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Der geplante Windpark Compedal in Assling wird nicht umgesetzt, da das Windpotenzial am Standort nicht ausreicht. Foto: Energiewerkstatt/EWA

Der geplante Windpark Compedal in Assling wird nicht umgesetzt, da das Windpotenzial am Standort nicht ausreicht. Foto: Energiewerkstatt/EWA

Flaute: Keine Windräder auf der Compedal

Nach detaillierten Windmessungen auf der Asslinger Hochalm ist das umstrittene Projekt vom Tisch.

Im Oktober 2023 tauchten die ersten Pläne für einen Windpark auf der Asslinger Compedal Hochalm auf. Damals informierte Harald Stocker, Geschäftsführer des Elektrowerks Assling, den Asslinger Gemeinderat und die betroffenen Grundeigentümer erstmals über das Vorhaben und löste damit eine hitzige Diskussion nicht nur im Dorf aus. Die Gegner formierten sich zu eine engagierten Bürgerinitiative, die Politik bezog je nach Perspektive Stellung und bis zuletzt waren die Fronten verhärtet.

Nun kehrt offenbar Ruhe auf der Compedal und an den Wirtshaustischen ein, denn das Projekt ist aus einem sehr pragmatischen Grund vom Tisch: Es weht zu wenig Wind auf der Asslinger Alm. Das ergaben mehrmonatige Messungen mit mobilen Messgeräten.

Dieses SODAR-Windmessgerät nutzt Schallwellen und hat auf 2.250 Metern Seehöhe die lokalen Windverhältnisse auf der Compedal Alm aufgezeichnet. Foto: Energiewerkstatt

„Die SODAR-Messung liefert eine zuverlässige Datengrundlage zur Bewertung der Windverhältnisse in unterschiedlichen Höhen. Die Ergebnisse zeigen klar, dass die notwendigen Windgeschwindigkeiten am konkreten Standort nicht erreicht werden.“, erklärt Thomas Wölfler, Geschäftsführer der Energiewerkstatt und Experte für Windmessungen am 19. Mai in einer Aussendung an die Medien.

Gleichzeitig wird betont, dass die Messwerte ausschließlich für den ganz konkreten Standort relevant seien und keine Rückschlüsse auf die generellen Windverhältnisse ind er Region zulassen. „Für uns vor Ort war es wichtig, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Auch wenn das Ergebnis bedeutet, das Projekt nicht weiterzuführen, ist es ein wichtiger Schritt, um verantwortungsvoll und wirtschaftlich zu handeln.“, betont EWA Obmann Markus Stocker.

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