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Wetter: „Eisheilige“ und Regen im Anmarsch

Tauernwetter-Chef Kaufmann rechnet bis Ende der Woche mit 30 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Ein Italientief erfasst Kärnten und Osttirol ab heute, Montagabend, in den Tälern und Becken fällt Regen, auf den Bergen kommen Sturm und Schnee dazu. Der markante Wetterumschwung deckt sich mit der fünftägigen Periode der „Eisheiligen“, deren Wetterwirksamkeit legendär ist.

Prognosen wie diese mag man angesichts hartnäckiger und problematischer Trockenheit schon fast nicht mehr glauben und tatsächlich ins Reich der Legenden verweisen, doch David Kaufmann vom Wetterdienst Tauernwetter.at hält an seiner Vorhersage vom Wochenende fest: „Wir erwarteten einen Gesamtniederschlag von 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter bis Ende der Woche, diese Einschätzung bleibt weiterhin bestehen, gestützt auf die aktuellen Prognosekarten.“

Heute Abend sollte es in Kärnten und Osttirol bis etwa 21 Uhr verbreitet regnen, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. In der Nacht auf Dienstag folgt eine längere Niederschlagspause.

Am Dienstagmorgen schlägt der „Eisheilige Pankratius“ voll zu, es setzt neuerlich Niederschlag ein. Zwischen 7.00 und 12.00 Uhr sinkt die Schneefallgrenze auf 1.200 bis 900 Meter ab, sodass im Bereich der Tauern, in den Nockbergen und in höher gelegenen Tälern der Karawanken bereits oberhalb von rund 1.000 Meter Schnee fallen kann.

Auf höher gelegenen Straßenabschnitten ist mit rutschigen Fahrbahnen zu rechnen, beispielsweise am Katschberg oder bei Fahrten über die Turrach oder auch über den Loiblpass.

Schneefall nach dem 10. Mai bis auf knapp unter 1000 Meter Seehöhe ist auch in den Alpenregionen Kärntens und Osttirols ausgesprochen ungewöhnlich. Gegen Dienstagmittag klingt der Niederschlag von Westen her ab, am Nachmittag lockert es in Oberkärnten und Osttirol auf, später setzt sich die Sonne auch im Osten durch.

Gleichzeitig legt der Wind im Laufe des Dienstagvormittags immer mehr zu. Im nördlichen Osttirol und im Mölltal bricht Nordföhn durch mit Böen zwischen 50 und 70 km/h; auf den Kammlagen und Gipfeln sind Spitzen von 90 bis 100 km/h zu erwarten. Der Wind flaut erst am späten Dienstagabend wieder merklich ab.

Für die zweite Wochenhälfte deuten die Wettermodelle ein weiteres Niederschlagsgebiet an, das Kärnten und Osttirol erfassen dürfte.

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