Am Donnerstagvormittag, 21. Mai, verwandelte sich die RGO-Arena in Lienz wieder in eine große, interaktive Werkstatt. Rund 400 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der regionalen Mittelschulen sowie Jugendliche des Aufbauwerks der Jugend (Schloss Lengberg) stürmten das Osttiroler Berufsfestival. Das Ziel der Veranstaltung: Berufsorientierung hautnah erleben, statt nur Theorie in der Schule absitzen. An den zahlreichen Ständen der heimischen Betriebe hieß es für die Jugendlichen deshalb: selbst anpacken und ausprobieren.
Dieser Andrang trifft in Osttirol aber auf eine harte wirtschaftliche Realität auf dem Lehrstellenmarkt. Aktuell stehen im Bezirk rund 150 offenen Lehrstellen lediglich 16 vorgemerkte Lehrstellensuchende gegenüber. Um diesem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken, haben sich Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung und das AMS zusammengetan. Für die Aussteller geht es hier schon lange nicht mehr nur um reine Information, sondern um direktes Recruiting der Jugendlichen.
Für die Jugendlichen selbst stand der Spaß am handwerklichen Tun im Vordergrund. Die Bandbreite an Schnuppermöglichkeiten war enorm: Vom Tischler- und Elektrikerhandwerk über Mechatronik bis hin zur Lebensmitteltechnik. Ob beim Backen von frischen Brötchen, dem Basteln von Schlüsselanhängern oder dem Verkosten von Marmeladen, die Berufsmesse lieferte den Schülern einen ungeschönten Einblick in die Praxis. Für die heimischen Betriebe war es die ideale Gelegenheit, die Fachkräfte von morgen schon heute für sich zu gewinnen.
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