Die ÖBB melden für 2025 einen Einbruch beim Vorsteuerergebnis (EBT) von 40 Prozent auf 68 Mio. Euro. Zwar gab es wie berichtet mit 559 Millionen (plus 1,4 Prozent) einen Rekord an Fahrgästen – doch die anhaltende industrielle Rezession in Europa und insbesondere in Österreich habe das Ergebnis gedrückt, so Konzernchef Andreas Matthä. Der Schienengüterverkehr litt besonders unter dem schwachen Umfeld, die Transportleistung sank um 4 Prozent auf 26,2 Mrd. Nettotonnenkilometer.
Die Nachfrage nach Logistikleistungen sei zurückgegangen. Zudem habe ein harter Preiswettbewerb mit der Straße das Umfeld geprägt, heißt es zum Schienengüterverkehr.

„Licht und Schatten“
„Das Geschäftsjahr 2025 war für uns ein Jahr mit Licht und Schatten. Vor allem der Start der Koralmbahn war natürlich eine absolute Sternstunde“, so Matthä. Das Jahrhunderprojekt, das Ende 2025 erfolgreich in Betrieb gehen konnte, befördert mittlerweile bereits 7.000 Fahrgäste pro Tag auf der neuen Strecke. Die Fahrgastzahlen seien „sehr zufriedenstellend“ ausgefallen. Beim Ergebnis bedauert der Manager zwar den Rückgang, hebt aber auch hervor, dass es deutlich positiv ausgefallen sei.
2024 lag das ÖBB-EBT mit 113,6 Mio. um 2 Mio. Euro höher als 2023. Die Fahrgastzahlen umfassen Busse und Bahnen der ÖBB, 2024 waren es insgesamt 552 Millionen gewesen. 2025 blieb die Zahl der Bus-Nutzenden bei 211,5 Millionen stabil. Der Fernverkehr wuchs um 1,5 Prozent auf 47 Millionen Reisende, der Nahverkehr stieg um 2 Prozent auf 301 Mio. Gäste.
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