Eine Auswertung des Momentum Instituts zeigt, dass die OMV allein im ersten Quartal ein Periodenergebnis von 1,65 Milliarden Euro erzielt hat. Das ist mehr als dreieinhalbmal so viel wie der Durchschnitt der ersten Vorkrisen-Quartale 2018 bis 2021.
Den gesamten Jahresgewinn 2025 in Höhe von 1,52 Milliarden Euro hat der Konzern heuer bereits im ersten Quartal erreicht.
„Die OMV profitiert massiv von Krisen und geopolitischen Verwerfungen. Das ist kein normaler Geschäftserfolg aufgrund außerordentlicher Leistung, das sind zufällige Krisengewinne und bezahlt werden sie von Haushalten und Betrieben an der Zapfsäule, beim Heizen und über höhere Preise im Alltag“, erläutert Leonard Jüngling, Ökonom am Momentum Institut.
Raffinerie-Marge ist gestiegen
Auch die Raffinerie-Marge der OMV hat sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs mehr als verdreifacht. Darunter versteht man vereinfacht gesagt die Menge, die im Raffineriegeschäft pro Liter „übrig“ bleibt. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Preis für Rohöl und dem Wert der daraus erzeugten Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl.
Vor dem Ukraine-Krieg lag diese Marge meist bei wenigen Cent pro Liter. Nach Kriegsbeginn schoss sie nach oben, auch 2026 bleibt sie erhöht. Laut OMV lag die europäische Raffinerie-Referenzmarge im ersten Quartal 2026 bei 8,73 Cent pro Liter und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.
Nachbesserung bei Übergewinnsteuer gefordert
Aus Sicht des Momentum Instituts ist die Abschöpfung der Übergewinne von Energiekonzernen weiterhin zu gering. Über den Energiekrisenbeitrag kamen von den Übergewinnen der neun Landesenergieversorger, der OMV und des Verbunds nur 0,56 Milliarden Euro beim Staat an, was den Berechnungen der Denkfabrik zufolge 5,5 Prozent der Übergewinne entspricht.
Somit wird eine Nachschärfung der Übergewinnsteuer gefordert, um Krisengewinne abzuschöpfen und zur Entlastung von Haushalten, kleinen Betrieben und öffentlichen Budgets beizutragen.
5 Postings
https://taz.de/Hohe-Spritpreise/!6166637/ Sogar ein Journalist von der eher linken taz ist gegen eine Übergewinnsteuer. Ich bin kein Profi, eine Regierung hat große Ministerien mit Spitzenbeamte, die sich mit sowas auskennen , die müssen endlich liefern . Es hilft nichts , wir müssen investieren , in erneuerbare Energien und Speicher ,das Stromnetz ausbauen . Europa hat sich seit Beginn des Krieges im Iran 50 Milliarden durch erneuerbare Energien gespart . Wenn das alles passiert , haben wir auch günstigen Strom, der den Verbraucher entlastet , Waren günstiger macht und als kleiner Nebeneffekt gut fürs Klima. Wir haben die Wissenschaft in Europa , die besten Ingenieure und einen Industrie, die die besten Produkte produzieren . Technologieentwicklung ist Europa führend , Wasserstoff ist Deutschland führend. Bald aber nicht mehr , da die Politik wie in Deutschland aufs falsche Pferd setzt mit ihrer Wirtschaftsministerin. Das kommt nicht von links, sogar das Manager Magazin und führende CEO der deutschen Wirtschaft schütteln den Kopf , oder bringen es auf Papier. Wenn wir jetzt nicht investieren , dann ist der nächste Zug abgefahren , wo wir eine ganze Industrie an China verschenken , wie mit Solar und Windkraft Industrie, alles an die Chinesen verschenkt . Erneuerbare Energie ist zur Zeit der einzige stabile Wachstumsmarkt in Deutschland u Österreich, und normalerweise investiert man in stabile Märkte . Fast alle Krisen der letzten 50 Jahre haben mit fossiler Energie zu tun, angefangen in den 70er , 80er Jahren gab es große Krise. Das wird auch nicht aufhören , da außer Norwegen alle Länder, die Erdöl exportieren, nicht ganz richtig ticken . So lange werden wir für Kriege bezahlen , es ist zwar nicht unser Krieg , aber unser Geld, was es finanziert .
Das Momentum-Institut sollte lieber einmal bei der Regierung schauen, ob die überhaupt noch irgendwo einen Funken von "Momentum" hat.....
Ein Energiekonzern verdreifacht seinen Gewinn und die Verbraucher leiden. Was kann eine Regierung dagegen tun? Ein guter Plan ist gefragt.
Wir werden abgezockt, das ist nichts Neues. Leider gibts von unseren Politikern dazu auch nichts Neues. Versagen auf ganzer Linie. Kickl braucht keine Wahlwerbung, das machen leider die anderen. Eine Übergewinnsteuer ist nicht der richtige Weg, man muß verhindern, daß es überhaupt zu solchen Übergewinnen kommt.
gehören Sie etwa zur Connection; als 'einfacher Wähler' machst damit wahrscheinlich einen Über bzw Zufalls Verlust (vertrau mir nicht; frag Trump, Orban od. irgendeinen 'Volkskanzler' in spe, persönlichen)
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