Der Doppeladler, der normalerweise die Spitze des Landhausturms in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz ziert, ist gewissermaßen „ausgeflogen“. Das mächtige Kunstwerk, das an einer Eisenstange montiert ist, ist in eine leichte Schieflage geraten. Die ernsthafte Gefahr eines Absturzes bestand zwar zu keinem Zeitpunkt, dennoch wurde der Adler vorübergehend abmontiert.

Das mag für kunsthistorisch interessierte Linzer:innen schade sein, wäre für dolomitenstadt.at grundsätzlich aber noch keine Meldung wert. Wäre da nicht das Detail, dass die Ursache für die Schieflage derzeit von Experten der Firma Greil aus Osttirol analysiert wird.
Dölsacher Firma erledigt Reparatur
Das Dölsacher Unternehmen, das auf die Restaurierung und Sanierung von Kirchtürmen, denkmalgeschützten Gebäuden und Steildächern spezialisiert ist, ist mit der Reparatur des Kupfer-Adlers beauftragt worden. Bis Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass der Adler wieder auf die Turmspitze zurückkehren kann.

Es war übrigens nicht das erste Mal, dass der Adler „abfliegen“ wollte. Aufgrund einer Abwärtsneigung wurde auch im Jahre 1853 eine Demontage des Kaiserlichen Adlers angeordnet. Am 1. April 1854 erfolgte damals die feierliche Aufsetzung des neu „restaurirten Audlers“.
Landeshauptmann Thomas Stelzer äußert sich wie folgt über den Beinahe-Ausflug des Wappentiers: „Unser Doppeladler ist gewissermaßen kurz ausgeflogen – jetzt wird er sorgfältig geprüft und instandgesetzt. So stellen wir sicher, dass dieses historische Wahrzeichen auch in Zukunft sicher und in gewohnter Form über dem Landhaus wacht.“
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