Vor rund einer Woche bot sich einer Dolomitenstadt-Leserin in den Bio-Tonnen vor der MPreis-Filiale in der Lienzer Rosengasse folgendes Bild: Die Tonnen waren bis oben hin gefüllt, auf einem Foto sind unter anderem Kartoffeln, Äpfel, Radieschen und Blumen erkennbar.

Die Dame wandte sich an die Dolomitenstadt-Redaktion sowie direkt an MPreis selbst und wunderte sich über die Entsorgung scheinbar noch verwertbarer Lebensmittel sowie Plastikverpackungen in der Bio-Mülltonne.
Jennifer Plattner, zuständig für die Unternehmenskommunikation des Lebensmittelhandels mit Hauptsitz in Völs, stellt den Sachverhalt wie folgt dar: Bei den entsorgten Lebensmitteln habe es sich um verdorbene Ware gehandelt, die nicht mehr verkäuflich sei. Auch die Kartoffeln, die auf den ersten Blick durchaus genießbar aussehen, seien bereits faulig gewesen.
Bezüglich der Plastikverpackungen im Biomüll stellt Plattner fest, dass das nicht vorkommen dürfe und auch nicht der Firmenphilosophie entspreche. Es hätten jedoch bereits entsprechende Gespräche mit der Filialleitung stattgefunden, um derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
27 Postings
In Lienz sind derzeit viele Fotografen unterwegs, sehr ambitioniert und ständig 'auf der Lauer'. Eine Baumwurzel am Iselkai und auch der Biomüll vom M- Preis, tolle, eindrucksvolle Motive für Menschen, die viel Zeit und offensichtlich wenig Beschäftigung haben....
Na ja, angesichts Ihrer Posting-Dichte könnte man auch auf eine bemerkenswerte Freizeit schließen.
@stockholm. Ich schreibe schnell und konzentriere mich nicht auf jede Bagatelle. Zudem besitze ich keinen Naturgarten.....
Ein Marketingschmäh oder Hilferuf? Vielleicht sollte damit den Leuten mal klargemacht werden, welches Gemüse oder Obst zwar noch verwendbar wäre aber in den Augen der Kunden anscheindend nicht mehr genießbar, ja wertlos ist. Es hat funktioniert, gratuliere!
Anhand eines Fotos so einen Wirbel zu veranstalten, ist ruf- und geschäftsschädigend. Zudem sollte man die Zuständigkeiten und die Verantwortung dieser 'Sichtung' dort belassen, wo sie hingehört, zur Fa. M-Preis und dem Müllentsorgungsbetrieb. Eventuell arbeitsrechtliche Aspekte ebenso. Wie schafft man es, dieses Skandalisieren, die Dauererregung und- empörung aus einer Gesellschaft zu bekommen?
Dolomitenstadt hat die Geschichte veröffentlicht. Also scheint der Skandal groß genug zu sein. Wenn unsere Frau Annalies ihre Erregungen zu jedem Thema auch dort lassen würde wo sie hingehören, gäbe es hier im Forum weniger Endlostexte!
Dauererregung scheint in Lienz ein Alleinstellungsmerkmal zu sein. Obs gesund ist kann ich nit beurteilen, ein Phänomen ist es allemal!
Zwei Mülltonnen voller guter Lebensmittel sind für unsere Frau Annalies eine Bagatelle? Alles gut, alles klar. Lässt tief in ihre Persönlichkeit blicken.
unwahrscheinlich, dass in Lienz ein Buckel Wal strandet (da muss es eine handvoll Erd-Apfel 'tun'); wahrscheinlich, ein Rettungsversuch mit (un)gewissen 'Ausgang'
Gut, dass sich Menschen darum kümmern, die Umstände in ihrer Umgebung zu verbessern und nicht mehr einfach alles hinnehmen. Das hat man vielleicht früher von Kirche und Politik so gelernt, ist aber zum Glück nicht mehr so "in" im Jahr 2026 ;)
Dass sämtl. Lebensmittler vielleicht mal ihre Regale nicht überdimensional vollräumen bzw. in Folge weniger verwerfen müssten, kommt offenbar niemanden der Verantwortungsträger in den Sinn.
