Österreich belegt zwar beim Pro-Kopf-Konsum von Bier im europäischen Vergleich konstant einen der vordersten Plätze, im Wirtschaftsjahr 2024/25 ging der Bierverbrauch allerdings um 5,1 Prozent zurück. Im Zeitraum von 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 wurden Daten der Statistik Austria zufolge 97,6 Liter Bier pro Kopf getrunken. Das sind 5,1 Liter weniger als im gleichen Zeitraum 2023/24.
Ebenso rückläufig, wenn auch nicht in dieser Deutlichkeit, war der Pro-Kopf-Konsum von Wein, dieser sank um 0,5 Liter auf 25,5 Liter.
Weniger Obst und Gemüse, mehr Kartoffeln
Dass sich die Österreicher:innen nun nur noch gesund ernähren, kann aus den Daten allerdings nicht abgelesen werden, zumal auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse deutlich (5,3 Prozent) und jener von Obst minimal (0,1 Prozent) zurückging. Vermehrt landeten allerdings Kartoffeln auf den Tellern, hier liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 58,2 Kilo, was im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 5,2 Prozent bedeutet.
Agrarimporte übersteigen -exporte
Im Bereich der tierischen und pflanzlichen Produkte importiert Österreich mehr als zu exportieren, wodurch im Agraraußenhandel ein Defizit in der Höhe von 2,4 Milliarden Euro entsteht.
Obwohl im Wirtschaftsjahr 2024/25 weniger Getreide als im Vorjahr geerntet wurde, konnte der Getreidebedarf zu 85 Prozent aus heimischer Landwirtschaft gedeckt werden. Kartoffeln stammen zu 82 Prozent aus regionalem Anbau, hier gab es einen deutlichen Erntezuwachs in der Höhe von 17 Prozent im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2023/24. Wein kommt zu 77 Prozent, Gemüse zu 57 Prozent und Ölsaaten zu 47 Prozent aus Österreich.
Geringer sind die Werte hingegen bei Obst und pflanzlichen Ölen: Hier kann der Bedarf nur zu 38 Prozent bei Obst bzw. 26 Prozent bei pflanzlichen Ölen aus heimischer Landwirtschaft gedeckt werden.
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