großartiges Netzwerk aufbauen und betreiben könnte. Tsss ...

       
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      Annalies
      vor einem Monat

      senf. Niemand zieht das Buswesen in den Dreck. Chiller336 und ich blödeln, tun wir beide auch manchmal. Trotzdem finde ich es hinterfragenswürdig, ob es rentabel ist, so große Busse so frequent mit geringer Auslastung fahren zu lassen. Ganz zu schweigen von Kraftstoffverbrauch und Verkehrs-und Umweltbelastung. Und allen Ernstes: die Monotonie der die Busfahrer ausgesetzt sind!

       
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      senf
      vor einem Monat

      Liebe @Annalies, Öffentliche Buslinien sind kaum wo gewinnbringend. Es könnte aber auch besser bilanziert werden, wenn das Bewusstsein für ÖFIS stärker wäre. Das Angebot im Talboden mag zwar lückenhaft zu sein, wenn man will, kann man sich durchwegs nach dem Angebot richten und es nutzen. In Lienz scheint man dieser Gedankenwelt um Jahre hintennach zu sein, das Prestigeauto und die Bequemlichkeit so mancher scheint hier bedenkenlos Vorrang zu haben. Und die ständige Tadelei über das Stadtbuswesen hat ganzjährig ihre Blüte, wie man des Öfteren hört. Es trägt leider nicht zur Verbesserung bei.

      Klar, das Angebot könnte noch optimaler auf die Nachfrage abgestimmt werden, dazu sind aber alle aufgerufen. Zum Bsp. die Abstimmung des Arzttermin, Friseur, und viele andere Dienstleister. Man braucht keinen Leih- oder Ersatzwagen von der Werkstätte in der Peggetz, dorthin führen Buslinien usw. Helfen würde die Verdreifachung des Spritpreises, was ja mittelfristig gar nicht so unwahrscheinlich ist. Ob dann die ständige Frotzelei über die Öffis im Extrastüberl Tirols aufhört, wage ich zu bezweifeln. Dann geht der Schrei in eine andere Richtung. Ein, oder eine Schuldige wird schon gefunden. Sie verstehen was ich meine!

       
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