Bei der schriftlichen Zentralmatura an den AHS und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) wird es nächste Woche ernst: Gestartet wird am Dienstag (5. Mai) mit Deutsch, rund 41.400 Aufgabenhefte wurden dafür heuer bestellt. Am 7. Mai steht mit Englisch die nächste Disziplin mit besonders vielen Prüflingen an, am 11. Mai folgt mit (Angewandter) Mathematik das Fach mit der höchsten Fünferquote. Für die meisten ist danach die schriftliche Reifeprüfung erledigt.
Für deutlich weniger Kandidatinnen und Kandidaten stehen in der ersten Prüfungswoche außerdem die Klausuren in Latein (6. Mai) und Französisch (8. Mai) am Programm. In der zweiten Woche folgen auf Mathe noch Spanisch bzw. die Unterrichtssprachen Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch (12. Mai) und Italienisch (13. Mai). Den Abschluss macht am Tag nach Christi Himmelfahrt dann Griechisch (15. Mai).
Dazu kommen für die Maturantinnen und Maturanten noch jene Klausuren, die nicht zentral abgefragt werden - etwa Biologie, Physik oder Darstellende Geometrie bzw. die fachtheoretischen Fächer an BHS. Sie werden in der Regel knapp vor den ersten Zentralmatura-Tag gelegt oder auf Tage, an denen an der konkreten Schule keine Zentralmatura ansteht (z. B. der Minderheitensprachen-Tag).

Die meisten Antritte gibt es in den Fächern Deutsch und Mathematik.
Das einzige Fach, in dem die Klausuren für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einheitlich sind, ist Deutsch. In allen anderen Gegenständen gibt es Unterschiede je nach Schultyp oder bei Fremdsprachen nach Anzahl der unterrichteten Jahre. Auch die Fächer, die verpflichtend zu wählen sind, sind nicht überall gleich.
An den AHS müssen in Deutsch und Mathematik alle Kandidatinnen und Kandidaten antreten. An den BHS kann man sich an den Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) den schriftlichen Antritt in Deutsch ersparen, wenn man in dem Fach mündlich maturiert. An den anderen BHS-Formen (Bildungsanstalten für Elementarpädagogik, Handelsakademie, Humanberufliche BHS) gibt es diese Möglichkeit bei der Angewandten Mathematik.
Wie viele Schülerinnen und Schüler bei der heurigen Zentralmatura tatsächlich antreten, kann im Vorhinein nicht gesagt werden. Für Deutsch, wo es insgesamt die meisten Antritte gibt, hat das Bildungsministerium diesmal jedenfalls 19.900 Aufgabenhefte für die AHS und 21.500 für die BHS bestellt. In Mathe waren es insgesamt 40.700, in Englisch knapp 25.500. In den anderen Fremdsprachen werden deutlich weniger Prüflinge erwartet. In Latein wurden etwa nur rund 2.100 Aufgabenhefte bestellt, in Französisch knapp 1.600 und in Altgriechisch gerade einmal 27.
Die Jahresnote wird weiterhin in die Maturanote eingerechnet.
Bei der Beurteilung gilt weiterhin die in der Coronapandemie 2020 eingeführte Regelung, dass die Zeugnisnote der letzten Klasse in die Maturanote eingerechnet wird. Steht man genau zwischen zwei Noten, „sticht“ die Klausurnote. Wer ein Befriedigend oder eine bessere Note im Jahreszeugnis hatte, ist damit vorm Durchfallen weitgehend geschützt. Nur wenn man weniger als 30 Prozent der möglichen Punkte erreicht, setzt es unabhängig von der Jahresnote automatisch einen Fünfer. Ausgebessert werden kann dieser bei einer mündlichen Kompensationsprüfung am 2. und 3. Juni.
Ebenfalls im Juni folgt zum Abschluss die mündliche Matura – und zwar noch ohne die ursprünglich von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) angekündigte Mindestquote für das Bestehen. Damit gilt weiter: Wer im Jahreszeugnis keine schlechtere Note als einen Dreier hat, muss bei der mündlichen Prüfung bloß „mitwirken“, indem die Antworten in Zusammenhang mit der Frage stehen. Richtig sein müssen diese nicht. In der Praxis hat diese Regelung laut Lehrervertretung in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Maturantinnen und Maturanten teilweise völlig unvorbereitet zur Prüfung erschienen sind. Für heuer konnten sich die Koalitionspartner zwar nicht mehr rechtzeitig auf eine Neuregelung einigen, ab kommendem Jahr soll laut Bildungsministerium aber dann ein „Schwellenwert“ fürs Bestehen gelten.