Unsere Gesellschaft verlangt nach endloser, überbordernder Auswahl, dementsprechend werden die Regale immer wieder aufgefüllt, dass ja nirgendwo eine Lücke entsteht.
Die Folgen davon sieht man dann im Müll liegend, da gar nie alles verkauft werden kann, bevor es verdirbt. Schon erschreckend, diese unermessliche Maßlosigkeit unserer Zeit, ewig wird das in Zeiten des Klimawandels aber eh nimmer gehen, da diese Art der Lebensmittelproduktion und in Folge auch Vernichtung viel zu teuer werden wird.
Aktuell ist diese Verschwendung für die Lebensmittelketten, für die Natur und letztlich auch für die Kunden ein Verlustgeschäft, da die Kosten für unverkäufliche Waren auch jemand bezahlen muss.
Also, mal ein bisserl weniger in die Regale packen und erst auffüllen, wenn tatsächlich nicht mehr all zu viel vorhanden, dann verdirbt auch weniger. Die Gesellschaft wirds aushalten und die Mülltonnen blieben einwenig leerer.
Genau, und dann regen wir uns auf, dass in den Lebensmittelgeschäft keine Auswahl verfügbar ist und die Hersteller (in diesem Fall Landwirtschaft) keinen Absatz hat. Das ist nunmahl der Charakter der Marktwirtschaft und das Gegenteil zur Planwirtschaft und schlussendlich der Hauptgrund warum es uns in Österreich und in Europa an nichts fehlt. Keine Frage, Lebensmittel in den Müll zu werfen ist nichts, dass man gut heißen soll, aber wer hat durch dieses konkrete Beispiel den Schaden gehabt? Weder der Produzent noch der Konsument hat dadurch einen Verlust erlitten. Einzig der M-Preis Konzern hat dadurch ein paar € verloren. Ich glaube auch, dass niemand der die vermeintlich genießbaren, entsorgten Lebensmittel gesehen hat, sich davon etwas genommen hat, also an alle "Gutmenschen" die das ach so verurteilen, bitte lasst das scheinheilig Getue!
Alles klar Outlandla. Es geht um Gewinn und um sonst nix. Das Geld muss passen, alles andere ist egal. Mit deinem Post hast du dich ins Aus geschossen, mehr Aus geht gar nicht.
wie soll man sich da was nehmen - es wäre diebstahl, sogar aus der tonne
achjo .... für alle nichtzustimmer: Das Herausnehmen von Lebensmitteln aus Müllcontainern – oft als Containern oder Dumpstern bezeichnet – ist in Österreich rechtlich nicht erlaubt und kann als Diebstahl geahndet werden. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu: Rechtliche Lage (Eigentumsrecht): Die Lebensmittel im Müll gehören weiterhin dem Supermarkt oder dem Entsorgungsunternehmen, bis sie abgeholt werden. In vielen Gemeinden, wie Wien, geht der Abfall sogar offiziell in das Eigentum der Gemeinde über, sobald er in den Müllbehälter geworfen wurde. Strafbarkeit: Das Entnehmen kann als Diebstahl oder im Fall von verschlossenen Containern als Einbruchsdiebstahl gewertet werden. Hausfriedensbruch: Das Betreten von abgesperrtem Gelände oder Müllräumen ist Hausfriedensbruch. Sicherheitsrisiko: Die Mülltonnen sind oft verschlossen, um Menschen vom Containern abzuhalten und um eine Gefährdung durch zersplittertes Glas oder verfaulte Lebensmittel zu vermeiden.
