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Deutlicher Rückgang bei Flüchtlingszahlen

Im ersten Quartal des heurigen Jahres verließen laut Statistik 3.600 Flüchtlinge Österreich wieder.

Fast 1.900 Personen haben Österreich in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 verlassen müssen. Die größte Gruppe davon waren Osteuropäer. Weitere 1.700 gingen freiwillig. Dazu wurde in knapp 1.100 Fällen ein Schutztitel, also entweder Asyl oder subsidiärer Schutz, aberkannt. Im so genannten Dublin-Verfahren wurden weniger Flüchtlinge in Österreich aufgenommen, als in andere europäische Staaten überstellt wurden.

Zwangsweise außer Landes gebracht wurden im ersten Quartal exakt 1.882 Personen. 1.658 Personen wurden abgeschoben, der Rest fällt auf Dublin-Fälle. Bei den Dublin-Verfahren geht es um Flüchtlinge, wo man vermutet, dass ein anderer EU-Staat zuständig ist, weil der Asylsuchende zunächst in diesem in der Union registriert wurde. In 423 Fällen stimmten andere Länder zu, die Personen zu übernehmen. Zu tatsächlichen Überstellungen kam es 224 Mal. Auf der anderen Seite erklärte sich Österreich in 425 Fällen für zuständig. Tatsächlich nach Österreich kamen aber nur 119 Personen auf diesem Weg ins Land.

Freiwillige Ausreisen gab es laut Statistik 1.693, davon mehr als die Hälfte unterstützt. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Bürgern unterschiedlicher Nationen. Während von den 529 Ausreisen von Slowaken gerade einmal 30 freiwillig waren und von 322 bei Ungarn lediglich 23, mussten bei Syrern nur elf zwangsweise zur Ausreise gebracht werden, während 268 freiwillig das Land verließen.

Aberkennungsverfahren: Vor allem Syrer sind betroffen.

3.061 Aberkennungsverfahren wurden laut nun publizierter Fremdenstatistik eingeleitet. Gleich in 1.971 Fällen waren Syrer betroffen. Bei Bürgern dieses Staates wurde auch am öftesten Asyl und subsidiärer Schutz zusammengezählt aberkannt, nämlich in 502 Fällen, gefolgt von Russen mit 359 Fällen. Bei Rückkehrentscheidungen an der Spitze stehen Serben. Was Ausweisungen von EU-Bürgern und Bürgern begünstigter Drittstaaten angeht, sind Rumänen, Slowaken und Ungarn deutlich am öftesten betroffen gewesen, auch bezüglich eines gleichzeitig ausgesprochenen Aufenthaltsverbots.

Schubhaft betraf am häufigsten Serben vor Indern und Türken. Knapp 700 Mal wurde sie angeordnet. Dazu wurde in 64 Fällen ein gelinderes Mittel gewählt.

Familiennachzug: 272 positive Prognosen wurden erstellt.

Was den Familiennachzug, der mit humanitären Ausnahmen bis Jahresmitte ausgesetzt ist, betrifft, wurden in 272 Fällen positive Prognosen erstellt, was im Regelfall eine Anerkennung nach sich zieht. Syrer stellen vor Somaliern die größte Gruppe. Insgesamt lag die Zahl der positiven Prognosen relativ deutlich über jener der negativen (165).

Temporärer Schutz ist unverändert ein Aufenthaltstitel, der vor allem Vertriebenen aus der Ukraine zukommt. 3.223 Aufenthaltstitel wurden an sie im ersten Quartal vergeben. 742 dieser Ukrainer waren minderjährig.

48 Untersuchungen zu Minderjährigkeit wurden durchgeführt.

Im ersten Quartal wurden 48 Untersuchungen angestellt, um die Minderjährigkeit von Antragstellern im Asylverfahren zu prüfen. In 72 Prozent der Fälle bestätigte sich der Verdacht, dass es sich um Volljährige handelt, die im Verfahren gewisse Nachteile haben.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bilanziert insgesamt positiv: „Pro Tag müssen 40 illegal Aufhältige Österreich verlassen. Das bedeutet mehr Abschiebungen als neue Asylanträge im ersten Quartal.“ Dabei bezieht er sich darauf, dass in den ersten drei Monaten nur 1.074 originäre Asylansuchen eingereicht wurden, also von Personen, die neu ins Land kamen und damit nicht einmal ein Drittel jener, die Österreich zwangsweise oder freiwillig verlassen haben (gesamt 3.575).

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