12 Postings
@ lia. Was erwarten Sie eigentlich von den Unis, was soll von dort ihrer Meinung nach kommen ? Eine "Geistesschmiede" wie im Naziregime, mit gefestigter ideologischer Ausrichtung hin auf einen homogenen christlich-abendländisch geprägten Volkskörpers, mit der Mission, die Jugend, die Hoffnung unseres Volkes, auf die richtige vaterländische Gesinnung zu trimmen. Weg vom destruktiven Universalismus mit seinem woken Moralismus, der einen zu keinen festen politischen Grundsätzen mehr kommen lässt. Und was sollen wir eigentlich mit Unis und ihrem wissenschaftlichen Wildwuchs, mit ihrem sogenannten offenen, freien weltumspannenden Wissenschaftsbetrieb? An die Kandare damit. Man wird ihnen schon noch abgewöhnen, "alternative Erkenntnisse", als Pseudowissenschaften und Verschwörungstheorien abzutun, vor allem wenn sie sich auch für die politische Agenda als nützlich erweisen. Und eine Zentralmatura müsste eigentlich den Vorstellungen einer zentral gelenkten Volksgemeinschaft entgegenkommen.
die Thematik (z.B. anhand ossi/afd) ist in der Sozialwissenschaft angekommen, mehr auch nicht; was mich verwundert: keiner der '4 Probanden' kann lias Text 'lesen'
Was ich lese sind nur Gemeinplätze, generalisierende Stehsätze aus einem bestimmten ideologischen Eck heraus, mehr als unkonkrete Infragestellung der Unis insgesamt. Diskutierbare,auch kontroversielle Aussagen finden sich für mich nicht.
die an das Semikolon anschließenden Worte nehme ich zurück, sorry; dies ändert allerdings nichts an meiner Einschätzung; ich erkenne [Muster] keine ideologische Ecke (lias Kom. ist vielmehr jenseits von Gut und Böse; nicht vergessen F. N. ist tot); mit ihr steht und fällt ihr Kommentar
Photon 07. Ich möchte jetzt ihr Posting nicht überinterpretieren aber es ist wohl etwas zu viel des Guten , Lia in die Nähe Nietzsches zu rücken, eher eines gewissen Vulgärnietzscheanismus, wie er zT vom Nationalismus und anderen rechtsextremen Bewegungen vertreten wurde und wird. Ein grundsätzlich ethischer Nihilismus, Ablehnung von offener Liberalität und Universalismus, und Egalität. Soll Lias pauschalierendes Infragestellen demokratischer und universitärer Institutionen, wie sie auch von Rechtsparteien vetreten werden, eine neue politische Moral begründen, eine Moral, die sich auf gesundes Volksempfinden, völkischen Bedürfnissen, Abwehr echter oder scheinbarer Bedrohungen etc. beruft. Lia ist offensichtlich eine Diplomarbeit wert.
Mein Posting wird man vielleicht nur richtig einordnen können, wenn man weiß, dass lia sich bereits mehrmals zur rechten Gesinnungsgemeinschaft bekannt hat. War auch nur eine Frage.
zentralmatura, genauso ein unsinnsprojekt wie die eu. es sollte alles gerechter zugehn, wenn alle die gleichen aufgaben bekommen, gegenteil. alles, was vor der eu versprochen wurde, hat sich als chimäre entpuppt. dann wird uns eingeredet, die wirtschaft hat so profitiert. vonwegen. eine leichte krise und die eu wirtschaft gerät in panik. was mich am meisten enttäuscht: ich hielt die uni immer für etwas besonderes. aber von den weltweit tausenden unis kommt nichts. nichts.
Dass die Zentralmatura sehr wohl einen Sinn hat zeigt sich beim Vergleich mit dem Abitur in Deutschland. Dort ist das Ländersache und es ist allgemein vekannt, dass es zwischen den einzelnen Bundesländern große Niveau-Unterschiede gibt. Das wird durch eine zentrale Matura vorgebeugt.
Ja, ewig schade, dass das Institut für Reptiloidenforschung, das für für Aluhutentwicklung und für Chemtrailforschung geschlossen wurden!! Entschuldige, dieser Satz ist blöd, aber Deine Aussage über den Output an Universitäten übertrifft meine locker.........
Offensichtlich haben Sie ihr Denken erfolgreich vor verderblichen Einflüssen von so etwas wie Matura und Unis bewahrt.
Wie kommt man bitte von der Zentralmatura auf "vor dem EU-Beitritt war alles Besser"?!
Das erbringen einer genormten Leistung (egal ob Matura, Lehrabschlussprüfung, Diplomprüfung oder was auch immer) zu einem vorgegebenen Zeitpunkt, nach jahrelanger Vorbereitung, kann von einer zukünftigen Fach-/Führungskraft durchaus verlangt werden. Nein, muss sogar verlangt werden! Die jeweilige Abschlussprüfung, in diesem Fall die Zentralmatura, ist keine Momentaufnahme sondern die abschließende Qualifikation nach einer Ausbildung. Die Zentralisierung oder besser gesagt Vereinheitlichung dieser, hat das Ziel der Standartisierung und der vorangegangenen, an Curricula gebundenen Ausbildung.
@ lia: ohne dir persönlich nahe treten zu wollen... das Posting zählt zu den blödsinnigsten Top 5 in dolomitenstadt.at und wäre bei der Zentralmatura eine Themenverfehlungen gewesen.
ich habe noch nie einem schreiber vorgeworfen, dass er oder sie blödsinn schreibt.
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