Food Diving nennt man das und ist in Österreich ein Diebstahl...
man muss nicht immer alles anglisieren - ich sag dazu lebensmitteldiebstahl
Ohne diese Verschwendung von Lebensmitteln nur irgendwie rechtfertigen zu wollen . Vielleicht fängt aber auch da der Fisch beim Kopf zu stinken an. Haben die Angestellten dort genug Zeit, ordnungsgemäß zu trennen? Ich kann mir gut vorstellen , dass sie mit viel Druck für wenig Geld arbeiten müssen. Wie halt in allen großen Lebensmittelkonzernen!
Also ich arbeite auch beim Mpreis in der Filiale Fischwirt und ich kann versichern das in meiner Obst und Gemüse Abteilung nicht so gearbeitet wird.Ich habe fast keinen Abfall, Waren werden ausgepackt und mit den Obst und Gemüsekisten bzw.to Good to go um 4 Euro verkauft, nicht mehr verkäufliche Ware wird als Tierfutterspende weitergegeben.Bitte nicht alle in einen Topf werfen,es kommt ganz aufs Personal und Führungskräfte drauf an.
Da stimme ich Frau Jennifer Plattner zu 100% zu: Erdäpfel haben mit Philosophie genau gar nichts zu tun. Weder unverpackt noch verpackt. Höchstens vergoren und destilliert.
Was haben Hasan Duranovic und Erdäpfel gemeinsam?
Sie foulen!
Auch ich habe zwei Fotos gemacht und MPreis kontaktiert. So haben sie dann meine Fotos kommentiert (aus dem Schreiben kopiert)
"Wir haben die Bilder sorgfältig geprüft. Die darauf abgebildeten Kartoffeln weisen grüne Stellen auf und sind großteils stark ausgewachsen sowie verschrumpelt. Auch das übrige Obst und Gemüse ist leider nicht mehr für den Verkauf geeignet, da es teilweise verschimmelt, stark eingedrückt oder bereits braune Schadstellen aufweist.
Aus Gründen der Lebensmittelsicherheit und Qualität darf Ware in diesem Zustand nicht mehr an Kund*innen abgegeben werden. Unabhängig davon nehmen wir Ihren Hinweis sehr ernst."
Ich für mich kann Aufgrund eines Fotos wirklich nicht beurteilen ob ein Nahrungsmittel noch für den Verzehr geeignet ist oder nicht. Nun aber ein Geschäft zu verurteilen ist für mich auch nicht in Ordnung. Es sollte bitte JEDER selber zu Hause schauen das keine genießbaren Lebensmittel weggeworfen werden. Das Thema fängt schon bei den Kindern an. WIR müssen es den nächsten und übernächsten Generationen vorleben! Ich denke da auch an die Mülltrennung.
Ja, auch Osttirol ist keine Insel der Seligen!
Außer dem Blumenbündel sehe bzw. befinde ich die restliche Ware für in Ordnung. Jedenfalls die bildliche Darstellung zeigt es so. Frau Plattner wird dies bei ihrer Sichtung wohl mit anderen Augen betrachten. Ja wie denn sonst?
Diese Täter - Opfer - Umkehr ist eine Frechheit. Sie behaupten die Lenensmittel sind verdorben, wir behaupten, sie sind für die Tonne viel zu gut. Aussage gegen Aussage? Der kleine, aber feine Unterschied sind halt die Beweisfotos !
eine schande ist das .... man könnte zumindest wie ersichtlich die kartoffel noch als tierfutter verwenden und auch die äpfel. wird aber mit sicherheit nicht vorkommen, da ja sowieso ein kartoffelüberschuss im land thema ist und diese quasi direkt nach der ernte "entsorgt" werden .... in deutschland zb wird der kartoffelüberschuss vielfach gratis abgegeben an interessenten. lebensmittel wegzuwerfen ist überhaupt das letzte, da lob ich mir frankreich, wo das mittlerweile verboten ist - und auch die "rette mich" linie von hofer arbeitet gegen diese verschwendung von wertvollen lebensmitteln. irgendwann wird man draufkommen, dass man geld nicht essen kann
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