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Uni Klagenfurt nimmt an Roboter-Wettbewerb teil

Dem Forscherteam, das als Favorit bei der Robotik-Konferenz ICRA gilt, gehört ein Absolvent der HTL Lienz an.

Das Forscherteam „BrokenArm“ der Universität Klagenfurt tritt von 2. bis 4. Juni bei einem Wettbewerb auf der größten Robotikkonferenz der Welt an. Das Team geht als Favorit ins Rennen, da es den Klagenfurter Studierenden gelang, in der Qualifikation die höchste Gesamtpunktezahl zu erzielen.

Roboter muss Objekte greifen

Der Bewerb, an dem die Gruppe rund um die Russin Nadezhda Varzonova teilnimmt, widmet sich dem Thema „Human-to-Robot Handovers“, bei dem Roboter zuvor unbekannte Objekte mit unbekannten physikalischen Eigenschaften (Masse, Steifigkeit, Inhalt) unter realistischen Herausforderungen wie Transparenz, Verdeckungen und Reflexionen sicher entgegennehmen und handhaben müssen. 

Vom HTL-Schüler zum „Best Performer“

Unter Varzonovas Teamkollegen befindet sich mit Daniel Bugelnig ein Absolvent der HTL für Mechatronik in Lienz. Im Anschluss an die Matura schloss Bugelnig das Bachelorstudium Informationstechnik ab. Aktuell studiert er im Master Information and Communications Engineering.

Daniel Bugelnig, Nadezhda Varzonova, Valerian Pichler, Markus Kräuter und Christoph Rauter (von links) wollen bei der größten Robotikkonferenz der Welt zeigen, was sie können. Die Aufgabenstellung: Ein Roboter muss unbekannte Objekte sicher entgegennehmen und handhaben. Foto: AAU/Müller

2024 erhielt Bugelnig den Best Performer Award der Fakultät für Technische Wissenschaften und seine Bachelorarbeit wurde mit dem Digitalisierungsstipendium des Landes Kärnten ausgezeichnet. Sein erstes Paper wird demnächst im IEEE Internet of Things Magazine erscheinen.

Vervollständigt wird das Team von Markus Kräuter, Valerian Pichler und Christoph Rauter. Sie wurden, wie auch Bugelnig, von Teamleaderin Varzonova rekrutiert.

Intelligente Robotik vorantreiben

Dass die Klagenfurter Gruppe in der Qualifikation die höchste Gesamtpunktzahl erreichte, erfüllt Nadezhda Varzonova schon jetzt mit Stolz: „Wir sind ein Team, das zum ersten Mal teilnimmt und diese Arbeit neben dem Studium und anderen Verpflichtungen unter einen Hut bringen muss.“

Für ihre eigene wissenschaftliche Karriere hat sie viel vor: „Ich möchte zu jenen Forscher:innen gehören, die die intelligente Robotik vorantreiben. Forschungsziele sind eine bessere visuelle Einschätzung neuer Objekte, die Planung flüssiger Bewegungen und taktile Intelligenz, bei der der Roboter erkennen muss, wonach er gerade greift. Die Robotik bietet noch eine Vielzahl von weiteren Forschungsbereichen, die extrem spannend sind.“

Über den Wettbewerb

Der Wettbewerb findet im Rahmen der International Conference on Robotics and Automation (kurz ICRA) statt, die nach Austragungen in Großbritannien (2023), Japan (2024), USA (2025) nun in Wien (2026) stattfindet. Die Konferenz gilt als die größte Robotikkonferenz der Welt. 

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